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Campuskolleg an der TU Chemnitz
Vortragsreihe
Campuskolleg an der TU Chemnitz 

Vortragsreihe Sommersemester 2026

Die Vorträge des Campuskollegs finden im Vortragszeitraum immer freitags, in der Zeit von 13:45 Uhr bis 15:15 Uhr, im Hörsaalgebäude an der Reichenhainer Str. 90 im Hörsaal C10.115 (alte Bezeichnung N115) statt.

Neben der Anmeldung für das gesamte Semester können auch Tageskarten (10 EUR pro Veranstaltung pro Person) am Tag des Vortrages selbst vor Ort erworben werden.


Vortragsprogramm im Sommersemester

 

Wasserstoff als Kohle der Zukunft

Prof. Dr. Thomas von Unwerth – TU Chemnitz
Freitag, 10.04.2026 | 13.45 Uhr - 15.15 Uhr

Inhaltsangabe folgt.

 

Organspende - ja oder nein? Was muss ich wissen für meine Entscheidung?

Dr. Gunnar Richter & Isabell Büttner – Klinikum Chemnitz
Freitag, 17.04.2026 | 13.45 Uhr - 15.15 Uhr

Zum Thema Organspende gibt es viel Unwissenheit, Unsicherheit und Fehlinformationen. Aber alle sind dazu aufgerufen, eine ganz persönliche Entscheidung zu treffen: Organspende - ja oder nein? Diese Veranstaltung informiert über Voraussetzungen und Abläufe zum Thema Organspende. Unter anderem werden folgende Inhalte besprochen:

  • Gesetzliche Grundlagen der Organspende
  • Hirntod: Was bedeutet das genau und wie wird der Hirntod festgestellt?
  • Wer entscheidet über Zustimmung oder Ablehnung einer Organspende?
  • Wer macht was auf dem Weg zu einer Organspende?
  • Sind Alter und Vorerkrankungen bei der Organspende wichtig?

Im Anschluss an den Vortrag wird für die Beantwortung Ihrer Fragen zur Organspende Zeit sein.

 

CircEcon – grüne Kreislaufwirtschaft: Strukturwandel in der Lausitz

Matthias Klärner und Steve Sockol – TU Chemnitz
Freitag, 24.04.2026 | 13.45 Uhr - 15.15 Uhr

Im Vortrag geht es um den CircEcon-Campus in der sächsischen Lausitz, ein neues Forschungszentrum für zukunftsweisende Technologien der Kreislaufwirtschaft, welches von der TU Chemnitz, der TU Dresden, der TU Bergakademie Freiberg sowie der Hochschule Zittau/Görlitz betrieben wird. Gezeigt wird, welche Herausforderungen bei der Transformation zur nachhaltigen Kreislaufwirtschaft entstehen und wie diese mithilfe innovativer Pilotanlagen, Labore und Demonstrationssysteme gelöst werden sollen. Es wird Einblicke in zukunftsträchtige Forschungsfelder der TU Chemnitz, die Gebäude- und Zeitplanung sowie zu aktiven und geplanten Forschungsaktivitäten geben. Ziel ist es, Unternehmen einzubinden, nachhaltige Strukturen aufzubauen und die Region durch neue Arbeits- und Ausbildungsplätze nachhaltig zu stärken.

 

Zur Verbindlichkeit des Völkerrechts in Zeiten geopolitischer Umbrüche

Prof. Dr. Dominik Steiger – TU Dresden
Freitag, 08.05.2026 | 13.45 Uhr - 15.15 Uhr

Inhaltsangabe folgt.
 

TERRA MINERALIA – eine Entdeckungsreise in die Welt der Mineralien

Prof. Dr. Friedrich Naumann – TU Chemnitz
Freitag, 22.05.2026 | 13.45 Uhr - 15.15 Uhr

Das Schloss Freudenstein in Freiberg beherbergt seit 2008 die schönste Mineralienschau der Welt. Zu verdanken ist diese der Leidenschaft der Schweizerin Dr. Erika Pohl-Ströher, die mit ca. 80.000 Stufen eine der größten privaten Mineraliensammlungen der Welt zusammentrug. Auf der Basis einer 2004 eigens gegründeten Stiftung wurde die Sammlung dauerhaft der TU Bergakademie überlassen und dient seither nicht nur der Forschung und Lehre, sondern präsentiert sich als Dauerausstellung TERRA MINERALIA mit 3.500 Mineralien der internationalen Öffentlichkeit.

Der Vortrag führt Sie ein in die Geschichte des Schlosses Freudenstein, vor allem aber in die Geheimnisse der zauberhaften Welt der Mineralien und heißt Sie in der TERRA MINERALIA herzlich willkommen.

