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Die Zukunft im Bauwesen hat bereits begonnen

Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung lädt zu einer öffentlichen Vortragsreihe ein - Startveranstaltung am 18. November 2011 zum Thema "Formfindung - Form folgt Material"

  • Eine besondere architektonische Form: Prof. Dr. Frei Otto, der das an die Landschaft angepasste Münchner Olympiastadion mitentworfen hat, gehört zu den Rednern bei der öffentlichen Veranstaltung. Foto: Olympiapark/Heinz Gebhardt

Die Wissenschaftler der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung der TU Chemnitz entwickeln in verschiedenen Forschungsprojekten faserverstärkte Leichtbautragstrukturen sowie Hybridstrukturen. Beispielsweise initiierten sie das von der SAB geförderte Verbundforschungsprojekt "Neue leichtbaugerechte Strukturkomponenten und Verarbeitungstechnologien für Anwendungen in Tragwerken" mit Unterstützung der Stadt Chemnitz. Im Rahmen dieses Projektes veranstaltet die Professur unter der Leitung von Prof. Dr. Lothar Kroll eine dreiteilige öffentliche Vortragsreihe. Die erste Veranstaltung mit dem Titel "Formfindung - Form folgt Material" findet am 18. November 2011 von 9 bis 12 Uhr im Hörsaalgebäude der TU Chemnitz, Reichenhainer Straße 90, Raum N115 statt.

Einer der Referenten ist der gebürtige Chemnitzer Prof. Frei Otto, der zu den wichtigsten Vertretern der organischen Architektur zählt - von ihm stammt unter anderem das Dach des Münchner Olympiastadions. Gemeinsam mit Prof. Reinhard Erfurth von der Unternehmensgruppe Erfurth + Partner spricht er über das Thema "Architektur - für was?". Die beiden Architekten formulieren in ihrer Vortragsankündigung: "Die Architektur der Zukunft ist mobil, sie ist beweglich, sie muss beweglich sein, da jede Stabilität die Veränderungen, die notwendig sind, wenn es eine Zukunft geben soll, behindert. Der Baustoff darf mit seinen Merkmalen dabei keine Einengung der Formen zulassen. Wir benötigen Formfreiheit der Baustoffe. Formen ergeben sich aus dem Material und der Technik sowie der Technologie. Die dafür gegebenen Möglichkeiten in unserer Region bieten beste Voraussetzungen, einen wesentlichen Beitrag zur Zukunft des Bauens - zur Baukunst - zu leisten."

Auch ein Schüler von Prof. Otto beteiligt sich an der öffentlichen Veranstaltung: Dr. Bodo Rasch, der in der Nähe von Stuttgart ein Architekturbüro leitet, stellt Arbeiten aus seinem Fundus von Leichtbau-Strukturen vor. Außerdem hält unter anderem Prof. Göran Pohl von der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes einen Vortrag zum Thema "Bionik in der Architektur: Forschungspavillon - Cocoon_FS". Dr. Sandra Gelbrich, Leiterin der Fachgruppe "Leichtbau im Bauwesen" an der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung, stellt das Projekt "Neue leichtbaugerechte Strukturkomponenten und Verarbeitungstechnologien für Anwendungen in Tragwerken" vor. "Intension des Projektes ist die Verknüpfung von Denkweisen aus dem Maschinenbau mit denen des Bauwesens, um daraus leichtbaugerechte Materialverbunde und -strukturen sowie Technologien für neue Anwendungen entstehen zu lassen", erklärt Gelbrich und ergänzt: "Damit soll die Basis für die Anwendung leichtbaugerechter Strukturkomponenten in innovativen Tragwerken geschaffen werden. Durch die zielgerichtete Kombination von neuartigen, kosten- und energieeffizienten Leichtbautechnologien und fortschrittlichen Funktionsbauweisen wird die Entwicklung von flexibel gestalteten Tragsegmenten in Verbundbauweise für neue Generationen von Tragwerken angestrebt." Im Fokus stehen dabei die Themen "Überwindung - Die begehbare Stadt" (Brücken) und "Mobile Strukturen - Wachsen und Schrumpfen von Städten" (Klimahüllen). Beispielsweise sollen "bionische Strukturen" nach dem Vorbild der Natur generiert und fertigungstechnisch umgesetzt werden.

Weitere Informationen erteilt Dr. Sandra Gelbrich, Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung, Telefon 0371 531-32192, E-Mail sandra.gelbrich@mb.tu-chemnitz.de.

Katharina Thehos
14.11.2011

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