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Der einzige Luxemburger

TU-Student Jeff Kremer kehrte seiner luxemburgischen Heimat den Rücken und sieht in Chemnitz die Chance, als Profitrainer im Basketball durchzustarten

  • "Für mich ist immer da zu Hause, wo es Basketball gibt": Der Luxemburger Jeff Kremer legt auch mit seinem Studium an der TU Chemnitz den Grundstein für eine mögliche Karriere als Profitrainer. Sein neues sportliches Zuhause hat er in der Sporthalle am Schloßteich gefunden. Foto: Andreas Seidel

Einzigartig - so muss sich Jeff Kremer zurzeit fühlen, wenn er auf dem Uni-Campus der TU unterwegs ist. Schließlich gibt es gerade keinen weiteren Studenten aus Luxemburg, der an der Chemnitzer Universität immatrikuliert ist. Einsam fühlt sich der Student im ersten Semester des Bachelorstudienganges Präventions-, Rehabilitations- und Fitnesssport in Chemnitz dennoch nicht. "Die Akzeptanz meiner Kommilitonen ist auf jeden Fall da", beteuert Kremer und fügt an: "Obwohl ich natürlich nicht mehr auf jede Campus-Party mitgehe. Für mich gibt es mittlerweile wichtigere Sachen, zum Beispiel Basketball."

So zog es Kremer ursprünglich auch nicht zum Studieren nach Deutschland, sondern vielmehr aufgrund seiner großen Leidenschaft - dem Basketball. "Ich sollte Regionalliga-Trainer bei den ChemCats werden. Leider war dann das Team nicht vollständig. Deshalb koordiniere ich nun den Bereich der Sechs- bis Achtjährigen und bin Co-Trainer der mitteldeutschen Auswahl des Jahrgangs 1999", berichtet Kremer, dessen größtes Ziel es ist, als Profitrainer in der Branche Fuß zu fassen. "Für meine Karriere ist der Job in Chemnitz einfach eine Riesenchance", freut sich der Luxemburger und beteuert in dem Zusammenhang auch ausdrücklich den Mehrwert seines Studiums an der TU Chemnitz. "Mir gefallen vor allem die vielen biologischen Bezüge im Studium, also dass man zum Beispiel lernt, wie ein Muskel aufgebaut ist", erklärt Kremer und merkt an: "Auch Kenntnisse über Prävention und Rehabilitation sind was das Basketballtraining betrifft extrem wichtig, damit sich die Kinder beim Spielen nicht verletzen oder ich weiß, wie ich die Kinder nach Verletzungen wieder optimal in den Sport eingliedern kann." Bereits der außergewöhnliche Titel des Studienganges hatte Kremer von Beginn an beeindruckt: "Etwas Vergleichbares habe ich noch nie gehört und da ich bisher in Luxemburg auch nicht studiert habe, ist es schön, nun vom Studentenleben etwas mitzubekommen."

Mittlerweile hat sich der 33-Jährige auch in seiner neuen Heimat eingelebt. "Das ist bei mir auch nicht schwierig. Für mich ist immer da zu Hause, wo es Basketball gibt", so Kremer. Wirklich große Unterschiede in der deutschen und luxemburgischen Lebensweise konnte Kremer dabei bisher nicht feststellen: "Die Sprache ist natürlich etwas anders und auch die Lebenshaltungskosten sind viel geringer als in Luxemburg. Sonst ist Chemnitz meiner Heimatstadt sogar ziemlich ähnlich. Auch hier kann ich eigentlich alles Wichtige zu Fuß erreichen". Obwohl der Fußmarsch von seiner Wohnung zur Uni nur eine halbe Stunde beträgt, wird Kremer im kommenden Semester wahrscheinlich öfter einmal auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreifen müssen - allein schon um Zeit zu sparen. "Noch lässt sich das Studium und meine Trainerlaufbahn gut miteinander vereinbaren. Vielleicht sieht das nächstes Semester aber schon anders aus", gibt der leidenschaftliche Basketballer zu bedenken. Sorgen macht sich Kremer dabei nicht nur wegen eines zu umfangreichen Stundenplans. Vielmehr plagt den Luxemburger eine hinderliche Knieverletzung.

(Autorin: Ina Huke)

Katharina Thehos
06.02.2012

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