leap:up stärkt Life-Science-Transfer in Chemnitz
Neuer Standort der leaup:up GmbH ab 2026 als Plattform für Innovation, Gründung und regionalen Strukturwandel in enger Anbindung an die TU Chemnitz
Chemnitz ist ein starker Standort für angewandte Forschung, Gesundheitswirtschaft und technologiegetriebene Gründungen. Vor diesem Hintergrund wird die leap:up GmbH, eine hundertprozentige Tochter des Branchenverbands biosaxony, ab 2026 mit einem eigenen Büro vor Ort präsent sein. Ziel ist es, regionale Akteurinnen und Akteure zu bündeln und den Transfer von der Wissenschaft in die wirtschaftliche Anwendung gezielt zu vertiefen. Der Standortaufbau von leap:up erfolgt in enger Anbindung an die Kooperation zwischen der Technischen Universität Chemnitz und der Klinikum Chemnitz gGmbH, die gemeinsam einen zentralen Anwendungs-, Erprobungs- und Transferraum für medizinische und gesundheitsbezogene Innovationen in Südwestsachsen entwickeln möchten. „Der Zeitpunkt für diesen Schritt ist ideal“, sagt André Hofmann, CEO der leap:up GmbH. „Chemnitz bringt starke wissenschaftliche und klinische Kompetenzen sowie ein gewachsenes Netzwerk engagierter Akteure mit. leap:up ergänzt diese Stärken durch erprobte Transferformate und Umsetzungserfahrung – eine Konstellation, die es ermöglicht, Technologietransfer nachhaltig in der Region zu verankern.“
Transfer mit regionaler Wertschöpfung im Fokus
Ausgangspunkt der Aktivitäten ist die fabrik chemnitz. Von hier aus sollen Wertschöpfungsketten aufgebaut werden, die in der Region wirken und neue unternehmerische Perspektiven eröffnen. Frank Steinert, Initiator und Mitgründer der fabrik chemnitz, sagt: „Die fabrik chemnitz bietet als Innovationsstandort den richtigen Rahmen, um gemeinsam mit starken Partnern Gründungen zu ermöglichen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Mit leap:up gewinnt der Standort einen Akteur, der Technologietransfer konsequent in die Umsetzung bringt.“
Starkes Bündnis für Südwestsachsen
Getragen wird der Standortaufbau von einem breiten regionalen Bündnis aus Kommune, Wissenschaft, Gesundheitsversorgung und Finanzierung: der TU Chemnitz, der Klinikum Chemnitz gGmbH, der Stadt Chemnitz sowie der Volksbank Chemnitz eG. und dem Standortkomplex die fabrik chemnitz.
Die Prorektorin für Forschung und Universitätsentwicklung der TU Chemnitz, Prof. Dr. Anja Strobel, betont die sinnvolle Ergänzung der Transferkette durch die leap:up GmbH: „Mit SAXEED und weiteren erfolgreichen Gründungsinkubatoren begleiten wir seit vielen Jahren Gründungen aus der Universität heraus. Der neu geschaffene Bereich Gesundheit und Medizintechnik stärkt die Transferaktivitäten aus der TU Chemnitz heraus. Ab sofort kann leap:up dort ansetzen, wo wissenschaftliche Erkenntnisse in Kooperation mit Industrie und Gesundheitswirtschaft weiterentwickelt und in marktfähige Anwendungen überführt werden. Diese Ergänzung stärkt den Transfer in der Region und trägt dazu bei, Wertschöpfung dauerhaft in Südwestsachsen zu verankern.“
Prof. Dr. Martin Wolz, Medizinischer Geschäftsführer der Klinikum Chemnitz gGmbH, hebt hervor: „Klinische Innovation entsteht dort, wo medizinische Praxis, Forschung und unternehmerische Umsetzung zusammenkommen. Der Gesundheitscampus Chemnitz bietet dafür ideale Voraussetzungen, die durch die Transferkompetenz von leap:up gezielt verstärkt werden.“
Sebastian Michaelis von der Wirtschaftsförderung der Stadt Chemnitz erklärt: „Mit dem Multi-Stakeholder-Ansatz vernetzen wir Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheitsversorgung, Finanzierung und Kommune systematisch. Das Engagement von leap:up stärkt diesen Ansatz, weil es Transfererfahrung und operative Umsetzungskompetenz in dieses Zusammenspiel einbringt.“
Für Gunnar Bertram, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Chemnitz eG und Präsident der IHK Regionalkammer Chemnitz, ist klar: „Nachhaltige Innovation braucht stabile Finanzierung und regionale Verankerung. leap:up schafft einen Rahmen, der Investitionen ermöglicht und wirtschaftliche Entwicklung langfristig absichert.“
Der neue leap:up-Standort befindet sich in der fabrik chemnitz, die sich als zentraler Innovationshub der Region versteht. Frank Steinert, Initiator und einer der drei Mitgründer, und Susann Wübbens, COO der fabrik chemnitz, erklären gemeinsam: „Die fabrik chemnitz geht über ein Raumangebot für leap:up hinaus. Sie fungiert als aktiver Knotenpunkt für unternehmerische Entwicklung und Technologietransfer, an dem Akteure aus Forschung, Start-ups und etablierten Unternehmen gezielt zusammenkommen. Von hier aus werden Wertschöpfungsketten angestoßen, die nachhaltig in der Region wirken. Mit leap:up gewinnt dieser Ansatz einen Partner, der Transfer konsequent in die Umsetzung bringt.“
Was leap:up in Chemnitz vorhat
Mit dem Standort Chemnitz initiiert leap:up Transferprojekte zwischen Wissenschaft, Klinik und Industrie, begleitet Ausgründungen und Start-ups und vernetzt regionale Expertisen. Ziel ist es, nachhaltige Strukturen für den Technologietransfer in Südwestsachsen aufzubauen. „Unser Anspruch ist es, aktiv Wertschöpfung zu ermöglichen und dauerhaft in der Region zu verankern“, so Hofmann. „Chemnitz bietet dafür die richtigen Partner und das passende Momentum.“
Weitere Informationen zur Initiative Gesundheitscampus Chemnitz erteilt Aline Lohse, Koordinatorin des Gesundheitscampus Chemnitz, Telefon +49 (0)371 531-31646, E-Mail aline.lohse@mb.tu-chemnitz.de.
(Autorin: Aline Lohse)
Mario Steinebach
19.01.2026