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Verliebt in Chemnitz

Gute Platzierungen der TU bei den Hochschulrankings führten den Berliner Till Voigt nach Chemnitz

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Till Voigt kam aus der Großstadt Berlin an die Chemnitzer Uni. Foto: Heiko Kießling

"Pack dein Studium. Am besten in Sachsen." lautet der Slogan der aktuellen Werbekampagne des sächsischen Wissenschaftsministeriums und der Hochschulen des Freistaates. Ziel: Mehr Abiturienten aus anderen Bundesländern sollen ihre Koffer und Kisten packen und zum Studium nach Sachsen kommen. Die TU Chemnitz zieht schon jetzt über die Bundeslandgrenze hinweg junge Menschen an. Was für ein Studium in der drittgrößten Stadt Sachsens spricht und wie man hier lebt, erzählen die Studierenden selbst - heute: Till Voigt aus Berlin

Obwohl Till Voigt von der Stadt Chemnitz nichts Gutes gehört hat, hat er sich im Jahr 2007 dazu entschlossen, an der TU Soziologie zu studieren. Im Vorfeld informierte er sich über Universitäten, die sein Wunschfach Soziologie anboten: "Ich wollte etwas studieren, das mit Gesellschaft und Gesellschaftsformation zu tun hat. Da lag die Soziologie am nächsten", berichtet der junge Berliner. Bei seiner Wahl für die TU Chemnitz spielten die Uni-Rankings der Zeit und des Focus eine besondere Rolle: "Ich war überrascht, dass die TU einen sehr guten Platz belegte, und so entschloss ich mich, die Uni näher anzuschauen, fuhr zu einem Tag der offenen Tür und habe auch die Möglichkeit der Studienberatung wahrgenommen." Die Ranking-Kriterien, wie die Beurteilung der Studiensituation und Betreuung der Studenten, kann er inzwischen voll und ganz bestätigen.

Nach der zehnten Klasse war Voigt ein Jahr lang in den USA. Während seines Auslandsaufenthaltes hat er sich die Universität Texas angeschaut. "Ich merkte schnell, dass ich an einer so großen Universität nicht studieren möchte", berichtet Voigt. Auch die Humboldt-Universität, an der sich Voigt nach dem Abitur für einen Studienplatz beworben hatte, "ist eine Massenuniversität, an der viel zu viele Leute studieren", sagt Voigt. In Chemnitz sei das anders: "Hier hat man guten und persönlichen Kontakt zu den Professoren und die Atmosphäre ist einfach angenehmer." Der 22-jährige Berliner war auch Mitglied der Fachgruppe Soziologie, musste sich aber auf Grund von Zeitmangel von der Gruppe trennen. "Ich finde es schade, aber leider fielen die Treffen in meine Seminarzeiten. Wenn ich es zeitlich wieder einrichten kann, werde ich mich auf jeden Fall wieder für die Studenten engagieren", so Voigt. Er findet, jeder Student sollte bei einer Fachgruppe mitmachen und sich im Besonderen für die Erstsemester einsetzen.

Besonders gut findet er die Ausstattung der TU. "Das Rechenzentrum ist wow, das Uninetz genial und das Internet bombastisch", schwärmt der angehende Soziologe. Auch die Ausstattung der Wohnheime lobt er; er selbst wohnt dort in einem Einzelzimmer. Neben der fachlichen Ausbildung nimmt Voigt auch das Sportangebot der TU wahr. "Da ist für jeden Geschmack etwas dabei", erzählt Voigt. Im letzten Jahr war er beim Uniball dabei und dort stellte er fest, dass er keinen Walzer tanzen kann. Daher belegt er seit Beginn des Sommersemesters 2008 den Hochschulsport-Kurs "Gesellschaftstanz Standard/Latein". Immer montags schwingt er dann an der Seite seiner Freundin, die übrigens auch Soziologie an der TU Chemnitz studiert, das Tanzbein, was beiden sehr viel Spaß macht.

Sein Soziologie-Studium lässt noch genügend Raum für Freizeit: Er geht regelmäßig im Chemnitzer Stadtbad schwimmen. Des Weiteren hat Voigt Mitte November den ersten "Flashmob" in Chemnitz organisiert. Zu dieser Veranstaltung trafen sich viele Leute und machten etwas zusammen: Auf einen Pfiff blieben sie dann drei Minuten wie eingefroren stehen; danach war alles vorbei. Ziel dieser Veranstaltung war es, dass viele Leute zusammenkamen und gemeinsam etwas machten. "Im Stadtzentrum", so kritisiert Voigt, "sollte mehr für Studenten angeboten werden, das Zentrum bietet kaum Alternativen für Studenten. Das Engagement der Uni ist top, doch die Stadt Chemnitz tut zu wenig." Auch die Umstellung des Chemnitzer Fahrplanes bemängelt er, da es keine Direktverbindung mehr vom Campus zum Hauptbahnhof gibt. Alles in allem ist der junge Berliner mit der Wahl seines Studienortes und -faches zufrieden. "Ich habe es nie bereut, nach Chemnitz zu kommen. Ich habe mich hier gut eingelebt und Freunde gefunden", sagt Voigt und fügt lächelnd hinzu: "Das Schönste ist natürlich, dass ich meine Freundin hier gefunden habe."

(Autorin: Anett Stromer)

Katharina Thehos
25.02.2009

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