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Expertenbesuch aus Kanada

Den Eigenschaften neuer Materialien auf der Spur: Prof. Oleg Rubel von der Lakehead University gastiert am Institut für Physik - Öffentlicher Vortrag am 25. November 2009

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Prof. Oleg Rubel Fotoquelle: www.tbrri.com

Prof. Oleg Rubel von der Lakehead University in Thunder Bay, Kanada, besucht vom 23. bis 27. November 2009 das Institut für Physik an der TU Chemnitz sein. Prof. Rubel kombiniert seine physikalische Ausbildung mit einem großen Interesse an der Medizin und beschäftigt sich mit der Verbesserung von Detektoren, die in Röntgenuntersuchungen verwendet werden. In diesen Geräten soll in Zukunft amorphes Selen eingesetzt werden. Ein neues Bauelement funktioniert jedoch nur dann optimal, wenn man zuvor die Eigenschaften und Eigenheiten des verwendeten Materials gründlich kennengelernt hat. Prof. Rubel modelliert deshalb auf dem Computer die Ionisierungsprozesse, die in amorphem Selen durch Röntgenstrahlen ausgelöst werden. Dieses präsentiert aber eine Schwierigkeit: Im Gegensatz zu seinem kristallinen Counterpart ist amorphes Selen nicht regelmäßig aufgebaut. Zwar haben die Atome ungefähr gleiche Abstände voneinander, die kleinen Differenzen addieren sich jedoch von Atomlage zu Atomlage, sodass nach einigen Lagen große Unterschiede entstehen: Amorphe Materialien haben keine Fernordnung. Hierdurch lassen sich viele in der Physik üblichen Rechnungs- und Näherungsmethoden nicht anwenden.

Prof. Rubel beschäftigt sich aber schon lange mit solchen ungeordneten Materialien und ist auf dem Gebiet ein anerkannter Experte. Im Rahmen einer Kooperation, in der es um so genannte Hopping-, also Hüpfprozesse von Elektronen, geht, besucht er jetzt die Gruppe von Prof. Angela Thränhardt, Professorin für "Theoretische Physik - Simulation neuer Materialien" an der TU. Auch diese Gruppe beschäftigt sich mit den Eigenschaften neuer Materialien, die insbesondere in verbesserten Bauelementen wie Detektoren, Lasern und Leuchtdioden Verwendung finden können. Für Materialien, die zumindest bisher nur in stark ungeordneten Modifikationen herstellbar sind, wie beispielsweise mit Wismut versetzte Halbleiter, erhofft sich die Gruppe wertvolle Impulse von Prof. Rubel.

Prof. Rubel wird am 25. November 2009 um 9.15 Uhr im Seminar "Topical Problems in Theoretical Physics" im Raum P031 des Physikgebäudes in einem Vortrag zum Thema "Kinetic effects in the photoluminescence of disordered semiconductors" über seine Forschungsergebnisse berichten.

Mario Steinebach
20.11.2009

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