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Den "einfachsten Motor der Welt" gab es in der Überraschungstüte

Besucherrekord an der Kinder-Uni der TU Chemnitz: 700 Kinder wollten mit ihren Eltern und Großeltern am 16. Januar 2011 wissen, wie Strom in die Steckdose kommt - Elektrischer Wind sorgte für Spannung

  • Physiker mit Leib und Seele: Dr. Gunter Beddies und Dr. Gottfried Hempel (v.l.) zeigten den Juniorstudenten spannende Versuche. Foto: Mario Steinebach
  • Auf die Frage, wie der Strom in die Steckdose kommt, gibt es eine einfache Antwort ... Foto: Mario Steinebach
  • Michelle von Lienen standen bei diesem Experiment die Haare tatsächlich zu Berge. Foto: Mario Steinebach
  • Dr. Gottfried Hempel zeigte, wie man mit "elektrischem Wind" das Licht einer Kerze beeinflussen kann. Foto: Mario Steinebach
  • "Happy Birthday" zum 6.: Jennifer Pilath verlegte den Beginn ihrer Geburtstagsparty in den Hörsaal und verfolgte aufmerksam die Experimente. Foto: Mario Steinebach
  • Bitte nicht nachmachen: Dr. Gunter Beddies demonstriert, wie Physiker im Labor eine Bockwurst "grillen". Foto: Mario Steinebach
  • Mehrere spannungsgeladene Versuche übertrugen die Physiker per Konferenzschaltung aus einem entfernten Hörsaal auf die beiden Leinwände im "Auditorium maximum". Hier zeigt Dr. Gottfried Hempel, in welche Richtung der Strom fließt. Foto: Mario Steinebach
  • Das Auto der Zukunft wird mit Licht angetrieben, meint Dr. Gunter Beddies. Foto: Mario Steinebach
  • Besucherrekord: 700 Kinder besuchten gemeinsam mit ihren Eltern und Großeltern die Physikvorlesung. Foto: Mario Steinebach
  • "Star Wars" im Hörsaal: Nun wissen die Kinder, wie vermutlich die "Laserschwerter" der Sternenkrieger funktionieren. Man nehme wie Dr. Gottfried Hempel Leuchtstoffröhren und fange damit Ladungsteilchen, die durch die Luft fliegen, auf - oder? Foto: Mario Steinebach
  • Am Ende der Vorlesung erhielt jeder Juniorstudent eine der 700 Überraschunstüten, in die zuvor die Helfer der Kinder-Uni ein Bastelset für einen einfachen Elektromotor verpackt hatten. Foto: Mario Steinebach

Es herrschte Hochspannung im größten Hörsaal der Chemnitzer Uni. 700 Kinder wollten wissen, wie der Strom in die Steckdose gelangt. Ihre Eltern und Großeltern verfolgten die Vorlesung der Kinder-Uni per Liveschaltung im Nachbarhörsaal oder auf den Treppen neben den Hörsaalbänken. Dr. Gunter Beddies und Dr. Gottfried Hempel vom "Wunderland Physik" der Technischen Universität Chemnitz gaben auf die Frage eine einfache Antwort: "Natürlich von hinten! Über Kabel." Aber damit gaben sich die Juniorstudenten nicht zufrieden und wollten mehr über den Strom erfahren. Angesichts der mehr als 30 Versuche, die Stunden vorher im Hörsaal aufgebaut wurden, war natürlich auch mehr zu erwarten.

Was folgte, war eine einzigartige Experimentiershow. Die beiden Physiker der TU zeigten, wie man Blitze erzeugen kann. Sie grillten eine Bockwurst von innen heraus mit Strom, ließen eine Gurke erglühen und zeigten, wie man Ladungsteilchen mit "Löffeln" transportieren kann. Mit Hilfe des "elektrischen Windes" konnten sie sogar eine Kerze beinahe auspusten. Sie demonstrierten zudem, wie man mit Licht das "Auto der Zukunft" antreiben und mit Wind oder Wasser Strom erzeugen kann. Viele Kinder staunten, dass selbst Äpfel oder Zitronen als Stromquelle dienen können.

Viel Beifall erhielt Michelle von Lienen aus Chemnitz. Die zwölfjährige Schülerin stellte sich für einen Versuch zur Verfügung, bei dem deutlich wurde, was es heißt, wenn einem buchstäblich die Haare zu Berge stehen. Die langen blonden Haare von Michelle wurden mit Hilfe des so genannten Van-de-Graff-Generators statisch aufgeladen. Da die Haare alle dieselbe Ladung trugen, haben sie sich daher abgestoßen und standen plötzlich in alle Himmelsrichtungen.

Und auch einen Exkurs in die Welt des Magnetismus unternahmen die Physiker. In einem entfernten Hörsaal ließ Dr. Hempel mit Strom eine Magnetnadel beeinflussen, die Bilder erschienen per Videokonferenzschaltung auf den Großleinwänden in den Hörsälen. Außerdem zeigten die Physiker, wie man mit drei Elektromagneten und einer Blechdose einen simplen Motor bauen kann. Und damit die Juniorstudenten auch zu Hause das Gelernte vertiefen können, erhielten sie eine Überraschungstüte mit Bastelanleitung für den angeblich "einfachsten Motor der Welt". Weitere der gezeigten Versuche dürfen die Kinder jedoch nicht zu Hause nachmachen. Darauf haben die Referenten mehrfach hingewiesen. Denn Strom ist auch sehr gefährlich.

Für zwei Kinder war die Experimentiervorlesung, die das Wintersemester der Kinder-Uni beendete, ein unvergessliches Erlebnis. Jennifer Pilath und Killian Kober aus Chemnitz, die ihren sechsten bzw. elften Geburtstag feierten, hatten den Start ihrer Party einfach in den Hörsaal verlegt. Natürlich durften sie gemeinsam mit ihren Freunden in der ersten Reihe sitzen. Auch sie wollen bei der nächsten Kinder-Uni am 17. April 2011 wieder gern mit dabei sein. Dann dreht sich alles um den Sport, mehr wird noch nicht verraten - denn etwas Spannung muss bleiben.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/kinderuni

Kontakt: Brita Stingl, Telefon 0371 531-13300, E-Mail kinderuni@tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
16.01.2011

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