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Professur Maschinenelemente und Produktentwicklung
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Professur Maschinenelemente und Produktentwicklung 

Neuigkeiten

IKAT @DFX Symposium

15.10.2026

Wie lassen sich Syntaxfehler in generiertem CAD-Text frühzeitig erkennen? Dieser Frage widmete sich Hr. Leon Stahr im Vortrag zum Thema „CAD-Grammatik in CAD-LLMs“.

Die anschließenden Diskussionen drehten sich insbesondere um die Anwendung kleiner, lokal betriebener CAD-LLMs und die Frage, wie sich ihr konkreter Nutzen für Konstrukteurinnen und Konstrukteure bewerten lässt.

Ein renovierter Bahnhof bot das technisch passende Ambiente für eine gelungene Abendveranstaltung mit anregenden Gesprächen.

Ein herzlicher Dank gilt der Gastgeberin Paetzold-Byhain und dem Team der Professur für Virtuelle Produktentwicklung für die tolle Organisation!

#CAD #LLM #VirtuelleProduktentwicklung

Semesterstart am IKAT

14.10.2026

Wir freuen uns auf den Start des Lehrbetriebs! In unseren neu konzipierten Veranstaltungen zur Konstruktionslehre und zu Maschinenelementen stehen die Darstellung technischer Systeme und ihre sichere Auslegung im Mittelpunkt.

Im Master vertiefen wir die Auslegung von Maschinenelementen im Modul „Technische Festigkeitsberechnung“. Praxisnahe Anwendungsbeispiele prägen dabei die Lehre. Unser Prüffeld bietet die Möglichkeit, die Ergebnisse direkt am Bauteil zu validieren.

Möchten Sie einen tieferen Einblick in die Produktentwicklung gewinnen? Auf unserer Homepage finden Sie aktuelle Angebote für Hiwi-Stellen und Abschlussarbeiten.

Professor Hasse und das Team des IKAT wünschen Ihnen viel Freude und Erfolg im neuen Semester!

Erfolgreiches 24. KT-Kolloquium 2026: Spannende Forschung, reger Austausch und Chemnitzer Industriegeschichte

06.10.2026

Das diesjährige gemeinsame Kolloquium Konstruktionstechnik (KT-Kolloquium) vom 01. bis 02. Oktober 2026 an der Technischen Universität Chemnitz war ein voller Erfolg. Als wichtige Austauschplattform für Doktoranden bot die Veranstaltung den perfekten Rahmen, um zukunftsweisende Forschungsideen und aktuelle Ergebnisse aus der Konstruktionstechnik im Kollegenkreis intensiv zu diskutieren und konstruktives Feedback von Professoren zu erhalten.

Neben der Organisation war das Institut für Konstruktions- und Antriebstechnik (IKAT) auch aktiv am Programm beteiligt und durfte aktuelle Forschungsansätze aus dem eigenen Haus vorstellen. Unsere wissenschaftlichen Mitarbeiter bereicherten das Kolloquium, dessen Beiträge auch im digitalen Book of Abstracts zu finden sind (https://doi.org/10.51382/978-3-96100-343-3), mit folgenden Fachvorträgen:

  • Herr Bellmann präsentierte aktuelle Erkenntnisse zum Thema „Modellierung und Auswertung dreidimensionaler Rissfronten unter Reibdauerbeanspruchung“.
  • Herr Knabner stellte seine Forschungsergebnisse im Bereich „Experimentelle Ermittlung der Reibwertentwicklung von Frettingkontakten und Implementierung in eine Simulationsroutine“ vor.
  • Herr Schanner gab den Teilnehmenden mit seinem Vortrag über „Simulation von Oberflächenschädigung beim quasistatischen Gleiten von reibwerterhöhenden Oberflächenstrukturen“ spannende Einblicke in seine Arbeit.

