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Verbindung von Forschung und Lehre

Dr. Sven Zimmermann studierte von 1999 bis 2002 Mikroelektronik an der TU Chemnitz und ist seit Juli 2014 Leiter der Abteilung Schichtabscheidung am Zentrum für Mikrotechnologien (ZfM)

  • Dr. Sven Zimmermann (l.) bringt jungen Studieninteressenten regelmäßig am „Tag der offenen Tür“ die Mikrotechnologie näher. Foto: Bildarchiv der Pressestelle/Wolfgang Thieme

Nach seinem Studium der Mikrosystemtechnik an der FH Mittweida studierte Sven Zimmermann von 1999 bis 2002 an der TU Chemnitz im Aufbaustudiengang Mikroelektronik. Anschließend wurde er Doktorand am Zentrum für Mikrotechnologien (ZfM) und promovierte 2007 auch dort. „Sehr vereinfacht gesagt, habe ich für meine Promotion eine spezielle Schicht für das Leistungszentrum von Handys entwickelt, um den Datentransfer zu beschleunigen, die Handys leistungsfähiger zu machen, und um die Kompatibilität der einzelnen Funktionen, zum Beispiel des Displays und der Kamera, zu gewährleisten“, so Dr. Zimmermann. Nach seiner Promotion wechselte er an das Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS, was keine große Umstellung für ihn bedeutete, da das ZfM und das ENAS eine sehr enge Zusammenarbeit pflegen und Sven Zimmermann ähnliche Aufgabenbereiche hatte. „Im Fraunhofer ENAS habe ich mich intensiv mit Computerprozessoren beschäftigt und mit der Firma Advanced Micro Devices Isolationsmaterialen für Computerprozessoren entwickelt, um diese leistungsfähiger und vor allem sparsamer zu machen“, so Zimmermann.

Seit Anfang Juli 2014 ist Sven Zimmermann nun Leiter der Abteilung Schichtabscheidung am ZfM. „Ich konnte in den vergangenen Jahren sehr viele Erfahrungen in dem Bereich Strukturierung von Schichten gewinnen, bin also mit dem Themengebiet sehr vertraut und freue mich auf meine neuen Aufgaben“, so Zimmermann. Neben administrativen Tätigkeiten kümmert sich Zimmermann auch um die Projektakquise, da in dem Bereich der Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik eine Zusammenarbeit und der Austausch mit der Industrie sehr wichtig sind. „Man muss natürlich immer auf dem Laufenden sein, welche neuen Entwicklungen es auf dem Markt gibt, wo man die Forschung vielleicht noch ausweiten kann und wo eine Zusammenarbeit mit Unternehmen besonders sinnvoll ist“, erklärt Zimmermann. Neben all diesen Aufgabenbereichen kommt die Forschung aber trotzdem nicht zu kurz. „Als Abteilungsleiter habe ich immer einen Gesamtüberblick über die Projektlage und viele Gestaltungsmöglichkeiten und das breit gefächerte Aufgabenfeld bietet ständig Abwechslung“, so Zimmermann.

Neben seinen Aufgaben am ZfM leitet Zimmermann auch Übungen und Praktika an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik. „Die Forschung an der TU Chemnitz ist ein großer Zugewinn für die Lehre. Wenn man die Studenten gut und praktisch ausbilden will, muss man auch die Forschung vorantreiben. Wir haben hier viele Möglichkeiten für die Studenten, über Praktika oder als studentische Hilfskräfte Einblicke in die Forschung zu gewinnen. Sie werden bei uns fest in Projekte mit eingebunden und bekommen Verantwortung übertragen. Dieses Angebot wird von den Studenten sehr gerne genutzt“, so Zimmermann. Die Verbindung von Lehre und Forschung und die praktische Anwendung der Mikrotechnologie bringt Zimmermann auch jungen Studieninteressenten regelmäßig am „Tag der offenen Tür“ der TU Chemnitz näher. „Oft haben die Schüler keine Schulfächer, die sie mit Elektrotechnik in Kontakt bringen, dabei gibt es sehr viele praktische Anwendungsfelder und jeder, der ein Handy oder einen Computer hat, hat auch unmittelbar damit zu tun. Am Tag der offenen Tür versuche ich, durch Führungen, kleine Vorträge und praktische Beispiele die Elektrotechnik anschaulich zu erklären und junge Leute für das Fach zu begeistern“, so Zimmermann.

(Autorin: Damaris Diener)

Katharina Thehos
05.08.2014

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