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Deutsch-Indische Freundschaft: Zwischen Studium, Taj Mahal und Oktoberfest

Die "Media Production"-Studenten Stephan Ruttloff und Björn Engler verbrachten ihr Auslandssemester in Indien - Drei ihrer indischen Kommilitonen studieren nun für zwei Semester an der TU Chemnitz

"Es war eine aufregende Zeit voller Eindrücke über Land und Leute, die ich nicht missen möchte", fasst Stephan Ruttloff seinen sechsmonatigen Aufenthalt in Indien zusammen. Im Rahmen des Doppelabschlussprogramms der Technischen Universität Chemnitz und der Manipal University verbrachten erstmalig sieben Chemnitzer Studenten ein Auslandssemester in Indien. Die Möglichkeit dazu bietet der Masterstudiengang "Media Production", in dessen Studienablauf deutsche und indische Studierende ein bis zwei Semester an der jeweiligen Partneruniversität lernen und dadurch den Abschluss beider Einrichtungen erwerben können. "Eine einmalige Gelegenheit, die ich mir nicht entgehen lassen wollte", findet Björn Engler.

Los ging die Reise in das Land der Farben und Tempel für die Chemnitzer Studenten Ende Januar 2010. Angst vor einem Kulturschock hatten die beiden Studenten aber nicht. "Wir wurden super aufgenommen. Unsere indischen Kollegen haben uns sehr geholfen, uns in Manipal zurecht zu finden - besonders mit den Behördengängen am Anfang unseres Aufenthalts", erzählt Stephan Ruttloff. Trotzdem sei der Unialltag in Manipal erst einmal gewöhungsbedürftig gewesen. Das Studium in Indien verfolge einen strengen Zeitplan. "Vorlesungen und Seminare von früh morgens bis in den Abend und das sechs Tage die Woche waren wir erst nicht gewohnt", berichtet Engler. Auch die Vielzahl von Prüfungen während des Semesters und die Unterschiede in Lehre und Forschung zu den Standards in Chemnitz seien eine Umstellung gewesen. "Unser Institut für Print- und Medientechnik in Chemnitz ist mehr forschungsorientiert als das Institut in Manipal. Trotzdem hatten wir einige neue Kurse, die wir in Chemnitz noch nicht kannten, wie zum Beispiel zum Thema Packaging", erzählt Ruttloff.

Nachdem das Semester an der Manipal University im Juni vorüber war und alle Prüfungen geschrieben waren, war das Fernweh der Chemnitzer aber noch nicht gestillt. "Wir wollten unbedingt die Gelegenheit nutzen und sind einen Monat durch Indien gereist. In diesem Monat haben wir noch einmal viel über das Land und die Gewohnheiten gelernt.", berichtet Engler. Die Manipal University sei sehr multikulturell und weltoffen, das typische Indien habe man erst bei der Rundreise kennen gelernt. Die Route quer durch Indien hatten die Chemnitzer selbst geplant, Reisetipps bekamen sie von ihren indischen Freunden. Mit auf dem Programm stand auch ein Besuch des weltberühmten Tempels Taj Mahal in Agra. Geendet hat der Aufenthalt in Indien schließlich dort, wo er begonnen hatte, in Manipal. Von dort aus ging es wieder zurück in das fast 7.000 Kilometer entfernte Deutschland.

Wehmut hat sich bei den Chemnitzern jedoch nicht eingestellt, denn seit Anfang September sind drei ihrer indischen Kommilitonen in Chemnitz angekommen, um nun zwei Semester im Masterstudiengang "Media Production" zu studieren. "Wir werden unsere indischen Freunde genauso unterstützen wie sie es für uns getan haben", so Ruttloff. Behördengänge, deutscher Sprachkurs, aber auch die Vermittlung typisch deutscher Traditionen stehen auf dem Terminkalender. So werden die zwei Chemnitzer zusammen mit den indischen Studenten das Oktoberfest in München besuchen. "Das Semester hat ja noch nicht angefangen, da bietet sich ein Besuch in München an, denn wenn die Uni losgegangen ist, werden wir keine Zeit mehr dafür haben", berichtet Engler.

Weitere Informationen zum Studienaufenthalt in Indien enthält der Blog "MMP goes India": http://www.mmpgoesindia.de

(Autorin: Rosa Schulz)

Mario Steinebach
29.09.2010

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