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Ergebnisse der ersten Förderphase im Überblick

Wissenschaftler des Kompetenznetzwerks Nanosystemintegration präsentieren am 6. November 2012 Forschungsergebnisse an der TU Chemnitz - Projekt startet am 1. November in die zweite Förderphase

Nach drei Jahren intensiver Forschung im Kompetenznetzwerk Nanosystemintegration - Nanett - stellen die Wissenschaftler auf dem diesjährigen Statusseminar am 6. November die Ergebnisse der ersten Förderphase vor. Die Partner aus Industrie und Wissenschaft erhalten einen Überblick über den gesamten aktuellen Forschungsstand des Projektes sowie einen Ausblick auf die Ziele in der zweiten Förderphase, die am 1. November startet. Die Projektleiter der drei Leitprojekte Prof. Dr. Manfred Albrecht von der TU Chemnitz, Dr. Steffen Kurth und Prof. Dr. Thomas Otto, beide vom Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS, werden die aktuellen Forschungsergebnisse präsentieren. Neben den Überblicksvorträgen werden aus jedem der drei Leitprojekte zwei spezielle Themen ausgewählter Netzwerkpartner vorgestellt. Als Höhepunkt wird ein Demonstrator präsentiert, der die Ergebnisse zu energieeffizienten Sensornetzwerken zeigt. Darüber hinaus bietet eine Posterausstellung die Möglichkeit, sich detailliert über die Forschungsergebnisse zu informieren und sich mit den beteiligten Nachwuchswissenschaftlern auszutauschen.

Im Kompetenznetzwerk Nanett arbeiten unter Leitung der TU Chemnitz und des Fraunhofer ENAS neun Forschungseinrichtungen in Ostdeutschland, darunter drei Fraunhofer-Institute, drei Leibniz-Institute, ein Helmholtz Zentrum und zwei Hochschulen, an drei Themenstellungen mit Bezug zu Nanotechnologien: Neue Prozesse und Technologien, Mikro-Nano-Integration sowie Nanomaterialien.

Geforscht wird im ersten Themenfeld an Grundlagen für dehnbare GMR-Sensoren (Giant Magneto Resistance) sowie an Entwicklungen für die Atomlagenabscheidung, die Laserstrukturierung und die Charakterisierung von magnetischen Schichtstapeln für hochgenaue Magnetfeldsensoren. Um zukünftige Sensornetzwerke mit autonomen Sensorknoten zu betreiben, werden im zweiten Themenfeld neue Softwarekonzepte, Kommunikationsstrategien und Technologien erarbeitet, um deren Energieeffizienz zu erhöhen. Dazu gehört die Entwicklung eines Wake-up-Receivers, der den Energiebedarf drastisch reduziert, wenn keine Daten übertragen werden. Methoden des Energy Harvestings und des Energiemanagements, um Energie aus der Umwelt zu gewinnen und effizient zu nutzen, werden ebenfalls in diesem Rahmen untersucht. Im dritten Themenfeld stehen Materialien im Blickpunkt, deren Eigenschaften durch das Einbringen von Nanostrukturen geändert werden können, um sensorische oder aktorische Funktionen zu erfüllen. Dazu zählen Quantum-Dot-Nanokomposite, deren Fluoreszenzverhalten durch Ladungen gesteuert werden kann, piezoelektrische Polymere, die Ereignisse detektieren können, und Schichten, deren elektrischer Widerstand durch das Einbringen von Kohlenstoffnanoröhren definiert wird. Der Vorteil solcher Materialien ist, dass sie kostengünstig in beliebige Bauteile, beispielsweise im Strukturleichtbau, integriert werden können, um unzulässige Belastungen aufzuspüren.

Das Kompetenznetzwerk für Nanosystemintegration - Nanett - ist eine der erfolgreichen Initiativen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Programms "Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern".

Weitere Informationen erteilen Prof. Dr. Thomas Geßner, TU Chemnitz, Zentrum für Mikrotechnologien, Telefon 0371 531-33130, E-Mail thomas.gessner@zfm.tu-chemnitz.de und Dr. Danny Reuter, TU Chemnitz, Zentrum für Mikrotechnologien, Telefon 0371 531-35041, E-Mail danny.reuter@zfm.tu-chemnitz.de

Informationen zum Kompetenznetzwerk Nanosystemintegration: http://www.nanett.org
Informationen zum Programm "Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern": http://www.unternehmen-region.de

(Autor: Dr. Danny Reuter)

Katharina Thehos
29.10.2012

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