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Ehrung für einen engagierten Bewahrer der Automobilgeschichte

Matthias Doht, Absolvent der TH Karl-Marx-Stadt und langjähriger Leiter des Automobilmuseums Eisenach, wurde mit dem „Goldenen Kolben 2025“ ausgezeichnet

  • Ein Mann steht neben einem Oldtimer.
    Matthias Doht hat sich in seiner Heimatstadt Eisenach der Bewahrung und Darstellung der Geschichte des Automobilbaus verschrieben. Foto: privat/F-kubik

Das Forum für Fahrzeuggeschichte (F-kubik) ehrte 2025 eine Persönlichkeit für ihren langjährigen, unermüdlichen und erfolgreichen Einsatz zur Dokumentation und öffentlichen Präsentation historischer Mobilität in Deutschland: Die Auszeichnung „Goldener Kolben“ erhielt Matthias Doht, der bis 1984 Maschinenbau und Konstruktionstechnik an der Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt (heute TU Chemnitz) studierte. Doht ist Mitbegründer des Vereins Automobilbaumuseum Eisenach e. V., Initiator und privater Gründungsstifter der Stiftung Automobile Welt Eisenach, die seit 2014 eigenverantwortlich das Eisenacher Automobilmuseum betreibt. 2006 wurde er zum Oberbürgermeister der Wartburgstadt gewählt und trug auch in dieser Funktion maßgeblich zum Erhalt des automobilen Erbes von Eisenach bei. Seit seinem Ausscheiden aus dem Amt war er bis Ende 2024 der Leiter des Eisenacher Automobilmuseums und Geschäftsführer der von ihm gegründeten Stiftung. Zudem publiziert Doht mit vielfältigen Fachartikeln und zwei Buchveröffentlichungen zur Geschichte des Automobilbaus in seiner Heimatstadt.

Doht erinnert sich noch heute gern an sein Studium zurück, insbesondere an die Lehrveranstaltungen des Getriebetechnikers Prof. Dr. Johannes Vollmer, dessen anschauliche Getriebeschaukästen und Modellsammlungen legendär waren. „Von dem Fachwissen, das mir an der Hochschule vermittelt wurde, profitiere ich noch heute, vor allem bei dem strukturellen analytischen Vorgehen bei Problemlösungen“, so Doht. Nach seinem Studium an der damaligen Sektion Maschinen-Bauelemente arbeitete er im Automobilwerk Eisenach bis zur Werksschließung als Konstrukteur für Sondermaschinen und Rationalisierungsprojekte.

Der Kontakt zu seiner Alma Mater ist nicht abgerissen. So übergab er 2023 jahrgangsweise gebundene Fachzeitschriften aus dem Archiv der Stiftung „Automobile Welt Eisenach“ an die Professuren Fahrzeugsystemdesign (Leitung: Prof. Dr. Ralph Mayer) sowie Schweißtechnik (Leitung: Prof. Dr. Jonas Hensel). Dazu gehörten die Zeitschriften „Der Karosseriebauer“, „Motortechnische Zeitschrift MTZ“, „Die Schweißtechnik“ und „Krafthandwerk“ der 1960er- bis 1980er-Jahre. Mayer, der ehrenamtlich auch Vorsitzender der Automobilhistorischen Gesellschaft ist, war während einer Fachtagung in Eisenach auf die Bestände aufmerksam geworden. „Ich freue mich sehr, dass sich Matthias Doht über Jahrzehnte hinweg so engagiert für die Darstellung und Bewahrung der Automobilgeschichte eingesetzt hat. Nicht nur die Stadt Eisenach hat ihm viel zu verdanken“, so Mayer.

Mario Steinebach
06.02.2025

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