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  • Lars Ulke-Winter, Colin Gerstenberger, Prof. Dr. Lothar Kroll und Dr. Holger Seidlitz (v.l.) werden - unterstützt durch den "Honda Initiation Grant Europe 2013" - Verbindungstechniken für Metalle und Faser-Kunststoff-Verbunde weiter untersuchen. Die Forschung begleitet thematisch den Chemnitzer Bundesexzellenzcluster MERGE. Foto: Philip Knauth
Uni aktuell Forschung

TU-Forscher erhalten europaweit ausgeschriebenen Preis

Team der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung simuliert das Versagen von Fügestellen

Dr. Holger Seidlitz, Lars Ulke-Winter, Colin Gerstenberger und Prof. Dr. Lothar Kroll von der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung erhielten den Zuschlag für den "Honda Initiation Grant Europe 2013" für ihr Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Fügepunktsimulation. Das Forschungsstipendium des japanischen Automobilherstellers Honda wird seit 14 Jahren für besonders innovative Forschungsideen vergeben. Zunächst nur auf Deutschland beschränkt, erfolgt die Ausschreibung seit fünf Jahren europaweit. Die TU Forscher setzten sich mit ihrem Vorschlag gegen 30 Mitbewerber aus ganz Europa durch und erhielten somit eines von drei mit 30.000 Euro dotierten Stipendien.

Die Auszeichnung erhalten sie für ihr Forschungsvorhaben mit dem Titel "Customized failure analysis of load adjusted joining elements for multimaterial car bodies". Dabei geht es um die Versagenssimulation punktförmiger Fügestellen im Multi-Material-Design. Mit der Idee habe man ein aktuelles und praxisrelevantes Thema aufgegriffen, das bisher häufig zu Problemen bei der Einführung neuer Hybridtechnologien geführt habe, so Sven Leonhardt - Abteilungsleiter "Automobile Functions & Material Technology" der Honda R&D Europe GmbH Deutschland.

Das Projekt steht in enger Verbindung mit dem "Thermomechanischen Ausformfügen" (TAF), einer am Institut für Strukturleichtbau entwickelten Fügetechnik für Multi-Material-Leichtbauanwendungen aus Metall und faserverstärkten Thermoplasten. Das bereits mit dem AVK-Innovationspreis ausgezeichnete, patentierte Verfahren lässt die kraftflussgerechte Verbindung der artfremden Werkstoffe zu, indem Strukturschwächungen an den Lasteinleitungsbereichen durch Faserumlenkung weitgehend vermieden werden. Zusätzlich werden durch das ressourcenschonende und kosteneffiziente Verfahren zeitaufwändige Vorbehandlungsschritte, Vorlochoperationen und Zusatzgewichte durch Hilfsfügeelemente eingespart. Möglich wird dies durch die gezielte Kombination der Wirkprinzipien des Fließlochformens von Metallen und dem thermomechanischen Bohren von Thermoplast-Faserverbunden.

(Autor: Colin Gerstenberger)

Katharina Thehos
06.06.2013

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