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Ein Weihnachtstrend mit einem Hauch von Superlative

Informatiker der TU Chemnitz entwickeln die erste elektronische Spieldose der Welt weiter - Liedermacher Rolf Zuckowski setzt mit seiner "Weihnachtsbäckerei" neue Akzente

  • Rolf Zuckowski mit der elektronischen Spieldose "Weihnachtsbäckerei". In ihr verborgen ist das Knowhow der Informatiker der Chemnitzer Universität. Foto: Kleinkunst aus dem Erzgebirge Mueller GmbH
  • Zwischen Tradition und Moderne: Mirko Caspar (l.) zeigt ein Schnittmodell der weltweit ersten elektronischen Spieldose. Sein Kollege Mirko Lippmann hat für die neueste Spieldosengeneration eine Software zur Erzeugung und Erkennung runder Strichcodes entwickelt. So kann die passende Musik zu den auswechselbaren magnetischen Motivtellern zugeordnet werden. Foto: Bildarchiv der Pressestelle/Stefanie Richter.
  • Grüße aus Hongkong: Hier wurde die innovative Spieldose aus Sachsen in einer Verkaufsschau präsentiert. Foto: Kleinkunst aus dem Erzgebirge Mueller GmbH

Für einige deutsche Medien gehört die weltweit erste elektronische Spieldose, die gemeinsam von der Kleinkunst aus dem Erzgebirge Müller GmbH, dem Trompetenvirtuosen Ludwig Güttler und der Professur Technische Informatik der Technischen Universität Chemnitz entwickelt wurde, zu den "Weihnachts-Trends 2013". Die erste Edition erblickte zwar schon 2009 das Licht der Welt, mittlerweile gehört auch Liedermacher Rolf Zuckowski zu den Impulsgebern. Denn seine Hit-CD "In der Weihnachtsbäckerei" erklingt seit einigen Wochen nicht nur in bester CD-Klangqualität aus der Dose, auch eine Motivscheibe wurde passend dazu in der Seiffener Werkstatt gestaltet.

Was ist das Besondere der Spieldose? "Per Computer kann sie kabellos über eine Bluetooth-Schnittstelle je nach Geschmack mit bis zu 25 Stunden Musik bestückt werden. Diese Spieldose läuft nicht mehr mechanisch. Sie ist batteriebetrieben und spielt die lizenzierten Musiktitel über eine integrierte Platine und einen Lautsprecher ab", berichtet Mirko Caspar von der Professur Technische Informatik. Die TU-Forscher haben diese bereits vorhandene Soundelektronik um eine Bluetooth-Funktion und die nötige Software erweitert. "Mit unserer Entwicklung sind wir immer am Pulsschlag der Zeit, denn wir optimieren ständig die Programme der Spieldose", sagt Caspar. Auch für die automatische Erkennung der auswechselbaren magnetischen Motivscheiben entwickelten die Informatiker eigens eine Software zur Erzeugung und Erkennung runder Strichcodes.

"Die individuelle Musikwahl und mittlerweile 15 wechselbaren Motivscheiben machen unsere elektronischen Spieldosen zu Botschaftern einer neuen Generation", berichtet Ringo Müller, Geschäftsführer der Kleinkunst aus dem Erzgebirge Müller GmbH. Der Erfolg gibt ihm Recht, denn die Spieldose erklingt nicht nur in Deutschland, sondern bereits bei Kunden rund um den Globus unter anderem in den USA und in mehreren asiatischen Ländern. "In Hongkong konnten wir in diesem Jahr bei einer großen Weihnachtspräsentation sehr viele Kunden mit unserer innovativen Spieldose begeistern", freut sich Müller. Die Menschen in diesem Teil der Welt seien vermutlich besonders affin für diese neue Technologie. "Vor diesem Hintergrund ergeben sich auch für die Informatiker der TU Chemnitz künftig noch weitere Herausforderungen", so Müller. Welche das genau sein werden, möchte er erst dann verraten, wenn die neuen Applikationen vor der Markteinführung stehen. Dies betreffe ebenso die neuen Motivscheiben, die bereits in Planung seien. "Mit diesen werden auch unzählige Musikstücke bekannter Künstler der Spieldose hinzugefügt, die dann passend zu den figürlichen Motiven erklingen können", ergänzt der Geschäftsführer. Für Caspar, der selbst aus dem Erzgebirge stammt, bleibt die Spieldose auch in Zukunft eine ideale Kombination aus traditioneller Holzkunst und moderner Hightech.

Weitere Informationen erteilt Mirko Caspar, Telefon 0371 531-35542, E-Mail mirko.caspar@informatik.tu-chemnitz.de und unter http://www.mueller.com.

Mario Steinebach
19.12.2013

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