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Spielt der Sonntagskrimi bald in Chemnitz?

Das Hörsaalgebäude der TU bietet vom 5. bis 12. Februar 2014 eine ungewöhnliche Kulisse - Die Initiative "TATORT nach Chemnitz - Jetzt!" sucht Bürger, die mit einem Augenzwinkern Film-Leichen spielen

Nach dem Aus für das derzeitige sächsische Kommissaren-Duo Simone Thomalla und Martin Wuttke aus Leipzig soll der neue Sachsen-TATORT in Chemnitz spielen. Um den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) und die ARD von der Stadt als Standort zu überzeugen, hat sich eine Initiative "TATORT nach Chemnitz - Jetzt!" rund um Joerg Fieback, den Chef der ortsansässigen Werbeagentur zebra, formiert. Fieback und seine Mitstreiter suchen deshalb Chemnitzer Bürger, die diese TATORT-Kampagne unterstützen. Zu diesem Zweck haben die Initiatoren nun auch im Hörsaalgebäude der TU Chemnitz an der Reichenhainer Straße 90 den Tatort eines gruseligen Verbrechens aufgebaut, an dem sich krimibegeisterte Bürger mit einem Augenzwinkern als "Film-Leiche" fotografieren lassen.

Etliche prominente Chemnitzer unterstützen die Aktion, auch Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig: "Eine gute TATORT-Stadt muss Charakter haben, Ecken und Kanten. Und das hat Chemnitz." Wer es heute oder morgen nicht an den Tatort schafft, bekundet seine Komplizenschaft einfach online - und unterschreibt die Petition "TATORT nach Chemnitz!" an den MDR oder wird Fan der Facebookseite "Tatort nach Chemnitz". "Liked, teilt, kommentiert, postet, ladet Freunde, Verwandte und Bekannte zur Facebook-Seite ein und vor allem unterschreibt die Petition, was das Zeug hält, damit Chemnitz es schafft, 5.000 Unterschriften bis zum 21. Februar zu sammeln", lautet der Unterstützerruf aus der Werbeagentur zebra. Bisher unterzeichneten mehr als 1.500 Tatort-Fans die Petituion, bei Facebook verfolgen etwa 2.500 Freunde die TATORT-nach-Chemnitz-Aktion.

Aber vielleicht ergibt sich ja auch eine neue Krimi-Perspektive in der Wissenschaft. Diesbezügliche Erfahrungen liegen an der TU Chemnitz schließlich vor. So lud 2011 das Institut für Anglistik/Amerikanistik zur Tagung "Detective Fiction in American Popular Culture" ein. Hier wurde auch der 1. "Chemnitzer Krimi-Preis" vergeben. 29 Autoren hatten damals die Chance genutzt, ihre Kurzkrimis oder Kapitel aus Kriminalromanen einzureichen. Die Geschichten mussten in Chemnitz spielen. Man sieht: Tatort-Potenziale sind durchaus vorhanden.

Mario Steinebach
05.02.2014

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