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Stadt Chemnitz lobt Internationale Stefan Heym-Förderpreise aus

Prof. Dr. Bernadette Malinowski, Inhaberin der Professur Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft, sieht an der TU Chemnitz großes Potenzial, sich mit kleineren Projekten oder Initiativen um den Förderpreis zu bewerben und so das Andenken Heyms in die Universität zu tragen

  • Alter Mann mit Sakko sitzt in einem Raum.
    Dem Schriftsteller Stefan Heym wurde 2001 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Chemnitz verliehen. Foto: Internationale Stefan-Heym-Gesellschaft/Andreas Truxa

Für Projekte und Initiativen, die sich in besonderer Weise mit Leben, Werk und Wirken Stefan Heyms beschäftigen, lobt die Stadt Chemnitz die Internationalen Stefan-Heym-Förderpreise aus. Am 31. Dezember 2020 endet die Bewerbungsphase. Die Förderpreise im Gesamtwert von 20.000 Euro werden zusätzlich zum Internationalen Stefan-Heym-Preis der Stadt Chemnitz ausgelobt. Vergeben werden sie in Form eines anteiligen Preisgeldes insbesondere an Projekte und Initiativen im Bereich von Wissenschaft, Kunst, Kultur und Forschung bzw. Nachlasspflege, für publizistische und dokumentarische Arbeiten, Stipendien oder zur Unterstützung von Projekten mit Schülerinnen und Schülern bzw. Studierenden.

Prof. Dr. Bernadette Malinowski, Inhaberin der Professur Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft der Technischen Universität Chemnitz, konnte 2017 von dem der nach dem Schriftsteller, Publizisten und Ehrenbürger der Stadt Chemnitz benannten Förderpreis profitieren. Die Internationale Stefan-Heym-Gesellschaft, die von Malinowski vertreten wird, konnte eine Sondierungsreise in das Stefan-Heym-Archiv in Cambridge finanzieren. Diese Reise diente der Professur als Quelle für wissenschaftliche Desiderate, aber auch als Auftakt der Etablierung eines Schwerpunktes der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Stefan Heym in einem Stefan-Heym-Forschungszentrum der Stadt Chemnitz. "Ich bin mir sicher, dass an der TU Chemnitz auch Nicht-Literaturwissenschaftler und Studierende, die sich schwerpunktmäßig nicht mit Literatur beschäftigen, literarische Interessen haben, die zur einen oder anderen Projektidee und zu kritischen Beschäftigung mit literarischen, philosophischen oder gesellschaftspolitischen Themen führen", sagt Malinowski. Denkbar seien beispielsweise auch Recherchereisen oder kleinere historische Forschungsprojekte. "Es wäre schön, wenn wir so das Andenken Heyms stärker als bisher in die Universität tragen könnten", fügt die Literaturwissenschaftlerin hinzu.

Bewerben können sich natürliche und juristische Personen, Initiativen, Institutionen, private und öffentliche Einrichtungen und Vereine. Die geförderten Projekte sollen innerhalb der rund drei Jahre bis zur nächsten Verleihung des Stefan-Heym-Preises umgesetzt werden. Mit der Bewerbung müssen eine Beschreibung des Projektes (max. zwei Seiten im Format DIN A4), ein Kosten- und Finanzierungsplan, ein Plan für die Öffentlichkeitsarbeit zum Projekt und ein Zeitplan eingereicht werden. Das Bewerbungsformular steht im Internet unter www.stefan-heym-preis.de zum Download bereit.

Hintergrund: Stefan Heym (1913 - 2001)

Mit seinem umfassenden Lebenswerk gehört Stefan Heym zu den bedeutendsten deutschen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Seinem Andenken fühlt sich die Stadt Chemnitz, in der er 1913 geboren wurde, seit langem verpflichtet. 2001 wurde er Ehrenbürger der Stadt. In ehrendem Gedenken wurde im Jahr 2008 erstmals der Internationale Stefan-Heym-Preis verliehen. Und der Vorplatz des Sächsischen Landesmuseums für Archäologie im ehemaligen Kaufhaus Schocken heißt seit April 2013 Stefan-Heym-Platz.

Mario Steinebach
15.07.2020

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