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„Uni aktuell“-Meldungen
  • Die Chemnitzer Sportstudenten Martin Salanga und Cindy Häsler untersuchen in der Grundschule Harthau das Koordinationsvermögen von Erstklässlern. Dabei geht es darum, innerhalb von 30 Sekunden so oft wie möglich zwischen zwei Hälften eines Brettes hin und her zu springen. Foto: Andreas Truxa
  • Die Chemnitzer Sportstudenten Carsten Wölfing, Bernadette Ginzel, Anne Kraus und Felix Riehl (v.l.) bereiten mit Erstklässlern der Grundschule Harthau einen Test vor, bei dem die Schüler speziell konzipierte Liegestütze absolvieren, bei denen es sowohl auf Kraft als auch auf die Koordination der Armbewegungen ankommt. Foto: Andreas Truxa
Uni aktuell Forschung

ABC-Schützen springen für die Wissenschaft

Chemnitzer Gesundheitsamt und Institut für Sportwissenschaften der TU Chemnitz untersuchen in Grundschulen das Sport- und Bewegungsverhalten von Schulanfängern

Für 1.850 Schulanfänger in 36 Grundschulen der Stadt Chemnitz läuft derzeit eine der ersten Sportstunden etwas anders als gewohnt ab, denn die ABC-Schützen hüpfen im Dienst der Wissenschaft durch die Sporthalle. Mitarbeiter und Studierende des Instituts für Sportwissenschaft der Technischen Universität Chemnitz überprüfen die motorische Leistungsfähigkeit der Schulanfänger. Eingebunden sind die Untersuchungen in das zusammen mit dem Gesundheitsamt entwickelte Projekt KOMPASS, in dessen Rahmen gesundheitsfördernde Maßnahmen bei Kindern in Chemnitz gezielt und langfristig aufgebaut werden. Der Projektname KOMPASS steht für die "komplexe allgemeine Schuluntersuchung" und dient gleichzeitig auch als Wegweiser für das gesunde Aufwachsen der Kinder in Chemnitz. Dazu werden in diesem Schuljahr die Einschulungsuntersuchungen des Gesundheitsamtes um zusätzliche Daten wie das Sport- und Bewegungsverhalten sowie den sozio-ökonomischen Status ergänzt.

"In der derzeit laufenden zweiten Projektphase stellen wir in den Schulen an kleinen Teststationen, die den normalen Bewegungsdrang der Kinder nutzen, den altersgemäßen motorischen Status fest. Dazu müssen die Schulanfänger springen, laufen, balancieren oder Liegestütze machen", so der Sportwissenschaftler Nico Nitzsche und ergänzt: "Alle bisher getesteten Erstklässler waren mit viel Spaß bei der Sache."

Die Auswertung aller Informationen des Projektes, zu denen auch die Ergebnisse einer Elternbefragung gehören, soll helfen, zielgerichtete Gesundheitsangebote in Chemnitz zu installieren. "Das große Potential dieses im Deutschlandvergleich einzigartigen Projektes im Bezug auf seine Größe steckt in der erstmaligen Einbeziehung der Eltern zum Realisieren der sächsischen Gesundheitsziele", so der Projektleiter Prof. Dr. Henry Schulz, Inhaber der Professur Sportmedizin/-biologie.

Weitere Informationen erteilt Nico Nitzsche, Telefon 0371 531-37326, E-Mail nico.nitzsche@hsw.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
22.09.2010

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