 

Zur Geschichte der Mathematik – Einmal ums Mittelmeer

Prof. Dr. Horst Martini – TU Chemnitz
Freitag, 29.05.2026 | 13.45 Uhr - 15.15 Uhr

Die Grundlegung der Mathematik als exakte Wissenschaft (gestützt auf Axiome, Sätze, deren Beweise und exakte Definitionen) geht auf die alten Griechen zurück, die etwa vom 7. Jahrhundert v.u.Z. an bis in die hellenistische und ptolemäische Zeit vor allem durch eine Blüte der Geometrie entwickelt wurde. Erweiterungen und spätere wichtige Fortschritte der Mathematik wurden vor allem im arabischen Kulturraum und erst danach im christlichen Abendland erzielt. Einhergehend mit historischen, geographischen und völkerkundlichen Hintergründen sollen wichtige Fakten zu diesem Themenkreis zusammengetragen werden, um damit auch wesentliche Züge der Mathematik selbst zu beschreiben.

 

Ich denke, also bin ich (schlauer geworden)? Wie geistige Fähigkeiten ein Leben lang gefördert werden können.

Dr. Laura Weyh – TU Chemnitz
Freitag, 05.06.2026 | 13.45 Uhr - 15.15 Uhr

Kaum etwas beeinflusst den Werdegang eines Menschen mehr, als dessen vielseitige geistige Fähigkeiten. So konnte psychologische Forschung umfangreich zeigen, dass geistige Fähigkeiten Schullaufbahn, Schulerfolg sowie Berufswahl und Berufserfolg eines Menschen beeinflussen, aber beispielsweise auch dessen sozioökonomischen Status oder Lebenserwartung.

Insbesondere für ein gesundes Altern ist es also enorm wichtig, geistige Fähigkeiten kontinuierlich zu trainieren und deren Abbau frühzeitig entgegenzuwirken. Doch wie genau kann das funktionieren und welche wissenschaftliche Befunde gibt es dazu?

Im Vortrag beleuchtet Laura Weyh (Mitarbeiterin an der Professur Pädagogische und Entwicklungspsychologie sowie Allgemeine und Biopsychologie der TU Chemnitz) geistige Fähigkeiten genauer und stellt Förderansätze sowie spezifische Trainingsprogramme für geistige Fähigkeiten vor.

 

Gut geregelt: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Erbschaft – ein notarieller Leitfaden

Mathias Löhnert – Notar
Freitag, 12.06.2026 | 13.45 Uhr - 15.15 Uhr

Vorsorge schafft Sicherheit – für Sie und Ihre Familie.

Wer regelt Ihre Angelegenheiten, wenn Sie es einmal nicht mehr selbst können? Wie stellen Sie sicher, dass Ihr Wille respektiert wird – bei medizinischen Entscheidungen und im Erbfall?

Im Vortrag erhalten Sie Informationen über wichtige Vorsorgeregelungen. Ein erfahrener Notar erklärt, worauf es ankommt, welche Entscheidungen sinnvoll sind und wie Sie rechtzeitig Klarheit und Sicherheit für sich und Ihre Angehörigen schaffen können.

Ein informativer Vortrag für alle, die selbstbestimmt vorsorgen und ihre Familie entlasten möchten.“

 

Mundgesundheit im Alter

Dr. Jörg Naumann – Zahnarzt
Freitag, 19.06.2026 | 13.45 Uhr - 15.15 Uhr

Dank moderner Zahnmedizin und guter Vorsorge bleiben uns die eigenen Zähne heute bis ins hohe Alter erhalten. Das ist ein großer Gewinn an Lebensqualität, bringt aber neue Herausforderungen mit sich: Zahnzwischenräume werden größer, das Zahnfleisch geht zurück und oft erschweren Medikamente durch Mundtrockenheit den natürlichen Schutz der Zähne. Zudem lässt mit den Jahren oft die Feinmotorik nach, was die tägliche Pflege erschwert.

In diesem Vortrag erfahren Sie: Was verändert sich ab 60 in der Mundhöhle? Wie reinigt man Zähne und Zahnersatz effizient und altersgerecht? Welchen Einfluss haben Ernährung und Medikamente? Was hilft bei Mundtrockenheit? Welche besonderen Situationen ergeben sich in der Pflege? Und vieles mehr …

 

Gedächtnisstörungen im Alter – Chancen und Herausforderungen

Dr. Mirko Wegscheider – Oberarzt für Neurologie am Klinikum Chemnitz
Freitag, 26.06.2026 | 13.45 Uhr - 15.15 Uhr

Die prognostizierte Zahl der Demenzerkrankten in Deutschland steigt in den kommenden Jahren deutlich an, was die bisherige medizinische Versorgungsstruktur in Hinblick auf ethische und gesundheitsökonomische Aspekte vor enorme Herausforderungen stellen wird.

