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Chancen und Probleme der Digitalisierung der Geisteswissenschaften

Plenarversammlung des Philosophischen Fakultätentages findet vom 27. bis 29. Juni 2013 in Chemnitz statt - Öffentliche Eröffnungsveranstaltung im Schlossbergmuseum

Er vertritt die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften an den deutschen Universitäten. Die Rede ist vom Philosophischen Fakultätentag. Seine diesjährige Plenarversammlung findet in dieser Woche in Chemnitz statt. Mehr als 70 Gäste haben ihre Teilnahme zugesagt. Begrüßt werden sie am 27. Juni 2013 um 18 Uhr vom Prorektor für Lehre, Studium und Weiterbildung, Prof. Dr. Christoph Fasbender, im Renaissancesaal des Schlossbergmuseums Chemnitz. Noch in seiner Amtszeit als Dekan der Philosophischen Fakultät und damit Mitglied des Fakultätentages hatte Fasbender die Ausrichtung der Plenarversammlung in Chemnitz angeregt. Zur öffentlichen Eröffnungsveranstaltung der Plenarversammlung sprechen auch der Vorstandsvorsitzende des Philosophischen Fakultätentages, Prof. Dr. Tassilo Schmitt, sowie Prof. Dr. Bernadette Malinowski, Dekanin der Philosophischen Fakultät der TU Chemnitz.

Prof. Dr. Gerhard Lauer, Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Georg-August-Universität Göttingen, wird in seinem Festvortrag ein Thema aufgreifen, welches nicht nur die TU Chemnitz mittelfristig beschäftigen wird: "Digital Humanities - neue Wege in den Geisteswissenschaften". Worum geht es dabei? Mehr und mehr verdichten sich die Anzeichen, dass in den Geisteswissenschaften radikale technische Umwälzungen bevorstehen bzw. bereits im Gange sind: Die Rede ist von der Digitalisierung, die nach den naturwissenschaftlichen und technischen nun zunehmend auch die geisteswissenschaftlichen Ressourcen erfasst. Doch hier zeigen sich der Wandel ungleich prekärer, die Folgen ungleich radikaler, denn kein akademischer Zweig ist so sehr in der jahrhundertealten Buchkultur verwurzelt wie die Geisteswissenschaften. Das Wissen, das sie schöpfen und generieren, ist traditionell aus dem Buch gekommen und dorthin gewandert. Wie sieht das nun aus, wenn Bücher und Wissensbestände nur noch digital abgerufen und erzeugt werden sollen? Die sich ankündigende Entwicklung der Digitalisierung in den Geisteswissenschaften stellt deshalb auch den Schwerpunkt des Sommerplenums dar.

"Wir freuen uns sehr, den Philosophischen Fakultätentag hier in Chemnitz begrüßen zu können und hoffen auf einen regen und innovativen Gedanken- und Erfahrungsaustausch nicht nur in der Plenarversammlung, sondern auch in vielen persönlichen Gesprächen mit den Vertretern der unterschiedlichen Fächerkulturen", so die Dekanin. "Mit dem von uns zusammengestellten Begleitprogramm wird es uns sicher gelingen, unseren Gästen nicht nur die Universität, sondern auch die Stadt Chemnitz mit ihrer spannenden Geschichte und ihrem vielfältigen kulturellen Angebot nahezubringen." Geplant sind unter anderem Besuche der Schlosskirche, der Villa Esche und der Chemnitzer Innenstadt.

Stichwort: Philosophischer Fakultätentag

Der Philosophische Fakultätentag ist die fächerübergreifende hochschulpolitische Vertretung der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften an den deutschen Universitäten, in der aktuell 135 Fakultäten und Fachbereiche an 62 deutschen Hochschulen zusammenarbeiten. Zudem sind die geisteswissenschaftlichen Fakultäten und Fachbereiche der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Österreich ständige Gäste. Die Arbeit des Fakultätentages richtet sich einerseits nach außen und vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber den Hochschulleitungen, den Ländern und der hochschulpolitischen Öffentlichkeit. Innerhalb der Fächerkultur begeleitet der Fakultätentag gestaltend Veränderungen und Innovationen. Der Philosophische Fakultätentag arbeitet mit der Hochschulrektorenkonferenz und dem Deutschen Hochschulverband partnerschaftlich zusammen. Im europäischen Hochschulraum nimmt er internationale Belange der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften wahr und arbeitet in den entsprechenden Organisationen mit. Er kooperiert mit den wissenschaftlichen Fachverbänden, ist aber die einzige Institution, die die Gesamtheit der geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Fächer hochschulpolitisch vertritt. www.philosophischerfakultaetentag.de

Mario Steinebach
26.06.2013

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