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Gemeinsam Lösungen für Probleme des demografischen Wandels entwickeln

Professur Fördertechnik baut ein Netzwerk rund um das Forschungsthema Demografie auf - zur Auftaktveranstaltung am 27. Juni 2013 sind Wissenschaftler aller Fakultäten herzlich eingeladen

Die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse der Volkszählung "Zensus 2011" machen erneut deutlich, dass in der Region Chemnitz der demografische Wandel stärker als in anderen Regionen vorangeschritten ist. "Auswirkungen des demografischen Wandels sind in Chemnitz schon seit ein paar Jahren praktische Realität, die sich zum Beispiel in der Zahl nicht besetzter Lehrstellen ausdrückt. Chemnitz hat die Chance bei der Bewältigung der anstehenden Probleme eine Vorreiterrolle einzunehmen und das gewonnene Knowhow zu gegebener Zeit in anderen Regionen gewinnbringend einzusetzen", fasst Dr. Tobias Mayer zusammen. Der Mitarbeiter der Professur Fördertechnik der TU Chemnitz gehört zum Team des Projektes "DieDEMOGRAFIEfabrik". Ziel dieses Netzwerkprojekts ist es, interessierten Unternehmen und Institutionen, passende Partner bis hin zu ganzen Forschungsverbünden zu vermitteln, die konkrete Produkte für spezifische Probleme des demografische Wandels entwickeln können.

"Als ersten Schritt möchten wir das an der TU Chemnitz vorhandene Wissen rund um das Thema Demografie bündeln", erklärt Enrico Putzke, der das Projekt an der Professur Fördertechnik koordiniert. Zum einen sollen so interessierte Unternehmen eine übersichtliche Plattform erhalten, um schnell einen passenden Partner für konkrete Forschungsanfragen zu finden. Zum anderen sollen Synergien geschaffen und Wissenslücken gegenseitig gestopft werden - damit am Ende konkrete Produkte entstehen, die den Sprung auf den Markt schaffen können. Ingenieure sind Experten für den Entwicklungs- und Konstruktionsprozess technischer Hilfsmittel für z. B. ältere Menschen. Doch wie müssen diese Produkte optisch gestaltet sein, damit sie von den Anwendern auch akzeptiert werden? Und entsprechen sie wirklich dem aktuellen Wissenstand der Bewegungswissenschaft, oder verleiten sie letztlich zu Körperhaltungen, die für den Anwender sogar gefährlich sind? "Das Feld Demografie ist so weit, dass Wissenschaftler aus vielen Gebieten benötigt werden, damit ein Produkt am Ende wirklich funktioniert und auch den Weg in den Lebensalltag findet", sagt Tobias Mayer. Die Professur Fördertechnik bringt in das Netzwerk beispielsweise Expertise im konstruktiven Bereich ein - von der Hebevorrichtung im Montageprozess bis zur Aufzugstechnik. Mit im Boot ist außerdem die bereits bestehende interfakultäre Arbeitsgruppe "Synergetische Interaktion von Mensch und Technik", in der die Fördertechniker mit Mitarbeitern der Juniorprofessur "Forschungsmethoden und Analyseverfahren der Biomechanik" zusammenarbeiten. Diese Wissenschaftler steuern Know-how aus der Biomechanik und Akzeptanzforschung bei.

Wissenschaftler aller Fakultäten sind eingeladen, sich in das Netzwerk der DEMOGRAFIEfabrik mit ihrem Wissen und ihren Forschungsfragen einzubringen, und dabei vom Know-how der anderen Partner zu profitieren. Die Auftaktveranstaltung findet am Donnerstag, den 27. Juni 2013, von 9 bis 11 Uhr im Rühlmann-Bau an der Reichenhainer Straße 70, Raum D139, statt.

Wenn sich ein TU-weites Netzwerk gespannt hat, wird dieses um Unternehmen sowie Partner an anderen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und kommunalen Einrichtungen erweitert. Anfangs liegt das Hauptaugenmerk dabei auf Sachsen; später ist eine Ausweitung darüber hinaus und eine Vernetzung mit Partnern im ganzen Bundesgebiet geplant. Das Projekt "DieDEMOGRAFIEfabrik" wird vom Freistaat Sachsen von März 2013 bis August 2014 gefördert.

Eine Anmeldung zur Auftaktveranstaltung ist erwünscht unter: http://www.tu-chemnitz.de/mb/FoerdTech/ddf/ddf.php

Weitere Informatione erteilt Enrico Putzke, Telefon 0371 531-37819, E-Mail enrico.putzke@mb.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
18.06.2013

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