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Fraunhofer baut Forschungszusammenarbeit mit Kunststoffbranche aus

In Zittau entsteht neues Fraunhofer-Technikum - TU Chemnitz ist wichtiger Kooperationspartner - Prof. Dr. Lothar Kroll, Sprecher des Bundesexzellenzclusters MERGE, leitet Projektgruppe

  • Prof. Dr. Lothar Kroll, Inhaber der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung an der TU Chemnitz sowie Sprecher des Bundesexzellenzclusters MERGE, leitet die Projektgruppe Zittau des Fraunhofer IWU. Foto: Kristin Schmidt

Das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz und die Hochschule Zittau/Görlitz vertiefen den Wissens- und Technologietransfer mit der Kunststoffbranche. Gemeinsam mit der Technischen Universität Chemnitz sowie regionalen Unternehmen wird eine bereits seit 2011 in Zittau arbeitende Projektgruppe des IWU zum neuen »Fraunhofer-Kunststoffzentrum Oberlausitz« ausgebaut. Der erste Spatenstich für das neue Fraunhofer-Technikum in Nähe der Hochschule Zittau/Görlitz erfolgt am 11. September 2013. Langfristig will sich die Projektgruppe Zittau des Fraunhofer IWU zu einem der führenden Forschungsdienstleister für die Kunststoffbranche entwickeln und damit den Ausbau dieser wichtigen Schlüsseltechnologie im Dreiländereck vorantreiben. Die Leitung dieser Projektgruppe übernimmt Prof. Dr. Lothar Kroll, Inhaber der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung an der TU Chemnitz sowie Sprecher des Bundesexzellenzclusters "MERGE - Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen". Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit mit der Hochschule Zittau/Görlitz durch die Einrichtung einer Professur "Funktionsintegrierende Kunststofftechnologien" ausgebaut werden.

Die Nachfrage nach hoch belastbaren Kunststoffbauteilen nimmt vor allem im Automobilbereich und im Maschinenbau weiter zu. Die mit diesen Werkstoffen verbundenen Leichtbaupotentiale sind insbesondere für diese Branchen allerdings noch unzureichend erschlossen, der Forschungsbedarf ist groß. Der Wirtschaftsstandort Lausitz bietet mit einer Vielzahl von Unternehmen, die Produkte aus Kunststoff herstellen, verarbeiten und anwenden, eine gute Basis für nachhaltige Forschungs- und Entwicklungskooperationen. Eine vom Freistaat Sachsen geförderte Fraunhofer-Projektgruppe arbeitet daher bereits seit 2011 an der Entwicklung von Leichtbautechnologien. Darüber hinaus unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen eines Fraunhofer-Fachhochschul-Programms den Aufbau eines zweiten Arbeitsgebietes "Funktionsintegrierende Kunststofftechnologien" innerhalb der Projektgruppe mit 2,5 Millionen Euro bis 2017.

Das Fraunhofer-Kunststoffzentrum Oberlausitz wird künftig unter anderem an neuen Leichtbautechnologien und -verfahren, intelligenten Werkstoffen sowie Rapid Prototyping auf Kunststoffbasis forschen.

Mario Steinebach
20.08.2013

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