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Erfolgreicher Berufseinstieg dank Studienwechsel nach Chemnitz

Hannah Gerold aus Frankfurt (M.) ist TU-Absolventin und arbeitet im Projekt „Respekt Coaches“ in Chemnitz – Wie sie den passenden Job fand

„Aufgewachsen bin ich in einem Örtchen an der Frankfurter Stadtgrenze. Mein Wunsch, etwas mit Sprachen zu machen, brachte mich 2015 schließlich nach Chemnitz“, erzählt Hannah Gerold. An der Technischen Universität Chemnitz studierte sie Interkulturelle Kommunikation im Bachelor. Besonders gut habe ihr die Vielfalt des Studiums und die Möglichkeit gefallen, je nach Interesse eigene Schwerpunkte zu setzen. „Für ein Studium in Chemnitz habe ich mich entschieden, weil der Studiengang im Gegensatz zu meinem abgebrochenen Wirtschaftspädagogikstudium in Frankfurt mehr nach meinem Geschmack war. Chemnitz ist außerdem klein und überschaubar, man kennt sich. Mir gefällt außerdem, dass die Uni groß genug ist, um frei entscheiden zu können, was zu einem passt. Und trotzdem so klein, dass es zu vielen Menschen auf dem Campus ein persönliches Verhältnis gibt“, fasst Gerold zusammen.

Interkulturelles Engagement auf dem Campus

Neben dem Studium blieb Hannah noch genügend Zeit, verschiedene Sprachen zu erlernen und diese auf dem Campus im Gespräch mit den zahlreichen internationalen Studierenden direkt anzuwenden. Und auch das ehrenamtliche Engagement kam nicht zu kurz: Bereits zu Beginn ihres Studiums wurde Hannah Teil der studentischen Initiative „kulturcampus“. 2018 gründete sie selbst gemeinsam mit anderen Studierenden die Initiative „F.R.I.E.N.D.S. of TU Chemnitz“. „Die Friends haben es sich zum Ziel gemacht, das ˏsocial lifeˊ auf dem Campus zu verbessern und dabei Studierende aus unterschiedlichsten Ländern zusammenzubringen. Unsere erste Veranstaltung war mit 110 Teilnehmenden ein voller Erfolg. Die Stadt bietet noch viel Nährboden für Ideen und Macher, es gibt wenig Konkurrenz und viele Unterstützer. Das sehe ich als großen Vorteil von Chemnitz.“

Doch nicht nur ehrenamtlich war Hannah viel unterwegs. Sie probierte verschiedene Nebenjobs aus, verbrachte 2017/2018 ein Auslandssemester auf Zypern und absolvierte im Anschluss ein Praktikum bei einer NGO (Non Governmental Organisation), die sich für internationale Jugendarbeit einsetzt. „Die Erfahrung im Praktikum war sehr wichtig für mich, weil ich merkte, dass mich Jugendarbeit begeistert. Mir wurde klar, dass ich meine zukünftige Arbeit im pädagogischen Bereich sehe“, fasst sie ihre Zeit dort zusammen.

Hilfe beim Jobeinstieg – Angebote des Career Service sehr wertvoll

Anfang 2019 schloss Hannah ihren Bachelor erfolgreich ab und ging auf Jobsuche. „Nach dem Studium wurden mir von vielen Seiten gesagt, dass man mit einem Bachelor in Interkultureller Kommunikation bei der Jobsuche wenig Erfolg hat. Für mich stand trotzdem fest, dass ich nach dem Abschluss einen Job finden möchte. Deswegen habe ich mich parallel zur Endphase meiner Bachelorarbeit bei unterschiedlichen Stellen beworben.“ Der Career Service der TU unterstützte sie bei ihrem Berufseinstieg: „Ich empfinde die Angebote des Career Service als besonders wertvoll für alle Studierenden. Das fängt bei den kostenlosen Bewerbungsfotos bei der Karrieremesse TUCconnect an und endet nicht zuletzt bei den umfangreichen Workshop-Angeboten. Auf den Karrieremessen konnte ich zudem erste Erfahrungen in der Gesprächsführung mit Human-Resources-Managern sammeln und mein Netzwerk ausbauen“.

Berufseinstieg im lokalen Arbeitsmarkt geschafft

Seit Juli 2019 arbeitet Hannah beim Jugendmigrationsdienst (JMD) der AWO Soziale Dienste Chemnitz und Umgebung gGmbH im Projekt „JMD Respekt Coaches“. Eine Freundin vom „kulturcampus“ machte Gerold auf die Stelle aufmerksam. Als Respekt-Coach koordiniert sie Projekte, Workshops und Projektwochen mit externen Trägerinnen und Trägern der politischen Bildung. Außerdem führt sie selbst Projekte zu Themen wie Demokratie, Diskriminierung, soziales Miteinander und Mobbing durch. „Die Arbeit vereint alles, was mir für meinen zukünftigen Job wichtig war. Ich kann Projekte koordinieren und selbst durchführen. Zusätzlich steht und setzt sich das Vorhaben für Werte ein, die für mich essentiell sind und für die ich auch als Privatperson stehe. Dies ist für mich einer der wichtigsten Faktoren.“

In Zukunft möchte Hannah noch viele weitere spannende Projekte an ihrer Schule etablieren. Momentan arbeitet sie daran, die Schule auch für Studierende zu öffnen, z. B. als Kursleiterin eines Nachmittagsangebots. Diese Vernetzung soll auch einen Mehrwert für die Stadt Chemnitz bringen. Zudem engagiert sie sich weiterhin für die „F.R.I.E.N.D.S. of TU Chemnitz“.

Einen wichtigen Tipp hat Hannah Gerold noch für alle zukünftigen Absolventinnen und Absolventen: „Das, was mein Studium am meisten bereichert hat, waren die Nebenjobs und ehrenamtlichen Tätigkeiten, in denen ich mein Gelerntes auch anwenden konnte. Da macht Lernen gleich mehr Spaß. Das kann ich jedem empfehlen.“ Engagement zahlt sich eben aus und hilft beim Jobeinstieg.

(Interview: Maria Hauschild)

Matthias Fejes
29.07.2020

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