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Studienbedingungen an der TU sind für Ausländer attraktiv

Ergebnisse einer aktuellen DAAD-Studie liegen vor - Verbesserungsvorschläge werden angenommen

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Studenten aus aller Welt zieht es nach Chemnitz. Zur Zeit sind mehr als 700 ausländische Studierende an der Technischen Universität immatrikuliert. Foto: TU Chemnitz/Sven Gleisberg

Die Abbrecherquoten unter ausländischen Studierenden sind bundesweit relativ hoch. Auch die Technische Universität Chemnitz ist dabei keine Ausnahme. Die Gründe dafür sollte eine im Wintersemester 2005/2006 an der TU durchgeführte Studie ermitteln. Diese Studie wurde vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) innerhalb des Programms zur Förderung der Internationalisierungsstrukturen an den deutschen Hochschulen (PROFIS) finanziert und auch an anderen Hochschulen durchgeführt. Dazu wurden neben einer Auswertung von Studierendenstatistiken Fragebögen an alle ausländischen Studierenden der TU versandt, welche diesen auch online mehrsprachig zur Verfügung standen. Einzelinterviews sollten das Bild komplettieren.

Die statistische Auswertung erwies sich aufgrund der vergleichsweise geringen Zahl ausländischer Studenten an der TU als wenig aussagekräftig. So konnte man hinsichtlich studienbezogener Fragen durch die große Streuung in Studienfach- und dauer meist nur isolierte nicht repräsentative Einzelfälle betrachten. Erfreulich hingegen ist die recht hohe Rücklaufquote von 25 Prozent bei den Fragebögen. "Hier ist der erkennbare Gesamteindruck der Universität auf die Befragten im Schnitt gut", freut sich Prof. Dr. Dieter Happel, Prorektor für Internationales und Hochschulentwicklung der TU Chemnitz. Dies betreffe sowohl Kompetenz und Motivation der Lehrkräfte als auch die Qualität der Veranstaltungen sowie die Ausstattung von PC-Pools und Bibliotheken. Unzufriedenheit äußerten die ausländischen Studenten hinsichtlich ihrer deutschen Kommilitonen und deren Hilfs-und Kontaktbereitschaft. "Hier besteht sicherlich die Chance zur Verbesserung, etwa durch eine den interkulturellen Diskurs fördernde Unterbringung der ausländischen Studenten innerhalb der Wohnheime", so Prof. Happel. Ebenfalls berichteten viele Studenten von Schwierigkeiten bei der Anerkennung ihrer bereits im Ausland erzielten Studienleistungen und Abschlüsse. Diese bekannten Schwierigkeiten sollten sich mit der Umstellung auf die international kompatiblen BA/MA-Studiengänge verringern. "Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge der Studenten nehmen wir sehr ernst. In den kommenden Wochen werden wir gemeinsam mit den Fakultäten , dem Internationalen Universitätszentrum der TU, dem Studentenwerk Chemnitz-Zwickau und weiteren Partnern in der Stadt Chemnitz nach Lösungen suchen", versichert der Prorektor. Grundsätzlich erwies sich der Großteil der ausländischen Studierenden als hochgradig motiviert und gab trotz real hoher Abbrecherquoten an, das in Chemnitz begonnene Studium abschließen zu wollen. Dies bestätigten auch die geführten Interviews. Erschwernisse wie ökonomische Zwänge, Leistungsangst und geringer werdender Kontakt zu Hochschullehrern sind dabei Probleme, die auch deutsche Studenten zur Genüge kennen.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Dieter Happel, Telefon (03 71) 5 31 - 17 73, E-Mail dieter.happel@mathematik.tu-chemnitz.de.

(Autor: Michael Chlebusch)

Mario Steinebach
19.04.2006

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Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

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