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Kritische Interkulturalität und nicht-westliche Perspektiven an der TU Chemnitz

Jun.-Prof. Dr. Yolanda López García organisiert im Rahmen der Lehrveranstaltung „Kritische Interkulturelle Kompetenz“ Gastvorträge zu indigenen Wissensformen und globalen Perspektiven – Nächster öffentlicher Vortrag findet am 11. Juni 2026 statt, am 9. Juli fogt virtueller Austausch mit Alpakazüchterinnen

Die Juniorprofessur „Interkulturelle Praxis mit dem Schwerpunkt Digitale Kulturen“ (Leitung: Jun.-Prof. Dr. Yolanda López García) an der Technischen Universität Chemnitz erweitert in diesem Semester ihr Lehrangebot durch eine Kooperation mit dem Noqanchis – Zusammenstehen e. V. sowie dem Eine Welt Netzwerk Thüringen e. V. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Studierenden und weiteren Interessierten Räume für die kritische Reflexion von Interkulturalität sowie die Auseinandersetzung mit nicht-westlichen Wissensformen und Perspektiven zu eröffnen. Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Kritische Interkulturelle Kompetenz“ werden internationale Gäste aus Peru und Deutschland in den universitären Kontext eingebunden. Die Gastvorträge verbinden akademische Lehre mit praxisnahen Perspektiven und fördern den Dialog zwischen Wissenschaft, Zivilgesellschaft sowie Vertreterinnen und Vertretern indigener Gemeinschaften.

Den Auftakt der Reihe bildete bereits am 21. Mai 2026 ein Gespräch mit Yenny Jara-Ramerth und Josef Ramerth von Noqanchis – Zusammenstehen e. V. Gemeinsam mit den Studierenden diskutierten sie über andine Philosophie, interkulturelle Begegnungen und Perspektiven des globalen Lernens.

Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltungsreihe ist der Besuch von Wenceslao Quispe, Vertreter der Q'ero-Nation aus den peruanischen Anden. In seinem Vortrag am 11. Juni 2026 gibt er Einblicke in indigene Formen von Führung, die Bedeutung von Territorium und Kultur sowie aktuelle Herausforderungen indigener Gemeinschaften. Die Veranstaltung findet in spanischer Sprache mit deutscher Übersetzung statt und bietet im Anschluss Raum für Fragen und Diskussionen. Sie ist auch für die interessierte Öffentlichkeit geöffnet.

Am 9. Juli 2026 folgt ein virtueller Austausch mit Alpakazüchterinnen aus den peruanischen Anden. Die Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, aus erster Hand mehr über lokale Lebensweisen, nachhaltige Wirtschaftsformen und die Bedeutung alpiner Ökosysteme für die Gemeinschaften vor Ort zu erfahren. Für diese Veranstaltung wird um Anmeldung bis zum 1. Juli 2026 per E-Mail an yolanda.lopez@phil.tu-chemnitz.de gebeten.

Mit den Gastvorträgen verfolgt die Juniorprofessur das Ziel, kritische Interkulturalität nicht nur theoretisch zu vermitteln, sondern auch durch Begegnungen und Dialoge erfahrbar zu machen. Dadurch entstehen Reflexionsräume, in denen Fragen von Dekolonialität, Wissensgerechtigkeit und globaler Verantwortung diskutiert werden können.

Kontakt: Jun.-Prof. Dr. Yolanda López García Interkulturelle Praxis mit dem Schwerpunkt Digitale Kulturen, E-Mail Yolanda.lopez@phil.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
08.06.2026

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