Navigation

Inhalt Hotkeys
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion
„Uni aktuell“-Meldungen
Uni aktuell Absolventen

Spielentwickler mit Herzblut und Leidenschaft

Mit TicToys kreierten TU-Student Tony Ramenda und TU-Absolvent Matthias Meister eine neue Spielzeugkultur ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit - Sie setzen ihre Erfolgsgeschichte dank "Tualoop" nun fort

Erholung von der neonfarbigen Plastikwelt der weltweit größten Spielwarenmesse in Nürnberg, wünschten sich die TicToys-Gründer Tony Ramenda und Matthias Meister, als sie sich am Abend nach der Messe im Februar 2012 dazu entschlossen, noch einen kurzen Abstecher ins nicht weit entfernte Nürnberger Spielzeugmuseum zu machen. Dort entdeckten die beiden leidenschaftlichen Spiele-Entwickler neben alten Zauberkästen, Puppen und Blechspielzeug auch die Miniatur eines Reifenspiels aus dem 17. Jahrhundert und wurden von der Idee sofort inspiriert. Es folgte eine Phase monatelangem Tüftelns, Experimentierens und Weiterentwickelns, aus der schließlich das Outdoorspiel "Tualoop" resultierte. "Der Name Tualoop entstand auf einer imaginären Urlaubsreise in den Süden. Er klingt exotisch, wie eine Insel in der Karibik. Das Spiel steht ja auch für Sommer, Sonne und Freizeit. `Tua´ ist italienisch und bedeutet `dein´ und `loop´ steht natürlich für den roten Schwebering, den man sich während des Spielens mit der Hilfe von zwei Holzstöcken, sogenannten Sticks, zuspielt", erklärt Tony Ramenda den Ursprung des ausgefallen Produktnamens.

Aufgrund seiner Vielseitigkeit spreche das Spiel eine breite Zielgruppe an. "Kinder haben Freude, sich gegenseitig den Ring zuzuwerfen, oder sich im Zielwerfen zu probieren. Jugendliche und Erwachsene können je nach Laune zu zweit, in der Gruppe, als Feldspiel oder übers Netz richtig Sport treiben. Mit der richtigen Wurftechnik kann der Ring bis zu 40 Meter weit fliegen. Tualoop ist damit ein Spiel für jedes Alter und jedes Geschlecht", sagt Matthias Meister und fügt hinzu: "Das Besondere an Tualoop ist aber nicht nur seine Vielseitigkeit, vielmehr handelt es sich dabei auch um den ersten Freizeitsportartikel der komplett aus nachwachsenden Materialien besteht: Die Sticks sind aus Buchenholz und der Ring aus Arboblend, einem neuen Biowerkstoff, basierend auf Harzen, Glukose und Holzfasern und das alles zu 100 Prozent Made in Germany." Auch Tualoop bleibt damit den Nachhaltigkeitsvorsätzen der beiden TicToys-Gründer treu, die mit der Hilfe ihrer Spiele, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nicht nur wieder mehr Spaß an Bewegung und Sport zu vermitteln versuchen, sondern darüber hinaus auch zum Nachdenken über das Konsumverhalten anregen wollen. "Was steckt hinter den Produkten, die ich tagtäglich einkaufe? Unter welchen Umständen entstehen sie und wie werden diese bis ins Ladenregal oder an meine Haustür gebracht? Indem wir auf die faire Produktion unserer Produkte aufmerksam machen, hoffen wir, dass sich die Menschen noch öfter auf solche oder ähnliche Fragen besinnen und entsprechend überlegter konsumieren", hofft Ramenda.

Neben ihren Visionen und dem unermüdlichen Engagement verdanken die beiden Jungunternehmer nicht zuletzt auch ihrem Studium an der TU Chemnitz den weltweiten Erfolg ihrer Produkte. So erinnert sich der ehemalige Europastudent Matthias Meister: "In den Europastudien gibt es ein Modul, das sich `Bachelorprojekt´ nennt. Durch diese Projektarbeit, die mit einer `kleinen Selbständigkeit´ vergleichbar ist, habe ich Geschmack an der Vorstellung gewonnen, meine eigenen Ideen umzusetzen." Doch auch von Tony Ramendas wirtschaftlichem Hintergrundwissen können die beiden Spielentwickler profitieren. Für den Studierenden der Wirtschaftswissenschaften ist das Studium aber längst nicht nur Mittel zum Zweck: "Für mich stellt das Studium neben meinem eigentlichen Beruf als Logopäde und der Spielentwicklung eine weitere Art der Wissensbereicherung dar. Schließlich lernt man in der Praxis nicht alles. Durch bisherige Erfahrungen ist es mir nun auch möglich, die einen oder anderen Inhalte kritischer zu hinterfragen." Trotz der knappen Zeit zwischen väterlichen, beruflichen und studentischen Verpflichtungen widmet sich Tony Ramenda gern der Verwirklichung neuer Spielideen, von denen das Team nach eigenen Angaben immer noch tausende besitzt: "Bevor wir uns jedoch der Umsetzung widmen, müssen wir immer auch betrachten, welche Ideen realistisch umsetzbar sind und auch vom Zielpublikum angenommen werden. Eine Neuveröffentlichung haben wir daher erst wieder für 2015 geplant. Schließlich entwickeln wir unsere Produkte mit Liebe und Herzblut - und das bedarf seiner Zeit. Jetzt gilt es erst einmal, unsere beiden bisherigen Produkte Ticayo und Tualoop weiter bekannt zu machen."

(Autorin: Ina Huke)

Katharina Thehos
05.08.2013

Alle „Uni-aktuell“-Artikel
Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

Presseartikel