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Erfolgreicher Abschluss des Promotionskollegs “Medienpolitik im internationalen Vergleich”

Das dreijährige Kooperationsprojekt der TU Chemnitz mit der Hochschule Mittweida und der Hanns-Seidel-Stiftung wurde kürzlich beendet

  • Christiana Gransow war Teil des Promotionskollegs “Medienpolitik im internationalen Vergleich” und untersuchte im Zuge ihrer Dissertation den Einfluss der Europäischen Union auf die Regulierung des öffentlichen Rundfunks im Bereich des Internets. Foto: privat

Das Promotionskolleg „Medienpolitik im internationalen Vergleich“, das die Professur Europäische Regierungssysteme im Vergleich der TU Chemnitz in Kooperation mit der Hanns-Seidel-Stiftung und der Hochschule Mittweida durchgeführt hat, wurde kürzlich abgeschlossen. 15 Doktoranden forschten in den vergangenen drei Jahren deutschlandweit an Fragen, die aus dem Gebiet der Politik-, Rechts-, Wirtschafts-, Medien- und Kommunikationswissenschaften stammen. Die meisten von ihnen befinden sich derzeit auf der Zielgeraden zur Abgabe ihrer Dissertation oder haben diese bereits erfolgreich abgeschlossen.

Das Ziel des Promotionskollegs, das im Oktober 2011 an der TU Chemnitz startete, bestand vorrangig in der Förderung, Vernetzung und Betreuung der Doktoranden, die an Promotionen zum Themenbereich "Medienpolitik im internationalen Vergleich" arbeiten. Sie erhielten jeweils ein zweijähriges Promotionsstipendium der Hanns-Seidel-Stiftung, die das Kolleg mit rund einer Million Euro förderte, und wurden weiterhin in regelmäßigen Abständen zu Tagungen des Kollegs eingeladen. Diese dienten zur Präsentation der verschiedenen Arbeiten, zur interdisziplinären Vernetzung zwischen den Doktoranden und zur intensiven Betreuung durch themenversierte Wissenschaftler. Aufgrund der hohen Praxisorientierung vieler Promotionsthemen ergaben sich zudem zahlreiche Synergien mit dem Kooperationspartner der Hochschule Mittweida.

Die Abschlussveranstaltung des Promotionskollegs fand im November 2014 an der Hochschule Mittweida statt. Eingebettet in diverse andere Medienveranstaltungen wurde sie dazu genutzt, die Ergebnisse der verschiedenen Arbeiten mit dem Themenschwerpunkt Medien vorzustellen. Dazu zählt auch die Dissertation von Christiana Gransow, die im Zuge ihrer Forschungstätigkeit an der TU Chemnitz im Fach der Politikwissenschaft den Einfluss der Europäischen Union auf die Regulierung des öffentlichen Rundfunks im Bereich des Internets untersucht. Das Stipendium der Hanns-Seidel-Stiftung ermöglichte ihr die Anfertigung der Dissertation, die den Arbeitstitel „Public Value-Konzepte als Leitidee zur Lösung der Legitimationskrise des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Europäischen Union“ trägt. Als Teil des Promotionskollegs schätzt sie insbesondere den Austausch unter Gleichgesinnten. „Mich haben die Treffen des Kollegs in meiner Arbeit sehr unterstützt, da ich die Gelegenheit erhielt, mich mit anderen Promovierenden über mein Thema auseinanderzusetzen und auch andere wissenschaftliche Perspektiven in die Arbeit einbauen zu können. Darüber hinaus hatte ich immer die Gelegenheit beide Doktorväter über den Stand meiner Arbeit zu informieren. Das sind Prof. Dr. Gerd Strohmeier, an dessen Professur Europäische Regierungssysteme im Vergleich das Kolleg angesiedelt ist, sowie Prof. Dr. Ludwig Hilmer, Rektor der Hochschule Mittweida“, erzählt die 31-Jährige. Mit Prof. Strohmeier hegte sie schon vor ihrer Promotion ein gutes Verhältnis, denn nach ihrem Magisterabschluss in den Fächern Politikwissenschaft und Soziologie an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg kam die gebürtige Berlinerin nach Chemnitz. Sie begann als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Europäische Regierungssysteme im Vergleich zu arbeiten und betreute 18 Monate lang das Bundespolizei-Projekt „Klartext 2010“. Anschließend erhielt sie das Promotionsstipendium und begann mit der Anfertigung ihrer Doktorarbeit und lehrte weiterhin an der TU Chemnitz.

Die thematische Breite des Promotionskollegs wird nun insbesondere ersichtlich, wenn man die Arbeit von Dr. Tobias Haupt betrachtet, der an der Katholischen Universität Eichstätt studierte. Der 30-Jährige widmete sich einem gänzlich anderen Thema und verfasste seine Dissertation im Bereich Sportmanagement mit dem Schwerpunkt Social Media Marketing. Der Titel seiner Arbeit lautet „Social Media Marketing und Kapitalisierungsmöglichkeiten im Spitzensport: Eine empirische Erfolgsfaktorenanalyse im Rahmen der 1. Fußball-Bundesliga“ und lässt keine Zweifel an Haupts Liebe zum Sport. Der Marketingspezialist greift auf eine mehrjährige praktische Erfahrung im Bereich des Projekt-, Event- und Vereinsmanagements zurück. So war er beispielsweise über einen Zeitraum von anderthalb Jahren bei der Hannover 96 Sales & Service GmbH & Co. KG tätig. Gegenwärtig arbeitet Haupt als fachlicher Leiter für Social Media Strategien am Institut für Fußballmanagement und berät dabei insbesondere professionelle Fußballunternehmen aus der ersten und zweiten Bundesliga.

Weitere Informationen erteilt Michael Partmann, Telefon 0371 531-38573, E-Mail michael.partmann@phil.tu-chemnitz.de.

(Autorin: Katharina Preuß)

Katharina Thehos
15.01.2015

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