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Supercomputing-Standort Chemnitz zeigt Flagge

MEGWARE und TU Chemnitz kämpfen vom 17. bis 19. Juni 2013 international um Titel im Hochleistungsrechnen

Ein Team aus sechs Chemnitzer Studenten wird im Rahmen der "Student Cluster Challenge" auf der International Supercomputing Conference (ISC) Mitte Juni 2013 gemeinsam mit sieben weiteren Teams aus der ganzen Welt in Wettbewerb treten, um aus einem selbstgebauten Supercomputer die größtmögliche Leistung herauszuholen. Technisch unterstützt wird das Team dabei durch den Chemnitzer Supercomputer-Hersteller MEGWARE.

Die ISC Student Cluster Challenge wurde 2012 ins Leben gerufen. Ziel des Wettbewerbs ist es, ein Rechnersystem aus Hard- und Software-Komponenten zusammenzustellen und so zu konfigurieren, dass vorgegebene Problemstellungen so schnell wie möglich gelöst werden. "Einige der Applikationen, wie sie zum Beispiel auch Wissenschaftler in den Bereichen der Biochemie, der Quantenmechanik oder der Wettervorhersage nutzen, sind den Teams bereits im Vorfeld bekannt, andere sind noch geheim und werden erst vor Ort auf der ISC vorgestellt", so Nico Mittenzwey, der bei MEGWARE Anwendungen für Supercomputer optimiert. Es wird also eine Art Real-Time-Challenge inmitten des Messegeschehens. Laut Reglement müssen die Teams dabei beachten, dass der gebaute Supercomputer zu keinem Zeitpunkt mehr als drei Kilowatt Strom verbrauchen darf - dies entspricht ungefähr der Energieaufnahme von drei handelsüblichen Kaffeemaschinen. Es gilt also, das Optimum aus Leistung und Stromverbrauch zu finden.

Insgesamt gehen acht Teams an den Start: Teilnehmer aus Südafrika, China, den USA, Costa Rica, Großbritannien und Deutschland haben sich qualifiziert. Das Chemnitzer Team "TurboTUC" tritt mit sechs Studierenden der Technischen Universität an. Sie sind zwischen 22 und 25 Jahren und studieren Informatik und Naturwissenschaften. Eine gute Grundlage, um die komplexen Aufgaben zu bewältigen.

Stattfinden wird die Student Cluster Challenge im Rahmen der ISC vom 17. bis 19. Juni 2013. Die ISC ist eine der zwei weltweiten Leitmessen im Bereich des Hochleistungsrechnens und macht dieses Jahr zum ersten Mal Station in Leipzig. Die versammelte internationale Supercomputing Community wird den Wettbewerb mit großem Interesse verfolgen.

Das Team der TU Chemnitz wird von der internationalen Fachpresse bereits als "Hometown Favorite" gehandelt. "Die Herausforderung bestand für uns zunächst einmal darin, leistungsfähige Hardware zu beschaffen und dann die richtigen Komponenten zu verwenden", so Teammitglied Sebastian Siegert. "Zudem erfahren wir Teile der Anwendungen erst im Laufe der Messe - dann wird sich zeigen, ob und wie gut wir diese an unseren Supercomputer anpassen können, um das Problem möglichst schnell und energieeffizient zu lösen", ergänzt Henrik Kretzschmar.

Als Partner hat das Team TurboTUC den Supercomputer-Hersteller MEGWARE an seiner Seite. "Wir freuen uns, dass sich an der Chemnitzer Universität ein Team HPC-interessierter Studenten zusammengefunden hat, die sich dem internationalen Wettbewerb stellen werden", sagt Jana Mitschke, Marketingverantwortliche bei MEGWARE. "Die Studenten sind hochmotiviert und haben erste Erfahrungen im parallelen Programmieren und im Design und der Analyse paralleler Anwendungen. Wir unterstützen sie mit hochmoderner, leistungsstarker Hardware und geben technische Hilfestellung, wenn Fragen auftauchen. Einfach wird es aber mit Sicherheit nicht." Einige der Teams sind bereits das zweite Mal dabei und haben schon Erfahrung. In China gab es aufgrund des großen Interesses sogar einen Vorausscheid mit 32 Teams und mit den besten müssen sich die Chemnitzer Studenten nun in Leipzig messen.

Aufseiten der Universität werden die Nähe zum Supercomputing-Hersteller und dessen Engagement geschätzt: "Durch die Zusammenarbeit mit den HPC-Spezialisten der MEGWARE haben wir wettbewerbsfähige Hardware und auch wichtige Hinweise zu den Möglichkeiten der neuesten Supercomputing-Technologien erhalten, die das Chemnitzer Team voranbringen", so Prof. Dr. Wolfgang Rehm von der Professur Rechnerarchitektur. "Die Studenten werden außerdem vom CHiC-Konsortium der TU Chemnitz unterstützt", ergänzt er. "Dem Konsortium gehören etwa 20 Professoren verschiedener Fakultäten und Institute an. Es betreibt den aktuellen Universitätsgroßrechner (CHiC). Der Studentenwettkampf wird im weiten Sinne als eine Art Promoter zur Entwicklung einer geeigneten Rechnerarchitektur für den geplanten Großrechnernachfolger (CHiCnext) angesehen." Junge Studenten werden so bereits vor dem Bachelorabschluss in Praxis‐Projekte eingebunden und können erste Verbindungen zu IT-Unternehmen der Region knüpfen.

Homepage des Wettbewerbs: http://www.hpcadvisorycouncil.com/events/2013/ISC13‐Student‐Cluster‐Competition/index.php

Teamseite "TurboTUC": http://www.tu-chemnitz.de/turbotuc

Weitere Informationen: René Oertel, Telefon 0371 531-37652, E-Mail rene.oertel@cs.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
11.06.2013

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