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Chemnitz und die TU werden in Russland zum Internet-Hit

Alexandra Shaburova verließ vor fünf Jahren ihre Heimatstadt Tscheljabinsk im Ural, um ein neues Leben in Deutschland zu beginnen – Seitdem bloggt sie über ihr neues Zuhause und löst damit einen kleinen viralen Hype um Chemnitz und die TU aus

  • Junge Frau macht mit dem Handy ein Selfie vor einem Gebäude
    Die Semiotik-Masterstudentin Alexandra Shaburova fühlt sich an der TU Chemnitz sehr wohl und berichtet in mehreren Social-Media-Kanälen über ihr Leben in der Stadt und an der Universität. Foto: Isabel Möller
  • Junge Frau sitzt in einem Tonstudio am Mischpult und spricht in zwei Mikrophone.
    Alexandra Shaburova ist auch oft im Tonstudio von Radio UNiCC zu finden. Foto: Isabel Möller

Die Liebe zu Deutschland zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben von Alexandra Shaburova, die aus Tscheljabinsk im Ural stammt und heute an der Technischen Universität Chemnitz studiert. „Ich kann es nicht erklären, aber ich habe schon immer eine Verbindung zu Deutschland gespürt“, erinnert sich die Semiotik-Masterstudentin. Bereits in ihren Jugendjahren reiste sie im Rahmen verschiedener Sprachkurse nach Deutschland - einmal auch nach Dresden. „Aber niemand in meiner Familie glaubte wirklich daran, dass ich es so lange allein in einem fremden Land aushalte. Aber so war es. Irgendwann rief ich meine Eltern an und sagte, dass ich nach Deutschland zurückkehren möchte.“ Gesagt getan: 2016 packte Alexandra ihren Koffer und sagte ihrer Heimat Lebewohl.

Karrierestart in Chemnitz

Frisch in Deutschland angekommen, stand für Alexandra fest, dass sie einen Weg in der Medienbranche – und in Sachsen - einschlagen möchte. „Chemnitz war da, ehrlich gesagt, nicht meine erste Wahl“, lacht Alexandra. „Auch nicht meine zweite.“ Das änderte sich recht schnell im Wintersemester 2016/2017, als sie ihr Studium der Medienkommunikation an der TU Chemnitz begann. Denn zeitgleich fing Alexandra damit an, die Stadt zu Fuß zu erkunden. „Ich entdeckte immer mehr liebenswerte Ecken, wie den Schlossteich oder den Zeisigwald. Ich bemerkte, wie außergewöhnlich Chemnitz ist.“ Ihre Streifzüge hielt Alexandra fotografisch auf ihrem Instagram-Accounts "Chemnitz.city" und "_eviliam_" fest. Mittlerweile versammelt die Studentin dort bereits eine Fangemeinde von knapp 7.300 Menschen. "Etwa 70 Prozent kommen aus Osteuropa", so Alexandra. „Ich sehe die Stadt wahrscheinlich aus einem ganz eigenen Blickwinkel, anders als Einheimische. Das scheint den Leuten zu gefallen.“

Chemnitz wird zum Internet-Hit für internationale Studierende

Eine Umfrage auf ihren Social-Media-Kanälen ergab kürzlich, dass mehr als 500 Russen Chemnitz aufgrund von Alexandras Blogs besuchen möchten - obwohl sie die Stadt zuvor gar nicht kannten. Den Erfolg unter ihren Landsleuten erklärt sie sich so: „Chemnitz ist eine kulturelle Transitzone. Hier gibt es viel vom modernen Deutschland, allerdings spürt man auch immer noch die gemeinsame Vergangenheit mit der UdSSR und Osteuropa.“ Und nicht nur als künftiges Reiseziel konnte Alexandra Chemnitz auf die Agenda vieler Menschen setzen: „Tatsächlich haben mich bisher schon etwa 20 Follower über ein Studium in Chemnitz gelöchert und sich letztendlich sogar für die TU entschieden.“

Podcast aus der Wahlheimat TU Chemnitz

Mittlerweile ist Alexandra nicht nur in Chemnitz, sondern auch an der Uni fest verwurzelt: „Ich studiere nicht nur hier, ich arbeite nebenbei auch im Internationalen Universitätszentrum sowie im Bereich Veranstaltungsorganisation und Merchandaising. Außerdem bin ich seit 2017 ehrenamtlich beim Studentenradio UNiCC tätig, habe auf dem Campus meinen Mann kennengelernt und mittlerweile studieren nicht nur wir, sondern auch meine Schwester an der TU.“

Um den Hunger ihrer wachsenden Fangemeinde zu stillen, startet Alexandra demnächst den russischsprachigen Podcast „Sascha und Medwed“, in dem sie mit Gästen über ihre Erfahrungen als Russin in Sachsen plaudert. Die ersten Folgen soll es bald immer am letzten Samstag im Monat über Radio UNiCC oder Spotify geben. Nebenbei bespielt Alexandra verschiedene Nachrichten-Portale auf Social Media und versorgt ihre Landsmänner sowie -frauen mit News in ihrer Heimatsprache. Eins steht für Alexandra fest: Ein Leben in einer anderen Stadt möchte sie sich aktuell nicht vorstellen. „Hier in Chemnitz fühle ich mich wohl und hier möchte ich auch bleiben.“

(Autorin: Isabel Möller)

Mario Steinebach
21.01.2021

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Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

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