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Professur Maschinenelemente und Produktentwicklung
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Professur Maschinenelemente und Produktentwicklung 

Neuigkeiten

Zwei intensive Tage voller fachlichem Austausch, spannender Forschungsergebnisse und neuer Projektideen

12.06.2026

Vom 10. bis 11. Juni war das IKAT beim PA AK WNV der FVA Forschungsvereinigung Antriebstechnik in Bargteheide bei Getriebebau NORD GmbH & Co. KG vertreten.

Den Auftakt machte Prof. Hasse mit dem Abschlussbericht zum Forschungsprojekt über hochdrehende E-Maschinen. Im Anschluss stellte Herr Tobias Hentschel (in Kooperation mit WHZ) neue Berechnungsmethoden für hypotrochoidische WNV vor. Besonders der örtliche Festigkeitsnachweis unter Reibdauerermüdung sorgte für reges Interesse und viele fachliche Diskussionen. Den Abschluss des ersten Sitzungstages bildete Herr Benjamin Muhammedi mit ersten Ergebnissen zu einem ganzheitlichen Berechnungskonzept für Wellen in Passfederverbindungen.
Der zweite Tag startete mit dem Vortrag von Herrn Zylla zu einsatzgehärteten Wellen. Neben den festigkeitssteigernden Teileffekten standen insbesondere die Treffsicherheitsbewertung und deren Einordnung anhand etablierter Richtlinien im Fokus. Anschließend präsentierte Herr Jonathan Schanner aktuelle Versuchsergebnisse aus dem Projekt „Haftreibwerte“. Für Herrn Vivek Niel Jason Kanaparthy stellte Herr Hentschel den Kick-off des neuen Projekts zu hypotrochoiden FKV-Kupplungen vor.
Den Abschluss der Sitzung bildeten Prof. Frank Forbrig (WHZ) und Herr Marvin Bellmann mit ihrer Projektidee zu Polygon-WNV – und gleichzeitig ein besonderer Meilenstein: Herr Bellmann hielt seinen ersten Vortrag im Arbeitskreis PA AK WNV.
Herzlichen Glückwunsch zu diesem gelungenen Debüt! Wir freuen uns über die starke Beteiligung unseres Teams und auf viele weitere spannende Diskussionen, Forschungsergebnisse und Projekte im Netzwerk der FVA.

Am 2. Juni hieß es bei IKAT: Raus aus dem Büro, ran an die Kugeln! 🎳

05.06.2026

Bei unserem Kegelabend wurde schnell klar: Nicht nur in Forschung und Entwicklung steckt bei uns Ehrgeiz. Vom ersten Wurf an wurde konzentriert an Technik, Tempo und Zielgenauigkeit gefeilt, um möglichst viele Holz zu treffen.

Besonders beeindruckend war dabei Prof. Erhard Leidich, ehemaliger Leiter der Professur. Mit einer starken Leistung und bemerkenswerter Treffsicherheit über den gesamten Abend hinweg ließ er der Konkurrenz kaum eine Chance und sicherte sich souverän den ersten Platz. Damit bewies er eindrucksvoll, dass Erfahrung einfach unbezahlbar ist.

Der zweite Platz ging an Lars Friedrich, der mit konstant guten Würfen über alle Runden hinweg überzeugte. Ganz nach dem Motto: Wer dranbleibt, wird belohnt.

Auf dem dritten Platz landete Denny Knabner, der sich auch von weniger gelungenen Würfen nicht aus der Ruhe bringen ließ und bis zum Schluss um jeden Punkt kämpfte.

Der Abend hat einmal mehr gezeigt: Der Wettbewerbsgeist von IKAT endet nicht an der Labortür. 💪

Herzlichen Glückwunsch an unsere Sieger:

🥇 Prof. Erhard Leidich
🥈 Lars Friedrich
🥉 Denny Knabner

Ein großes Dankeschön geht an Sebastian Radtke für die Organisation und dafür, dass dieser gelungene Abend überhaupt möglich wurde!

Wir freuen uns schon auf die Revanche. 😉

Arbeit verbindet, aber Natur schweißt zusammen

29.05.2026

Gestern hat das IKAT-Team den Schreibtisch gegen Wanderschuhe getauscht. Nach der Anreise mit der Bahn ging es bei perfektem Wetter von Zschopau aus durch das wunderschöne Erzgebirge, mit einer verdienten, reichhaltigen Pause auf der Burg Scharfenstein bis zum Schloss Wolkenstein.

​Abgerundet wurde der Tag durch einen tollen Ausklang im „Grenadier Restaurant“.

​Ein großes Dankeschön an das Orga-Team der Tour, bei der selbst der Erzgebirger neue Wege entdecken konnte! 🥾

IKAT auf dem Arbeitskreis Nichtschaltbare Kupplungen in Bad Homburg vertreten

20.05.2026

Am 6. und 7. Mai nahm Herr Vivek Niel Jason Kanaparthy erstmals am Arbeitskreis „Nichtschaltbare Kupplungen“ in Bad Homburg bei Frankfurt teil. Gastgeber der Veranstaltung war das multinationale Unternehmen Ringspann GmbH, das sich auf die Entwicklung und Herstellung von Freiläufen, Industriebremsen, Wellen-Naben-Verbindungen, Kupplungen und Kupplungssystemen spezialisiert hat.

