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Das Außergewöhnliche, Nicht-Alltägliche kennenlernen und die eigenen Grenzen austesten

20 Chemnitzer Lauf- und RadKulTouristen gehen an den Start des längsten Staffellaufs der Welt - Doch wer sind die Athleten eigentlich?

  • Unmittelbar vor dem Start stellten sich die Lauf-KulTouristen noch einmal den Fotografen. Foto: Sebastian Ködel

Schon zum siebten Mal begeben sich zwölf Läufer und acht Radbegleiter auf die Strecke, um den weltweit größten Staffellauf zu meistern. 4.000 Kilometer rund um Deutschland - und das zu Fuß und per Rad. Nur etwas für erfahrene Profiathleten und Sportstudenten? Nein! Die Teilnehmer sind Studierende der TU Chemnitz und zugleich eine bunte Mischung aus Studienrichtungen, Lauferfahrungen und Motivationen. Jeder bringt seine ganz eigene Geschichte und Ambition mit auf die Strecke. Doch was alle teilen, ist die Liebe zum Laufsport und das Vorhaben, Gutes zu tun. Diesmal sammelt das Team der Lauf-KulTour, das am 4. September 2013 um 19.05 Uhr parallel zum Chemnitzer Firmenlauf gestartet ist, Geld für die Deutsche Krebsgesellschaft.

"Bisher habe ich Laufen nur als Einzelsportart kennengelernt, was mir nicht gefiel. Während der Lauf-KulTour ist aber alles anders", erzählt die BWL-Studentin Adele Feuerstein, die zum ersten Mal für die Lauf-KulTour startet. "Alle Beteiligten müssen aufeinander bauen können, und jeder muss täglich ohne Ausnahme seinen Beitrag leisten, damit das ganze Projekt überhaupt zu schaffen ist. Und nicht nur die Läufer müssen sich gegenseitig vertrauen und aufeinander verlassen können, auch die Deutsche Krebshilfe setzt auf uns. Schließlich ist es die große Absicht das Bewusstsein für diese Krankheit zu stärken und Spenden zu sammeln." Für die gesetzten Ziele braucht sie eigentlich keine große Motivation, aber "mit guter Musik läuft es sich gleich viel besser". Am meisten freut sich Adele darauf, am Ende des Staffellaufes etwas Außergewöhnliches geschafft zu haben.

Auch Eva Öhmichen freut sich auf eine außergewöhnliche Erfahrung und ihre eigenen Grenzen auszutesten. Eva studiert Präventions-, Rehabilitations- und Fitnesssport im Master und bringt nach eigener Aussage vor allem Teamfähigkeit, Kompromissbereitschaft und gute Laune mit: "Ich freue mich darauf Deutschland mit all seinen Ecken zu erkunden und in einer kleinen Gruppe mit dem Wohnmobil unterwegs zu sein, Freiheit genießen und nie örtlich gebunden zu sein."

Für den sportbegeisterten Wirtschaftswissenschaftler Patrick Wendritsch war die Teilnahme an der Lauf-Kultour, die er schon die beiden Jahre zuvor aufmerksam verfolgte, "nur noch eine Frage der Zeit". Seine Hoffnung: "Ich möchte dem Team vor allem mit meiner motivierenden Art und meiner positiven Denkweise helfen.". Mit seinem Leitspruch "Think Positive!" und einer Menge Ehrgeiz will der gebürtige Chemnitzer deshalb seinen "inneren Schweinehund" überwinden und über seine Grenzen hinauswachsen.

Bereits zum vierten Mal in Folge ist Robin Duha dabei. Mit seiner Erfahrung und guter Laune will auch er das Team mit seinen Fähigkeiten unterstützen. Am meisten freut sich der 24-jährige Radebeuler auf die Alpen und die Ostseeküste. Viel, um sich für den Lauf zu motivieren, braucht er dabei nicht: "Ich tue es, weil es Spaß macht und ich Freude daran habe - und wie kann man denn sonst in 16 Tagen zu Fuß um Deutschland laufen?"

"Wer läuft, ist der Welt entrückt", findet Steffen Öhmichen, der durch seine Geschwister die Lauf-KulTour schon seit 2010 verfolgt. "Das Laufen lässt mich wunderbar abschalten, macht mich lebendig, bringt mich auf andere Gedanken - klare, freie Gedanken. Schritt für Schritt den eigenen Rhythmus finden und auch diesen Rhythmus im Alltag leben." Bisher führte Steffen die letzten drei Jahre die sportmedizinischen Leistungsdiagnostiken im Vorfeld des Staffellaufes durch, die ihn quasi schon zu einem Teil des Projektes machten. "Ich muss auch gestehen, dass immer ein weinendes und ein lachendes Auge die Tour verfolgte. Dieses Jahr sollte es endlich auch mit der Teilnahme als Läufer klappen", erzählt er voller Freude.

Neben den zwölf Läufern und den acht Radbegleitern wird das Team dieses Jahr auch von dem ausgebildeten Physiotherapeuten Christian Thieme aus der Praxis Allthera für Physiotherapie begleitet, der den Lauf-KulTouristen in den letzten Jahren schon als telefonischer Ansprechpartner unterwegs zur Verfügung stand. "Auf die Lauf-KulTour aufmerksam geworden bin ich 2009 durch den Bruder einer Freundin, der daran teilgenommen hat. Ich bewundere die Teilnehmer für diese immense Leistung und habe sie seitdem auch jedes Jahr verfolgt." Dieses Jahr beschloss Christian dann einmal selbst Teil des Teams zu sein: "Ich teste alles aus. Jede Sportart, welche ich betreue, habe ich einmal ausprobiert oder war wenigstens einmal dabei, um mitzubekommen, welche Belastungen da auf die Athleten einwirken." Auch wenn der sportbegeisterte Chemnitzer nicht selbst mitläuft und sich ausschließlich um die physiotherapeutische Betreuung der Lauf-KulTouristen unterwegs kümmert, freut er sich, Teil des Teams zu sein und das Projekt sieht er dabei wie alle anderen Teilnehmer: "Das Feeling, in nur 16 Tagen einmal um ganz Deutschland gereist zu sein, stell ich mir unglaublich toll vor."

Aktuelle Infos und Live-Positionen der Läufer unter http://www.lauf-kultour.de

Weitere Informationen geben Benno Oehme, Telefon 0151 14968914, E-Mail benno@lauf-kultour.de, sowie Eric Pertermann, Telefon 0163 1760175, E-Mail eric@lauf-kultour.de

(Autor: Antonin Fischer)

Mario Steinebach
05.09.2013

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