Springe zum Hauptinhalt
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion
„Uni aktuell“-Meldungen
Uni aktuell Menschen

Ein ideales Spielfeld

Von Chemnitz nach Berlin und zurück: Manchmal muss man ein paar Umwege gehen, bevor es richtig passt. Im Gespräch mit dem 25-jährigen gebürtigen Leipziger Patrick Schönknecht, der in Chemnitz seinen idealen Studiengang gefunden hat

  • Junger Mann im grünen T-Shirt steht in einer Autowerkstatt.
    Patrick Schönknecht ist sehr aktiv im T.U.C. Racing Team der TU Chemnitz und tüftelt an Rennboliden. Foto: Martin Förster

Automobilproduktion und -technik an der TU Chemnitz: Wie bist du auf dieses Studium gekommen?

Ich war ganz am Anfang meines Studiums in Chemnitz, bin dann aber wegen eines attraktiven Angebots – ein duales Studium bei Mercedes Benz – erst einmal nach Berlin gewechselt. Als ich dort meinen Bachelor im Fach Maschinenbau-Konstruktion und Fertigung in der Tasche hatte, gab es einen konzernweiten Einstellungsstopp in der Transportersparte. Für mich war klar: Dann machst du deinen Master, um fachlich noch weiterzukommen. Und weil ich in Berlin das Thema Produktion für mich entdeckt hatte, passte Chemnitz mit seinem Studiengang Automobilproduktion und -technik perfekt. Vor allem der Fokus auf Fabrikplanung und Logistik hat mich gereizt, das gibt es so kaum woanders. 

Wolltest du schon immer etwas Technisches studieren – und wie lief die Orientierung im Vorfeld?

Etwas mit MINT, das war mir schon früh klar, so in der 10., 11. Klasse. Aber was genau? Bionik, Meeresbiologie oder Physik waren erste Ideen. Die Berufsorientierung in der 9. und 10. Klasse war so… (lacht) naja! Dann gab es 2013 beim Tag der offenen Tür an der TU Chemnitz einen spannenden Einführungsvortrag von Professor von Unwerth zum Thema »Alternative Fahrzeugantriebe«. Das hat mich dann schon in meine Richtung gebracht. 2014/15 habe ich mit Maschinenbau in Chemnitz angefangen und wollte das auch zur Vertiefungsrichtung machen – bis ich dann eben gemerkt habe, was mich noch viel mehr interessiert. 

Welche Tipps hast du für Schülerinnen und Schüler, die gerade schauen, was sie studieren könnten?

Erstens einen ganz langweiligen: Lest die Studienordnung des Wunschstudiengangs. Die Inhaltsangaben der einzelnen Fächer zeigen gut, was wirklich gelehrt wird. Und zweitens sollte man sich als  18-19-Jährige oder -Jähriger nicht unnötig unter Druck setzen. Es ist keine Schande, sich nach ein, zwei Semestern noch einmal umzuentscheiden und den Studiengang oder auch den Studienort zu wechseln. Und noch ein dritter Tipp: Achtet auch auf den Campus und die Stadt. Wer sich wohlfühlt, studiert auch leichter.

Wie war dein Start in Chemnitz und was gefällt dir besonders am Studium und in der Stadt?

Die Orientierungsveranstaltungen am Anfang haben mir die Uni und die Stadt schnell nahegebracht. Klar, die klassischen Kneipentouren gehören dazu, aber man lernt in der ersten Zeit auch die Gebäude, die ganze Technik kennen und bekommt jede Menge Informationen auf den Weg. Mir ist sofort dieses echte Campusleben aufgefallen. Alles ist nah beieinander und man trifft seine Leute immer wieder zwischendurch. Besonders gefällt mir die Betreuung und Vernetzung an der Uni. Ich bin sehr aktiv im T.U.C. Racing Team – das ist der Formula Student Rennstall der TU. Dadurch habe ich viele zusätzliche Uni-Kontakte und bin im Austausch mit Professorinnen und Professoren und anderen wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das nutzt man automatisch auch im Studium. Ich mache jetzt meine Masterarbeit, und da hat man immer jemanden, wenn mal eine Frage schnell geklärt werden muss. Diese kurzen Wege, das Persönliche, Familiäre von Chemnitz ist ganz sicher auch ein Vorteil.

Was ist dein Traum für die Zukunft?

Bis vor einem Jahr dachte ich, vielleicht wieder nach Berlin zu gehen, z. B. in die Produktion in einem neuen Automobilwerk. Aber inzwischen möchte ich mich eventuell mit einer eigenen Produktidee selbstständig machen. Auch dafür ist Chemnitz und allgemein Sachsen großartig: 90 Prozent der Gründungen in Sachsen gibt es auch nach fünf Jahren noch, da sind wir bundesweit ganz vorn. Ich möchte noch nichts verraten, aber die Pläne werden konkreter.

(Das Interview stammt aus der im Dezember 2021 erschienenen Broschüre „Pack Dein Studium“, herausgegeben vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Weitere Informationen: https://www.pack-dein-studium.de. Die Broschüre kann hier bestellt werden.)

Weitere Informationen zum Studiengang Automobilproduktion und -technik: https://www.tu-chemnitz.de/mb/studium/studiengaenge.php?sg=master_automobilproduktion-automobiltechnik

Informationen zum Studium an der TU Chemnitz und zum Virtuellen TUCtag am 13. Januar 2022: www.studium-in-chemnitz.de

Mario Steinebach
11.01.2022

Alle „Uni-aktuell“-Artikel
Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

Presseartikel