Die Sitzung begann am Abend des 6. Mai mit einem Abendessen im Restaurant Bad Homburger Brauhaus, bei dem Forscher verschiedener Institute und Unternehmensvertreter Kontakte knüpfen und sich kennenlernen konnten.

Am nächsten Tag stellte Herr Kanaparthy gemeinsam mit Herrn Dr. Klärner vom Institut für Strukturleichtbau der TU Chemnitz ihr Projekt mit dem Titel „Momentübertragungsfähigkeit von Faser-Kunststoff-Verbindungen mit hypotrochoidischem Profil“ vor. Das Projekt fand großen Anklang und weckte das Interesse sowohl der Forscher als auch der Unternehmensvertreter.

Die Veranstaltung endete mit einer ausführlichen Werksbesichtigung bei Ringspann, bei der die Teilnehmer des Arbeitskreises die Produkte und Produktionstechnologien von Ringspann kennenlernen konnten.

Wir gratulieren Herrn Kanaparthy zu seinem ersten Arbeitskreis und wünschen ihm und Dr. Klärner viel Erfolg bei ihrer Forschung.

Forschung

Das tiefe Lernen (DL) und die künstlichen neuronalen Netze (ANN) gehören beide zum Bereich des maschinellen Lernens (ML), der wiederum der KI zugeordnet ist. ANNs sind in der Lage, komplexe Zusammenhänge zu erlernen und auszuführen, was in den letzten Jahren zu bemerkenswerten Ergebnissen geführt hat.
Die zulässigen Beanspruchungen von ausgewählten Welle-Nabe-Verbindungen (Kegel-, Zylinderpressverband sowie Passfeder-, Rändel-, Polygonverbindung, etc.) werden im Bereich der Dauer-, Zeit- und Betriebsfestigkeit seit Jahrzehnten schwerpunktmäßig am IKAT untersucht. Dabei wird des Verhalten sowohl unter einzelnen Belastungen (Biegung, Torsion) wie auch kombinierten dynamischen Lasten analysiert.
Im Kontakt verschiedener Bauteile initiieren Verformungen in Verbindung mit dem vorherrschenden Fugendruck den Schädigungsprozess der Reibdauerermüdung (Reibkorrosion). Aktuelle Forschungsaktivitäten am Institut konzentrieren sich auf die grundlagenorientierte Erforschung des Schadensphänomens Reibkorrosion und verfolgen die Zielstellung der Erarbeitung eines wirkungskonformen Berechnungsverfahrens.
Wachsender ökologischer und ökonomischer Druck führt in der Entwicklung der Gleitlager zu immer höheren und komplexeren Beanspruchungen. Die Forschung am Institut beschäftigt sich daher vorrangig mit der Untersuchung und Entwicklung von alternativen Gleitwerkstoffen und dem Einfluss geometrischer Abweichungen. Der Schwerpunkt der Untersuchungen liegt im Verschleißverhalten bei unterschiedlichsten Betriebsbedingungen (Partikel, Mischreibung, Hydrodynamik).
Während konventionelle Mechanismen ihre Verformbarkeit den gleitenden oder rollenden Schnittstellen in den Gelenken verdanken, erfüllen nachgiebige Mechanismen ihre Funktion durch elastische Dehnungen an Stellen, die beim Entwurf bewusst flexibel gestaltet werden. Dieses Funktionsprinzip ermöglicht neuartige, formadaptive Strukturen, welche beispielsweise in der Softrobotik oder bei formvariablen Tragflächen Anwendung finden können. Die Professur setzt hierbei den Forschungsschwerpunkt auf optimierungsbasierte Synthesemethoden.
Die Festigkeitsuntersuchungen fokussieren auf die Zahnfußtragfähigkeit von Schneckenradgetrieben. Die Herausforderung zur numerischen Abbildung liegt in der komplexen Geometrie und im speziellen Werkstoff Bronze.
Der Haftreibwert (auch: Reibbeiwert oder Reibungszahl) ist als eine Systemgröße mit einer Vielzahl beeinflussender Parameter zu verstehen. Um bestehende Potentiale in reibschlüssigen Verbindungen (u. a. Schrauben-, Flansch-, Pressverbindungen) zu nutzen, ist eine experimentelle Untersuchung unerlässlich. Mit Hilfe standardisierter Prüfverfahren an Modellproben werden an der Forschungsstelle verschiedenste tribologische Konfigurationen hinsichtlich ihres Übertragungsverhaltens betrachtet. Ein Hauptforschungsgebiet ist dabei die Synthese neuer Auslegungs-/Auswahlwerkzeuge für reibwerterhöhende Maßnahmen (z. B. Mikro-/Laserstrukturen, Hartpartikel, Beschichtungen) für statische und dynamische Belastungsfälle.
Wie lässt sich Nachhaltigkeit in der Produktentwicklung schon gleich zu Beginn mit Denken? Wie lassen sich Grundprinzipien der Nachhaltigkeit: Menschenrechte, Kreislaufwirtschaft, Natur- und Ressourcenschutz und betriebswirtschaftliche Tragfähigkeit in Produkten verankern? Welche Methoden und Fähigkeiten benötigen Entwickler, Konstrukteure und Manager zur Umsetzung nachhaltiger Produkte in ihrer ganzen Komplexität?