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Prof. Dr. Reimund Neugebauer (M.), Sprecher des SFB/TR 39, diskutiert mit Dr. Welf-Guntram Drossel (r.) und Matthias Nestler vom Chemnitzer Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik Ergebnisse von Umformversuchen mit aktiven Bauteilen. Solche Versuche sind Teil der Arbeit des transregionalen Sonderforschungsbereiches. Foto: Fraunhofer IWU

Uni aktuell Forschung

Zehn Millionen Euro für Forscher aus Sachsen und Bayern

Transregionaler Sonderforschungsbereich unter Führung der TU Chemnitz wird weitere vier Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert

Ob im Maschinenbau, der Automobil- und Bahntechnik, der Luft- und Raumfahrt oder der Medizintechnik - aktive Strukturbauteile können vielfältig eingesetzt werden, wenn es darum geht, Komponenten leicht und funktional zu gestalten. Bei diesen Bauteilen werden Sensoren und Aktoren in einen Leichtbauwerkstoff integriert, etwa Piezokeramik zur Messung von Schall in einen Faserkunststoffverbund. Nachhaltige ökonomische und ökologische Vorteile ergeben sich daraus jedoch nur bei einer Serienanwendung. Deshalb hat sich der Sonderforschungsbereich/Transregio (SFB/TR) 39 mit dem Titel "Großserienfähige Produktionstechnologien für leichtmetall- und faserverbundbasierte Komponenten mit integrierten Piezosensoren und -aktoren" - kurz PT-PIESA genannt - das Ziel gesetzt, neue, grundlegende Produktionstechnologien zu entwickeln. In nur einer Prozesskette sollen leichte aktive Bauteile mit integrierten Sensoren und Aktoren gefertigt werden - bisher sind dazu zwei Prozessketten notwendig.

Von Juli 2006 bis Juni 2010 wurde die Arbeit von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit rund sieben Millionen Euro gefördert. Nach einer positiven Evaluierung verlängert die DFG nun ihre Förderung um weitere vier Jahre und stellt mehr als zehn Millionen Euro für die Arbeit in 15 wissenschaftlichen Teilprojekten zur Verfügung. "Ein Sonderforschungsbereich vereint die besten Wissenschaftler an einer Hochschule, bei der Variante Transregio forschen die bundesweit kompetentesten Wissenschaftler zusammen", erklärt Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Sprecher des SFB/TR 39. Nach Aussage der Gutachter gegenüber dem Sprecher wurde "das anspruchsvolle Thema mit hohem wissenschaftlichen Anspruch kreativ und überzeugend bearbeitet".

"Das ist ein exzellentes Ergebnis für die TU Chemnitz als Sprecherhochschule und deren Fakultäten für Maschinenbau und für Naturwissenschaften sowie für die anderen beteiligten Einrichtungen in Sachsen und Bayern", schätzt Neugebauer ein und ergänzt: "Es hat sich gelohnt, dass sich die Spitzenwissenschaftler der betreffenden Fachgebiete in dieser Forschungsinitiative zusammengeschlossen haben." Gemeinsam mit den Wissenschaftlern der TU Chemnitz arbeiten im SFB/TR 39 Forscher des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU Chemnitz/Dresden, mehrerer Institute der TU Dresden und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, des Fraunhofer-Institutes für Keramische Technologien und Systeme IKTS Dresden sowie des Bayerischen Laserzentrums in Erlangen an der Thematik. "Die Verzahnung der beteiligten außeruniversitären Einrichtungen mit den Hochschulen ist ein Musterbeispiel wissenschaftlich-synergetischer Zusammenarbeit sächsischer und bayerischer Ingenieurwissenschaftler", so Neugebauer.

Weitere Informationen erteilen der Sprecher des Sonderforschungsbereiches/Transregio 39, Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Telefon 0371 531-23500, E-Mail wzm@mb.tu-chemnitz.de, und der Geschäftsführer Dr. Hartmut Dube, Telefon 0371 5397-1311, E-Mail pt-piesa-gs@mb.tu-chemnitz.de.

Katharina Thehos
09.06.2010

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