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Ganzheitliche Bewertung der Werkzeugherstellung soll Produktivität steigern

Professur für Umformendes Formgeben und Fügen der TU Chemnitz identifiziert in einem Verbundprojekt energie- und ressourceneffiziente Prozessketten für das Schmieden, Presshärten und Metallspritzgießen

  • Blick in den Maschinenraum und daneben Grafiken von Meßkurven.
    Energieverbrauchserfassung bei der Werkzeugherstellung. Fotomontage: Professur für Umformendes Formgeben und Fügen

Werkzeuge für Fertigungsprozesse der Ur- und Umformtechnik bei hohen Temperaturen, wie das Presshärten, das Metallspritzgießen und das Schmieden, wurden über Jahrzehnte hinweg unabhängig voneinander entwickelt und entsprechend der Prozessanforderungen, den werkstofftechnischen Rahmenbedingungen, den Möglichkeiten der spanenden Fertigung und den Produktanforderungen ausgelegt. Forscherinnen und Forscher der Professur für Umformendes Formgeben und Fügen der Technischen Universität Chemnitz betrachten diese Verfahren und die dafür notwendige Werkzeugherstellung gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) und acht Firmen erstmals übergreifend, um Material, Zeit, Kosten und Energie einzusparen.

Bis zum 30. November 2022 werden die Forschungsarbeiten in einem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung geförderten Projekt mit insgesamt etwa 1,8 Millionen Euro gefördert. Ziele dieses Verbundvorhabens, das bereits im Dezember 2019 startete, sind neben der verfahrensübergreifenden Betrachtung von Prozessketten zur Werkzeugherstellung auch die Identifizierung energie- und ressourceneffizienter Fertigungsalternativen. Um ein möglichst breites Spektrum an Aussagen treffen zu können, werden aktuell verschiedene Fertigungsprozesse detailliert untersucht. „Der Vergleich zwischen der konventionellen Fertigung von Werkzeugen und den darauf gefertigten Werkstücken mit alternativen Fertigungsmöglichkeiten, die sich z. B. durch die Kombination mit der additiven Fertigung ergeben, bildet dabei den Grundstein für die Verbesserung der Energie- und Ressourceneffizienz“, sagt die Projektkoordinatorin Dr. Anja Rautenstrauch von der Professur für Umformendes Formgeben und Fügen.

Am ProjektreProTools – Identifizierung energie- und ressourceneffizienter Prozessketten für die Herstellung thermo-mechanisch beanspruchter Werkzeuge durch eine gesamtheitliche Bewertungsmethode“ bringen neben der TU Chemnitz und dem Fraunhofer IWU mehrere Unternehmen ihre Expertise mit ein. Dazu zählen: a.i.m. all in metal GmbH, Weber Schweißmaschinen GmbH, Sternberg GmbH, SHB Stahl- und Hartgusswerk Bösdorf GmbH, Gesenkschmiede Schneider GmbH, Bernd Flach Präzisionstechnik GmbH, Albert Schmutzler GbR und TRUMPF Laser- und Systemtechnik GmbH.

Weitere Informationen erteilt Dr. Anja Rautenstrauch, Telefon 0371 531-37327, E-Mail anja.rautenstrauch@mb.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
24.09.2020

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