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Uni aktuell Forschung

Elf Millionen Euro für erstklassige Spitzenforschung

Der DFG-Sonderforschungsbereich "Hochfeste aluminiumbasierte Leichtbauwerkstoffe für Sicherheitsbauteile” an der TU Chemnitz wird weitere vier Jahre gefördert

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Kristin und Matthias Hockauf, wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnik der TU Chemnitz, bereiten an einer ECAP-Anlage einen Pressversuch mit einem Probewerkstück aus hochfestem Aluminium vor. Foto: TU Chemnitz/Jürgen Lösel.

Nun hat es die TU Chemnitz schwarz auf weiß: Mit elf Millionen Euro fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) von 2010 bis 2013 an der Universität den Sonderforschungsbereich 692 "Hochfeste aluminiumbasierte Leichtbauwerkstoffe für Sicherheitsbauteile”. So steht es im Bewilligungsschreiben der DFG. Dieser SFB startete am 1. Januar 2006, zunächst war die Förderung auf vier Jahre befristet. Mitte des letzten Jahres wurde der zweibändige 1.300 Seiten dicke Fortsetzungsantrag eingereicht und Anfang September 2009 mit Erfolg verteidigt. Auch der Finanzierungsantrag für die Jahre 2010 bis 2013 überzeugte die Gutachter der DFG. Damit erreicht dieser SFB nun die zweite Förderphase. "Basis dafür sind exzellente und herausragende Forschungsergebnisse, die auf internationalen wissenschaftlichen Kongressen und in der Fachpresse publiziert wurden", sagt der Sprecher des SFB 692, Prof. Dr. Bernhard Wielage, von der Fakultät für Maschinenbau der TU Chemnitz.

Mehr als acht Millionen Euro hat die DFG bisher in diesen SFB investiert. "Ein Highlight der ersten Förderperiode waren die Forschungsergebnisse zur Herstellung ultrafeinkörniger hochfester Aluminiumwerkstoffe durch das so genannte Equal-Channel Angular Pressing. Mit diesem Verfahren wird die Korngröße des Werkstoffs durch extrem große plastische Verformung bis in den Submikrometerbereich abgesenkt. Hierdurch können exzellente Werkstoffeigenschaften hinsichtlich Festigkeit und Duktilität erzielt werden, was für Sicherheitsbauteile von höchster Relevanz ist", erläutert SFB-Geschäftsführer Dr. Gert Alisch und ergänzt: "Mit den Forschungen auf diesem Gebiet konnte der SFB 692 eine weltweit beachtete Spitzenstellung erreichen. Zudem bestätigte sich eindrucksvoll das hohe Innovationspotenzial der im Fokus stehenden Werkstoffgruppen hochfeste Aluminium- Knetlegierungen, Aluminium-Matrix-Verbundwerksstoffe und Aluminium-Magnesium-Verbunde."

Forscher aus neun Professuren der Fakultät für Maschinenbau, einer Professur der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und vom Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU arbeiten auch künftig fächerübergreifend zusammen. Sie führen Wissen aus den Gebieten Werkstoffwissenschaft, Umformtechnik, Produktionstechnik, Oberflächentechnik, Mechanik, Konstruktions- und Fertigungstechnik sowie Wirtschaftswissenschaften zusammen. Die Ergebnisse der Grundlagenuntersuchungen bilden nun die Basis für die weitere Forschung, die in der Herstellung von Demonstratoren der Sicherheitsbauteile bei gleichzeitiger Entwicklung der gesamten Prozesskette münden sollen. Zudem werden nun die Forschungsergebnisse bezüglich der hochgradig plastischen Umformung sowie der Beschichtungstechnik im Rahmen von Transferprojekten in die Industrie überführt und dort für die Halbzeugfertigung genutzt.

Auch das Graduiertenkolleg innerhalb des SFB soll den Doktoranden ein hervorragendes Umfeld während ihrer Promotionsphase liefern. Dabei steht die Interdisziplinarität in den Bereichen Entwicklung, Herstellung, Eigenschaften und Anwendung hochfester aluminiumbasierter Werkstoffe und Werkstoffverbunde sowie die Entwicklung, Auslegung und Prüfung von Produkten aus diesen Werkstoffen im Fokus.

Weitere Informationen erteilen der Sprecher des Sonderforschungsbereichs 692, Prof. Dr. Bernhard Wielage, Telefon 0371 531-36169, E-Mail bernhard.wielage@mb.tu-chemnitz.de und der SFB-Geschäftsführer Dr. Gert Alisch, Telefon 0371 531-35396, E-Mail gert.alisch@mb.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
10.12.2009

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