Professur MP | IKAT | Fakultät für Maschinenbau | TU Chemnitz

Springe zum Hauptinhalt
Professur Maschinenelemente und Produktentwicklung
Professur MP
Professur Maschinenelemente und Produktentwicklung 

Neuigkeiten

Summer school in Kroatien

20.08.2026

Leon Stahr verbrachte zwei intensive und inspirierende Wochen bei der Summer School for Engineering Design Research (SSEDR) 2026 in Kroatien, organisiert von The Design Society – eine Erfahrung, die fachlich wie persönlich in Erinnerung bleibt.

Gemeinsam mit einem internationalen Team wurden Forschungsmethoden kritisch hinterfragt, neue Perspektiven eröffnet und wertvolle Erkenntnisse gewonnen. Ein besonderer Dank gilt Lucienne Blessing, Gaetano Cascini, Daniela Pigosso und Tomislav Martinec für die richtigen Fragen, spannenden Impulse und die intensive Begleitung.

Ebenso bedankt sich Leon Stahr bei allen teilnehmenden Promovierenden für den starken Zusammenhalt, den offenen Austausch und die vielen gemeinsamen Momente.

Für angehende Design Researchers ist die SSEDR aus seiner Sicht eine klare Empfehlung – SSEDR 2027 lohnt sich!

Vielleicht gibt es bereits bei der ICED 2027 ein Wiedersehen!

IKAT bei IFC 14 auf Madeira

13.08.2026

Vom 28. Juni bis zum 3. Juli nahmen Herr Knabner und Herr Müller am 14th International Fatigue Congress (IFC14) auf Madeira teil.

Im Rahmen der Konferenz präsentierte Herr Knabner seine Studie zu reibdauerermüdungsinduzierten Rissen bei flächigen Kontakten. Herr Müller hielt einen Vortrag zum Thema Reibdauerermüdung an einsatzgehärteten Werkstoffen und stellte dabei aktuelle Forschungsergebnisse vor.

Neben den fachlichen Beiträgen bot der Kongress zahlreiche Möglichkeiten zum intensiven Austausch mit internationalen Expertinnen und Experten sowie zu interessanten Gesprächen über aktuelle Entwicklungen und Forschungsthemen im Bereich der Ermüdungsfestigkeit. Der wunderschöne Tagungsort auf Madeira trug dabei ebenso zu einer gelungenen Veranstaltung bei wie die hervorragende Organisation und das abwechslungsreiche Programm.

Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Knabner und Herrn Müller für die engagierte Ausarbeitung und Präsentation ihrer Beiträge und freuen uns bereits auf den nächsten International Fatigue Congress.

Publikation zur Reibdauerermüdung

07.08.2026

Die Bewertung des Versagens im Bauteilkontakt stellt eine besondere Herausforderung dar, da hier Spannungsmechanik und Tribologie in besonders schädigender Weise miteinander interagieren. Kleine Mikrobewegungen zwischen den Bauteilen – auch als Schlupf bezeichnet – führen zu tribologischem Verschleiß, während überlagerte äußere Lasten das Risswachstum beschleunigen und letztlich zum Versagen des Bauteils führen können. Das Phänomen der Reibdauerermüdung wird in der Publikation „Crack initiation under fretting conditions: experimental and numerical evidence for a dominant mechanism“ umfassend untersucht und bewertet. Mithilfe einer Kombination aus experimentellen Untersuchungen und numerischen Simulationen wird die Reibdauerermüdung als dominierender Schadensmechanismus analysiert. Die Ergebnisse liefern neue Einblicke in die Entstehung von Rissen unter Fretting-Fatigue und unterstützen eine verbesserte Vorhersage der Bauteillebensdauer. Damit tragen die Erkenntnisse zur Entwicklung robusterer Auslegungsstrategien für sicherheitskritische technische Komponenten bei.

Reminder: Einreichungsfrist für das KT-Kolloquium 2026 endet am 31. Juli

27.07.2026

Die Einreichungsfrist für Beiträge zum KT-Kolloquium 2026 endet am 31. Juli 2026. Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Forschung einem Fachpublikum zu präsentieren und Teil der Veranstaltung an der Technischen Universität Chemnitz zu werden.

Das KT-Kolloquium bietet insbesondere Nachwuchsforschenden eine Plattform, um:

  • ihre Forschungsstrategie und aktuelle Ergebnisse vorzustellen,
  • wertvolles Feedback aus der wissenschaftlichen Community zu erhalten,
  • sich mit Forschenden aus den Bereichen Konstruktionstechnik und Maschinenelemente zu vernetzen,
  • sowie ihren Beitrag nach erfolgreichem Peer-Review in der Fachzeitschrift Konstruktion zu veröffentlichen.

