Chemnitzer Studierende waren bei internationalem Mathematikwettbewerb erfolgreich
Team der TU Chemnitz glänzte bei der 33. International Mathematics Competition for University Students (IMC) in Bulgarien mit seinem Wissen
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Das IMC-Team der TU Chemnitz wurde begleitet von Dr. Andreas Hohl (2. v. r.) und bestand aus den Studierenden Isabel Born, Melia Haase, Leonie Eibisch und Joshua Geißler (v. l.). Foto: privat
Vom 27. Juli bis zum 3. August 2026 trat erstmals ein Team der Fakultät für Mathematik der Technischen Universität Chemnitz beim internationalen Mathematikwettbewerb IMC („International Mathematics Competition for University Students“) in Blagoevgrad (Bulgarien) an. Leonie Eibisch, Melia Haase, Joshua Geißler und Isabel Born, die in Chemnitz Mathematik studieren, hatten sich im Rahmen eines fakultätsinternen Auswahlverfahrens dafür qualifiziert. Gemeinsam mit ihrem Teamleiter Dr. Andreas Hohl, der die Teilnahme der TU Chemnitz initiiert hatte, reisten sie zur American University in Bulgaria (AUBG), wo der Wettbewerb traditionell stattfindet.
An zwei Wettbewerbstagen arbeiteten die Teilnehmenden an insgesamt zehn anspruchsvollen mathematischen Aufgaben, bei denen sie ihr Wissen aus den ersten Studienjahren kreativ anwenden mussten. Melia Haase war dabei besonders erfolgreich. Sie erhielt bei der Abschlusszeremonie einen „First Prize“ und durfte eine Goldmedaille mit nach Chemnitz nehmen. Isabel Born erzielte das Prädikat „Honourable Mention“.
Bei dem Wettbewerb ging es jedoch nicht nur um die am Ende erreichten Punktzahlen. Für die Studierenden war vor allem die großartige internationale Atmosphäre des Events eine besondere Erfahrung. Noch weit nach den Klausuren wurden die Aufgaben mit den anderen Teilnehmenden aus aller Welt über Sprach- und Ländergrenzen hinweg diskutiert und neue Freundschaften geknüpft. „Es war etwas ganz Besonderes, bei einer solchen Veranstaltung dabei sein zu dürfen, bei der man seine Kenntnisse aus dem Studium anwendet, zugleich aber auch so viel Neues entdeckt, das es noch zu lernen gibt“, erzählt Joshua Geißler.
Die Teilnahme an der 33. IMC wurde unterstützt durch den Förderverein für Mathematik zu Chemnitz e. V., die Gesellschaft der Freunde der Technischen Universität Chemnitz e. V. sowie die Fakultät für Mathematik.
Hintergrund: International Mathematics Competition for University Students (IMC)
Die „International Mathematics Competition for University Students“ (IMC) findet seit 1994 jährlich statt und bringt exzellente Mathematikstudierende aus aller Welt zusammen. Im Jahr 2026 nahmen 447 Studierende von 135 Universitäten am Wettbewerb teil. Neben der TU Chemnitz waren noch sechs weitere deutsche Universitäten vertreten. Im Gegensatz zu den Mathematik-Olympiaden, die sich traditionell an Schülerinnen und Schüler richten, liegt der Fokus der IMC auf den mathematischen Kenntnissen von Studierenden der ersten Studienjahre. Dabei geht es weniger um die Bearbeitung von Übungsaufgaben aus dem Studium. Vielmehr gilt es, Kenntnisse aus verschiedenen Teilbereichen der Mathematik (u. a. Algebra, Geometrie und Kombinatorik) kreativ anzuwenden. Neben den beiden Wettbewerbstagen, an denen jeweils eine fünfstündige Klausur zu bearbeiten ist, wird ein vielfältiges Rahmenprogramm mit weiteren mathematischen Aktivitäten, Exkursionen und Networking-Events organisiert. Dabei haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich zu vernetzen und ihre Begeisterung für Mathematik zu teilen.
Weitere Informationen erteilt Dr. Andreas Hohl, Telefon +49 (0)371 531-33981, E-Mail andreas.hohl@math.tu-chemnitz.de.
Mario Steinebach
10.08.2026