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Trotz anfänglicher Zweifel hat TU-Absolventin Felicitas Krupka mit ihrem Studium der Technikkommunikation alles richtig gemacht, denn der berufliche Erfolg ist ihr so gut wie sicher

  • TU-Absolventin Felicitas Krupka schreibt bei der KEMAS GmbH Betriebsanleitungen für intelligente Depotsysteme. Die Nutzer können sich an diesen Systemen mit einem RFID-Ausweis identifizieren. Foto: privat

Studierenden der Technikkommunikation wird einiges abverlangt. Da es bei dem Bachelorstudiengang der TU Chemnitz hauptsächlich um die Kommunikation über Technik und Technikgebrauch geht, müssen sich die Studenten auf zwei sehr unterschiedlichen Seiten als kompetent erweisen. Schließlich wird ihnen im Rahmen des dreijährigen Studiums nicht nur technisches Fachwissen, sondern auch dessen Vermittlung durch kommunikative Fähigkeiten gelehrt.

Gerade diese Kombination aus ingenieurwissenschaftlichem Grundlagenwissen und Angewandter Sprachwissenschaft hat zunächst auch Felicitas Krupka zweifeln lassen, ob ihre Studienwahl tatsächlich der richtige Weg in Richtung Zukunft ist. "Eigentlich wollte ich Medienkommunikation studieren und habe dann von der Studienberatung den Tipp zum Studienangebot Technikkommunikation bekommen. Da ich aber in Mathe nie wirklich gut war, hatte ich anfänglich schon ein bisschen Angst, dass ich das alles nicht schaffe", gesteht die 23-Jährige, die vom Wintersemester 2008/2009 bis zum Wintersemester 2010/2011 an der TU Chemnitz immatrikuliert war, und fügt hinzu: "Im Nachhinein war es dann aber eigentlich gar nicht so schwer."

Auch aus beruflicher Sicht war die Entscheidung der Chemnitzerin für das Technikkommunikations-Studium offensichtlich richtig. Denn als Krupka 2010 im Rahmen ihres Bachelorstudiums ein neunwöchiges Betriebspraktikum absolvieren sollte, gewährte ihr das Chemnitzer Unternehmen KEMAS GmbH ohne große Schwierigkeiten einen Einblick in den Berufsalltag der Technikkommunikation und bot der Studentin im Anschluss sogar noch eine Stelle im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung an. Auch bei ihrer Bachelorarbeit zum Thema "Konzeption und Realisierungsvorschlag einer Terminologiedatenbank" stand KEMAS Krupka als Praxispartner zur Seite. "Meine Aufgabe war es, eine auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnittende Terminologiedatenbank zu entwickeln, in der die korrekten Benennungen der verschiedenen Produkte erfasst werden. Dazu gehört zum Beispiel auch eine kurze Definition, der Kontext in dem das Produkt eingesetzt wird sowie die Software- und Hardwarebenennung. Wichtig ist eine solche einheitliche Benennung schließlich nicht nur für die Kommunikation im Betrieb, sondern auch gegenüber den Kunden", erklärt Krupka den Hintergrund ihrer akademischen Abschlussarbeit.

Dass die Bachelorarbeit offensichtlich ein Erfolg war, beweist Krupkas Festanstellung bei KEMAS seit Februar 2012. "Ich schreibe Betriebsanleitungen für die intelligenten Depotsysteme, die KEMAS entwickelt. Da muss ein großer Teil der Software für den Anwender dokumentiert werden. Außerdem und werde ich oft von meinen Kollegen in der Abteilung gebeten, Texte Korrektur zu lesen", so Krupka. Das Anfertigen von Betriebsanleitungen findet die TU-Absolventin dabei alles andere als langweilig: "Gerade die Herausforderung, das Fachchinesisch der Techniker auf ein einfacheres Niveau herunter zu brechen, finde ich so spannend an meinem Beruf."

Obwohl sie sich bei KEMAS sehr wohl fühlt, wagt Krupka im kommenden Semester einen Neuanfang. Für ein Masterstudium im Bereich der Technikkommunikation wird die Chemnitzerin ihrer Heimatstadt den Rücken kehren. "In Chemnitz könnte ich als Master die Studiengänge Informatik für Geisteswissenschaftler oder Germanistik belegen. Einen Masterstudiengang für die Technikkommunikation gibt es leider nicht. Daher gehe ich wahrscheinlich entweder nach Karlsruhe oder Merseburg", begründet Krupka ihre Entscheidung und bedauert außerdem, dass ab dem kommenden Semester Einschreibungen für den Bachelorstudiengang Technikkommunikation der TU Chemnitz nur noch in höhere Fachsemester möglich sind. Im Anschluss an ihren Master könnte sich Krupka aber durchaus vorstellen in die sächsische Heimat zurückzukehren: "Ich bin ein totaler Familienmensch und denke schon, dass ich vielleicht zurückkomme, aber so ganz möchte ich mich da noch nicht festlegen. Das ist eben gerade das Gute an meinem Berufsfeld: Man kann selbst entscheiden, wohin man gehen möchte, da es einfach so viele freie Stellen gibt."

(Autorin: Ina Huke)

Katharina Thehos
23.05.2012

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