Entwicklung sporttechnologischer Lösungen an der TU Chemnitz
Studierende aus Chemnitz, Brünn und Wien arbeiteten mithilfe des Erasmus+-Blended-Intensive-Programms gemeinsam an innovativen Anwendungen von Bewegungssensorik und Datenanalyse für den Sport
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Anfang Juni kamen im Rahmen eines Erasmus+-Blended Intensive Programms (BIP) Studierende und Lehrende der TU Chemnitz, der Brno University of Technology und der FH Technikum Wien an der Fakultät für Maschinenbau der TU Chemnitz zusammen.Foto: Anne Krahme -
Neben der Projektarbeit förderten gemeinsame sportliche Aktivitäten in der neuen Sporthalle den Austausch und die Zusammenarbeit in den internationalen Teams.Foto: Anne Krahme -
In Workshops und Impulsvorträgen konnten die Teilnehmenden ihr Wissen zu den Themen Bewegungssensorik, Datenanalyse, Trainingswissenschaft und sporttechnologische Anwendungen vertiefen. Foto: Anne Krahme
Anfang Juni 2026 kamen im Rahmen eines Erasmus+ Blended Intensive Programmes (BIP) Studierende und Lehrende aus den Erasmus+ Partneruniversitäten Brno University of Technology und der Fachhochschule Technikum Wien mit Studierenden an der Fakultät für Maschinenbau der Technischen Universität Chemnitz zusammen. In internationalen Teams arbeiteten sie dabei an sporttechnologischen Fragestellungen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Inertial Measurement Units (IMUs) und datengetriebene Analyseverfahren nutzen lassen, um Athletinnen und Athleten sowie Coaches in unterschiedlichen Sportarten zu unterstützen.
Den Auftakt des Zusammentreffens an der TU Chemnitz bildete die Begrüßung der Gäste durch Vertreter der Universität sowie einer aktiven Campustour mit einem Disc-Golf-Teamwettbewerb. Im Anschluss arbeiteten die Teilnehmenden in vier interdisziplinären Projektgruppen an konkreten Anwendungsfällen aus dem Bereich Sports Engineering. Die Themen reichten von Bewegungsanalysen im Disc Golf über Anwendungen im Floorball und Badminton bis hin zu Fragestellungen aus dem Bereich Krafttraining.
In der Vorbereitungsphase hatten die Studierenden bereits in Workshops wesentliche Grundlagen zu IMU-Sensorik, Datenanalyse, Bewegungslehre und Trainingswissenschaft kennengelernt. Auf dieser Basis entwickelten sie eigene Mess- und Auswertungskonzepte, die in der Präsenzphase weiter konkretisiert und getestet wurden. Das Ziel bestand darin, mithilfe von Bewegungsdaten praktikable Ansätze zu erarbeiten, die Trainerinnen und Trainern bei der Einschätzung von Technik, Belastung und Bewegungsqualität unterstützen können.
Ein besonderes Augenmerk lag auf der Verbindung von wissenschaftlicher Methodik und praktischer Anwendbarkeit. Die Studierenden untersuchten, welche Parameter aus den Sensordaten relevant sind, wie sich Bewegungsabläufe sinnvoll visualisieren lassen und welche Form der Rückmeldung im sportlichen Alltag besonders hilfreich ist. Damit stand neben der technischen Analyse auch die Frage im Vordergrund, wie sich Ergebnisse so aufbereiten lassen, dass sie für Trainerinnen und Trainer verständlich und unmittelbar nutzbar sind.
Das Projekt wurde durch ein vielseitiges Rahmenprogramm begleitet. Ein Besuch bei der Diamant Fahrradwerke GmbH bot Einblicke in die industrielle Praxis, sportliche Aktivitäten in der neuen TU-Sporthalle förderten den Austausch unter den Teilnehmenden, und eine Stadtführung durch das Chemnitzer Zentrum rundete das internationale Miteinander ab. Den Abschluss bildeten die Präsentationen der Projektergebnisse in der Universitätsbibliothek. Dabei stellten die vier Gruppen ihre Konzepte vor und gaben erste Einblicke in die Prototypen.
Das Feedback der Gäste und der lokalen Teilnehmenden fiel durchweg sehr positiv aus. Hervorgehoben wurden insbesondere die offene Atmosphäre, die gute Zusammenarbeit in den internationalen Teams, der hohe Praxisbezug und die gelungene Verbindung von sportwissenschaftlichen Inhalten, technologischer Anwendung und interkulturellem Austausch. Auch die abwechslungsreiche Programmgestaltung und die Möglichkeit, gemeinsam an realitätsnahen Fragestellungen zu arbeiten, wurden als besonders bereichernd empfunden.
Hintergrund von Erasmus+ BIP:
Bei der Erasmus+-Förderschiene „Blended Intensive Programmes“ (BIP) handelt es sich um gemeinsam konzipierte und durchgeführte Lehrveranstaltungen für Teilnehmende mehrerer europäischer Hochschulen mit einer virtuellen und einer Präsenzlernphase. Weitere Informationen dazu hält das Internationale Universitätszentrum (IUZ) auf seiner Webseite bereit: https://www.tu-chemnitz.de/international/outgoing/erasmus/BIP.php
Weitere Informationen erteilt Oliver Sachs, Telefon 0371 531-37972, E-Mail oliver.sachs@iuz.tu-chemnitz.de
Anne Eichhorn
24.06.2026