Gleichstellung ist relevantes Querschnittsthema der TU Chemnitz
Neues Gleichstellungskonzept der TU Chemnitz gibt wichtige Impulse für die weitere Beförderung von Gleichstellung und Chancengleichheit in den nächsten fünf Jahren
Gleichstellung ist ein zentraler Bestandteil der Gesamtstrategie der Technischen Universität Chemnitz und wird als Querschnittsaufgabe einer modernen und verantwortungsbewussten Universität mit ihren Chancen und Potenzialen für Exzellenz, Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität wahrgenommen. Dazu hat die TU Chemnitz ein neues Gleichstellungskonzept für das hauptberufliche tätige Personal gemäß § 5 Abs. 3 SächsHSG und in Einklang mit der Zielvereinbarung mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus 2025-2028 erstellt, welches nach Stellungnahme des Senates vom 2. Dezember 2025 am 10. Dezember 2025 gemäß § 88 Abs. 3 Satz 1 Nr. 16 SächsHSG vom Rektorat der TU Chemnitz beschlossen wurde. Das neue Gleichstellungskonzept knüpft dabei an das bisher bestehende Konzept der TU Chemnitz an und aktualisiert bzw. ergänzt dieses unter Beachtung der Erfordernisse des SächsHSG. Es geht dabei Hand in Hand mit den vorhandenen Maßnahmenplänen und Konzepten in den Bereichen Inklusion, Diversität, familienfreundliche Hochschule etc.
„Gleichstellung ist an der TU Chemnitz auf allen Organisationsebenen angekommen und wird von vielen Akteurinnen und Akteuren aktiv unterstützt. Dadurch wird es möglich, gleichstellungsfördernde Maßnahmen gezielt zu platzieren und erfolgreich durchzuführen. Das vorliegende Gleichstellungskonzept soll dabei unterstützen, die TU Chemnitz in den Bereichen Gleichstellung, Chancengleichheit und Familie weiter wettbewerbsfähig und zukunftsorientiert zu gestalten, Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln, die den Studierenden und Mitarbeitenden einen chancengerechten Zugang zu Lehre und Forschung ermöglichen, den wissenschaftlichen Nachwuchs stärken, die gleichberechtigte Teilhabe an Wissenstransfer und Weiterbildung sicherstellen sowie die Förderung der Internationalisierung der TU Chemnitz unterstützen“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte der TU Chemnitz, Karla Kebsch.
Dazu definiert das Gleichstellungskonzept acht konkrete Handlungsfelder. Hierzu zählen u. a. die Gewinnung von Frauen in Fächern, in denen sie nach wie vor unterrepräsentiert sind, insbesondere im MINT-Bereich, die Erhöhung des Frauenanteils in den Professuren und die Gestaltung eines umfassenden Kulturwandels hin zu mehr Geschlechtergerechtigkeit mit Diversität als fundamentalem Baustein und zentralem Wert. Es enthält zudem Steigerungsziele und Festlegungen zu personellen, organisatorischen und weiterbildenden Maßnahmen, mit denen die Gleichstellung von Frauen und Männern auf allen wissenschaftlichen Qualifikationsstufen, insbesondere in Führungs- und Entscheidungspositionen, erreicht werden kann. Dazu zählen u. a. das Mentoring-Projekt WoMent_You, die Bereitstellung von Kurzzeitstipendien und Reisekostenzuschüssen für Wissenschaftlerinnen in der Qualifizierungsphase, das Ausreichen des Marie-Pleißner- und Eleonore-Dießner-Preises für hervorragende Abschlussarbeiten von Absolventinnen, ein breit gefächertes Angebot des Familienservice der TU Chemnitz sowie zahlreiche Weiterbildungsangebote des Zentrums für den wissenschaftlichen Nachwuchs.
Die TU Chemnitz blickt bereits auf beachtliche Gleichstellungserfolge zurück: So konnte der Anteil der Professorinnen und Juniorprofessorinnen an der Professorenschaft auf derzeit 23,2 Prozent gesteigert werden, womit die TU Chemnitz über dem entsprechenden Durchschnittswert von 21 Prozent an Technischen Universitäten in Deutschland liegt. Damit sicherte sich die TU Chemnitz auch Platz 8 in der TOP-Gruppe für den Anteil von Professorinnen und Juniorprofessorinnen im Hochschulranking des Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung (CEWS) am GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften nach Gleichstellungsaspekten 2025. In anderen Qualifikationsstufen wurde mitunter auch bereits Parität erreicht. Mit ihrer Gleichstellungsarbeit erhielt die TU Chemnitz im Rahmen der Beteiligung am Professorinnenprogramm III zudem als einzige Hochschule in Sachsen das Prädikat „Gleichstellung: ausgezeichnet!“.
Prof. Dr. Anja Strobel, Prorektorin für Forschung und Universitätsentwicklung, fasst zusammen: „Die Gleichstellungsarbeit ist aus Sicht der Universitätsleitung ein wichtiger Bestandteil unserer Universität, um Chancengleichheit nachhaltig in unserer Wissenschafts-, Arbeits- und Studienkultur zu verankern. Vor diesem Hintergrund freue ich mich über die bisherigen Erfolge in diesem Bereich und danke ausdrücklich allen Akteurinnen und Akteuren für ihr großes Engagement. Auch zukünftig werden wir unsere Anstrengungen fortsetzen und das Gleichstellungskonzept kontinuierlich weiterentwickeln.“
Die Umsetzung und Weiterentwicklung des Gleichstellungskonzeptes sowie der definierten Maßnahmen wird in intensivem Austausch gemeinsam durch das unter Leitung der Gleichstellungsbeauftragten der TU Chemnitz stehende Zentrum für Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung und das Prorektorat für Forschung und Universitätsentwicklung koordiniert.
Weitere Informationen zum Gleichstellungskonzept der TU Chemnitz: https://www.tu-chemnitz.de/gleichstellung/programme/programme.html
Kontakt: Karla Kebsch, Gleichstellungsbeauftragte der TU Chemnitz, Telefon 0371 531-36382, E-Mail karla.kebsch@phil.tu-chemnitz.de und Prof. Dr. Anja Strobel, Prorektorin für Forschung und Universitätsentwicklung der TU Chemnitz, Telefon 0371 531-10031, E-Mail pfu@tu-chemnitz.de.
(Quelle: Zentrum für Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung & Prorektorat für Forschung und Universitätsentwicklung)
Mario Steinebach
11.02.2026