Veranstaltungstermine

  • Optionales Vorprogramm: 30. September 2026
  • KT-Kolloquium: 1.–2. Oktober 2026
  • Veranstaltungsort: Technische Universität Chemnitz

Das Institut für Konstruktion und Antriebstechnik (IKAT) freut sich darauf, die Teilnehmenden in Chemnitz begrüßen zu dürfen und gemeinsam aktuelle Entwicklungen der Konstruktionstechnik zu diskutieren.

Jetzt Beitrag einreichen – Einreichungsschluss: 31. Juli 2026:
http://kt-kolloquium.de/de

Forschung

Das tiefe Lernen (DL) und die künstlichen neuronalen Netze (ANN) gehören beide zum Bereich des maschinellen Lernens (ML), der wiederum der KI zugeordnet ist. ANNs sind in der Lage, komplexe Zusammenhänge zu erlernen und auszuführen, was in den letzten Jahren zu bemerkenswerten Ergebnissen geführt hat.
Die zulässigen Beanspruchungen von ausgewählten Welle-Nabe-Verbindungen (Kegel-, Zylinderpressverband sowie Passfeder-, Rändel-, Polygonverbindung, etc.) werden im Bereich der Dauer-, Zeit- und Betriebsfestigkeit seit Jahrzehnten schwerpunktmäßig am IKAT untersucht. Dabei wird des Verhalten sowohl unter einzelnen Belastungen (Biegung, Torsion) wie auch kombinierten dynamischen Lasten analysiert.
Im Kontakt verschiedener Bauteile initiieren Verformungen in Verbindung mit dem vorherrschenden Fugendruck den Schädigungsprozess der Reibdauerermüdung (Reibkorrosion). Aktuelle Forschungsaktivitäten am Institut konzentrieren sich auf die grundlagenorientierte Erforschung des Schadensphänomens Reibkorrosion und verfolgen die Zielstellung der Erarbeitung eines wirkungskonformen Berechnungsverfahrens.
Wachsender ökologischer und ökonomischer Druck führt in der Entwicklung der Gleitlager zu immer höheren und komplexeren Beanspruchungen. Die Forschung am Institut beschäftigt sich daher vorrangig mit der Untersuchung und Entwicklung von alternativen Gleitwerkstoffen und dem Einfluss geometrischer Abweichungen. Der Schwerpunkt der Untersuchungen liegt im Verschleißverhalten bei unterschiedlichsten Betriebsbedingungen (Partikel, Mischreibung, Hydrodynamik).
Während konventionelle Mechanismen ihre Verformbarkeit den gleitenden oder rollenden Schnittstellen in den Gelenken verdanken, erfüllen nachgiebige Mechanismen ihre Funktion durch elastische Dehnungen an Stellen, die beim Entwurf bewusst flexibel gestaltet werden. Dieses Funktionsprinzip ermöglicht neuartige, formadaptive Strukturen, welche beispielsweise in der Softrobotik oder bei formvariablen Tragflächen Anwendung finden können. Die Professur setzt hierbei den Forschungsschwerpunkt auf optimierungsbasierte Synthesemethoden.
Die Festigkeitsuntersuchungen fokussieren auf die Zahnfußtragfähigkeit von Schneckenradgetrieben. Die Herausforderung zur numerischen Abbildung liegt in der komplexen Geometrie und im speziellen Werkstoff Bronze.
Der Haftreibwert (auch: Reibbeiwert oder Reibungszahl) ist als eine Systemgröße mit einer Vielzahl beeinflussender Parameter zu verstehen. Um bestehende Potentiale in reibschlüssigen Verbindungen (u. a. Schrauben-, Flansch-, Pressverbindungen) zu nutzen, ist eine experimentelle Untersuchung unerlässlich. Mit Hilfe standardisierter Prüfverfahren an Modellproben werden an der Forschungsstelle verschiedenste tribologische Konfigurationen hinsichtlich ihres Übertragungsverhaltens betrachtet. Ein Hauptforschungsgebiet ist dabei die Synthese neuer Auslegungs-/Auswahlwerkzeuge für reibwerterhöhende Maßnahmen (z. B. Mikro-/Laserstrukturen, Hartpartikel, Beschichtungen) für statische und dynamische Belastungsfälle.
Wie lässt sich Nachhaltigkeit in der Produktentwicklung schon gleich zu Beginn mit Denken? Wie lassen sich Grundprinzipien der Nachhaltigkeit: Menschenrechte, Kreislaufwirtschaft, Natur- und Ressourcenschutz und betriebswirtschaftliche Tragfähigkeit in Produkten verankern? Welche Methoden und Fähigkeiten benötigen Entwickler, Konstrukteure und Manager zur Umsetzung nachhaltiger Produkte in ihrer ganzen Komplexität?