Neue medikamentöse Therapieverfahren stellen dabei eine Zeitenwende in der Demenzforschung dar, werfen aber auch Fragen des Kosten-Nutzen-Prinzips auf.
 
Dieser Vortrag gibt einen Überblick über die aktuellen Therapiemöglichkeiten bei Demenzerkrankungen und zeigt präventive Optionen auf.
Es sollen zudem Perspektiven eröffnet werden, was jeder Mensch für seine Hirngesundheit tun kann.
 
Ziel ist ein offener Diskurs dieser herausfordernden Fragen, die uns als Gesellschaft betreffen und für die wir gemeinsam generationsübergreifend Antworten finden müssen.

 

Als Chemnitz eine Stadt der Gießereien war

Günter Schaefer – Förderverein Industriemuseum Chemnitz
Freitag, 03.07.2026 | 13.45 Uhr - 15.15 Uhr

Gegossene Bauteile aus Eisen- und Nichteisenwerkstoffen waren für den sich entwickelnden Chemnitzer Maschinenbau im 19. und 20. Jahrhundert eine unbedingte Voraussetzung. Zahllose große bis kleinste Gießereien gaben deshalb Chemnitz ihr Gepräge. Der Bau von Dampfmaschinen wäre z. B. ohne Gießereien nicht möglich gewesen.

Die Technologie Gießen beschränkt sich aber nicht nur auf die pragmatische Herstellung von Maschinenbauteilen: So machen gegossene Plastiken im Chemnitzer Zentrum auf die Fähigkeiten von Gießereien aufmerksam. Und selbst im Glockenspiel des neuen Rathauses oder auf Friedhöfen sind Gießereiobjekte zu entdecken.

Die hohe Zeit der Gießereien in Chemnitz ist vorbei. Nur noch zwei Betriebe halten die Fahne der Eisen- und Nichteisengießer hoch.

 

Chemnitz – Pompeji des Perms

Prof. Dr. Ronny Rößler – Museum für Naturkunde Chemnitz
Freitag, 10.07.2026 | 13.45 Uhr - 15.15 Uhr

Der Vortrag widmet sich dem Versteinerten Wald von Chemnitz, einer rund 291 Millionen Jahre alten Fossillagerstätte, die ein außergewöhnlich gut erhaltenes Ökosystem des Perms dokumentiert. Es wird aufgezeigt, welche Erkenntnisse sich aus den Funden über frühere Lebensräume sowie über Klima- und Umweltveränderungen – insbesondere den Übergang zu einem wärmeren Treibhausklima – gewinnen lassen. Anhand der Grabungen in Chemnitz-Hilbersdorf werden bedeutende Entdeckungen vorgestellt, darunter aufrecht stehende versteinerte Bäume sowie zahlreiche Pflanzen- und Tierfossilien wie Amphibien, Gliederfüßer und frühe Landwirbeltiere.

Ein besonderer Fokus liegt auf der außergewöhnlich detailreichen Erhaltung, die es ermöglicht, sogar Zellstrukturen und ökologische Zusammenhänge zu rekonstruieren. Darüber hinaus wird erläutert, wie moderne Forschungsmethoden, etwa die Dendrochronologie, eingesetzt werden, um Wachstumszyklen und Umweltbedingungen über mehrere Jahrzehnte hinweg nachzuvollziehen.

 

Zwischen Beton und Biodiversität: Naturschutz in der Stadt Chemnitz

Jens Börner – Leiter der Unteren Naturschutzbehörde Chemnitz
Freitag, 17.07.2026 | 13.45 Uhr - 15.15 Uhr

Schutzgebiete, Biotope, Kompensationsflächen und Artenschutz stehen in Großstädten grundsätzlich im Spannungsfeld von Flächendruck und vielfältigen Nutzungsinteressen. Der Vortrag beleuchtet die Aufgaben aus dem Bundesnaturschutzgesetz als zentrale Handlungsfelder für den Naturschutz in der Großstadt. Naturschutz bewegt sich zwischen konservierenden und wertschöpfenden Funktionen, was anhand von Beispielen aus über 30 Jahren kommunaler Naturschutzpraxis dargestellt wird.

Im Fokus stehen der Erhalt und die Entwicklung urbaner Biodiversität, insbesondere durch die Sicherung, Vernetzung und qualitative Aufwertung von Schutzgebieten, Biotopen und dem Artenschutz.  

Abschließend werden Handlungsspielräume für ein persönliches, ehrenamtliches Engagement aufgezeigt.

 

In unserem Vortragsarchiv finden Sie eine Übersicht aller Vortragsthemen der letzten Jahre.

 

- Stand vom 19.03.2026, Änderungen vorbehalten -

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