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Zwischen Zahlenmustern und Denksprüngen: Landesrunde der Mathematik-Olympiade an der TU Chemnitz

Grundschülerinnen und Grundschüler aus Chemnitz sowie Zwickau lösen anspruchsvolle Aufgaben und erleben Mathematik über den Unterricht hinaus

Wenn sich ein Hörsaal mit Grundschülerinnen und Grundschülern füllt, geht es nicht um Vorlesungen, sondern um Konzentration, Ausdauer und die Freude am Knobeln: Am 7. Mai 2026 wurde an der Technischen Universität Chemnitz die Landesrunde (3. Stufe) der 65. Mathematik-Olympiade ausgetragen. 42 Kinder der Klassenstufe 4 hatten sich zuvor in vorangegangenen Wettbewerbsrunden qualifiziert und stellten sich nun den Aufgaben der nächsten Ebene.

Die Veranstaltung wurde vom Kreativzentrum der TU Chemnitz gemeinsam mit dem Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB) am Standort Chemnitz organisiert.

Im Mittelpunkt stand eine 75-minütige Klausur, die bewusst über das im Unterricht Übliche hinausging. Gefragt waren nicht nur sichere Rechenfertigkeiten, sondern vor allem strukturiertes Denken, das Erkennen von Mustern und die Fähigkeit, eigene Lösungswege zu entwickeln. Die Aufgaben reichten von logischen Problemstellungen über Zahlenfolgen bis hin zu geometrischen Überlegungen.

Nach der Arbeitsphase verlagerte sich das Geschehen: Während die Lösungen korrigiert wurden, nutzten die Teilnehmenden die Zeit, um sich vom Lösen der Aufgaben zu erholen – oder direkt weiterzumachen. In einer vorbereiteten Spiel- und Rätselumgebung konnten sie sich erneut mit mathematischen Fragestellungen beschäftigen – diesmal ohne Zeitdruck und mit Raum für Austausch und gemeinsames Tüfteln.

Am Ende des Tages wurden die erfolgreichsten Grundschülerinnen und Grundschüler der Klassenstufe 4 ausgezeichnet:

1. Platz: Ben Unger

2. Platz: Emil Hoffmann

3. Platz: Carl-Henry Meitzner

Hintergrund: Mathematik-Olympiade

Die Mathematik-Olympiade ist ein bundesweiter Wettbewerb, an dem jährlich rund 200.000 Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Der Wettbewerb gliedert sich in mehrere Runden: Auf die Schulrunde folgen regionale Auswahlrunden, bevor mit der Landesrunde (3. Stufe) eine entscheidende Ebene im Wettbewerbsverlauf erreicht wird. In der Sekundarstufe ab Klasse 5 stellt die Bundesrunde die letzte Runde dar.

Die Durchführung der Landesrunde erfolgt – insbesondere im Grundschulbereich – häufig dezentral. Das bedeutet, dass die Teilnehmenden an verschiedenen Standorten betreut werden, während die Wettbewerbsstufe landesweit einheitlich organisiert ist.

Der Wettbewerb wird vom Verein Mathematik-Olympiaden e. V. getragen und durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) sowie die Länder unterstützt. An der Aufgabenentwicklung ist auch die Fakultät für Mathematik der TU Chemnitz beteiligt.

Weitere Informationen erteilt Nikita Stock, E-Mail: nikita.stock@rektor.tu-chemnitz.de

Anne Eichhorn
07.05.2026

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