Neben dem dichten wissenschaftlichen Programm kam auch das Netzwerken nicht zu kurz. Ein absolutes Highlight der Veranstaltung war die gemeinsame Führung durch das Chemnitzer Industriemuseum, die einen faszinierenden Einblick in die reiche Technik- und Industriegeschichte der Region bot und einen gelungenen Kontrast zu den aktuellen Forschungsthemen bildete. Besonders beeindruckend war dabei auch die Live-Vorführung einer 14 Tonnen schweren Dampfmaschine.

Ein ganz besonderer Dank gilt dem Organisationsteam: Frau Nettlenbusch, Herr Stahr und Herr Strobel haben mit ihrem großartigen Engagement für einen reibungslosen Ablauf und eine rundum gelungene Veranstaltung gesorgt. Vielen Dank für die hervorragende Planung und Betreuung!

Wir blicken auf inspirierende Tage zurück und freuen uns bereits auf die weitere Zusammenarbeit und das nächste KT-Kolloquium.

IKAT beim World Tribology Congress 2026

30.09.2026

Reibung, Verschleiß, Schädigung und Simulation: Beim diesjährigen World Tribology Congress in Rio de Janeiro präsentierte das Institut IKAT aktuelle Forschungsergebnisse aus vier unterschiedlichen Perspektiven der Tribologie.

Mit vier Fachvorträgen wurden unter anderem folgende Themen vorgestellt:

🔹 Experimentelle Bestimmung von Reibwerten und Integration der Ergebnisse in eine Simulationsroutine

🔹 Untersuchung des Einflusses unterschiedlicher Materialpaarungen auf die charakteristischen Schallemissionssignale von Gleitlagern

🔹 Simulation von Bauteilkontakten und experimentelle Validierung unter Berücksichtigung der Veränderung des Reibungskoeffizienten

🔹 Simulation quasistatischer Gleitkontakte mit reibungserhöhenden Oberflächenstrukturen

Die Beiträge verdeutlichen die Bandbreite der Forschungsaktivitäten am IKAT – von experimentellen Untersuchungen über datenbasierte Analysen bis hin zur numerischen Simulation und experimentellen Validierung.

Der World Tribology Congress bot dabei eine hervorragende Gelegenheit, aktuelle Forschungsergebnisse zu diskutieren, neue Impulse zu gewinnen und sich mit Expertinnen und Experten aus der internationalen Tribologie-Community auszutauschen.

Forschung

Das tiefe Lernen (DL) und die künstlichen neuronalen Netze (ANN) gehören beide zum Bereich des maschinellen Lernens (ML), der wiederum der KI zugeordnet ist. ANNs sind in der Lage, komplexe Zusammenhänge zu erlernen und auszuführen, was in den letzten Jahren zu bemerkenswerten Ergebnissen geführt hat.
Die zulässigen Beanspruchungen von ausgewählten Welle-Nabe-Verbindungen (Kegel-, Zylinderpressverband sowie Passfeder-, Rändel-, Polygonverbindung, etc.) werden im Bereich der Dauer-, Zeit- und Betriebsfestigkeit seit Jahrzehnten schwerpunktmäßig am IKAT untersucht. Dabei wird des Verhalten sowohl unter einzelnen Belastungen (Biegung, Torsion) wie auch kombinierten dynamischen Lasten analysiert.
Im Kontakt verschiedener Bauteile initiieren Verformungen in Verbindung mit dem vorherrschenden Fugendruck den Schädigungsprozess der Reibdauerermüdung (Reibkorrosion). Aktuelle Forschungsaktivitäten am Institut konzentrieren sich auf die grundlagenorientierte Erforschung des Schadensphänomens Reibkorrosion und verfolgen die Zielstellung der Erarbeitung eines wirkungskonformen Berechnungsverfahrens.
Wachsender ökologischer und ökonomischer Druck führt in der Entwicklung der Gleitlager zu immer höheren und komplexeren Beanspruchungen. Die Forschung am Institut beschäftigt sich daher vorrangig mit der Untersuchung und Entwicklung von alternativen Gleitwerkstoffen und dem Einfluss geometrischer Abweichungen. Der Schwerpunkt der Untersuchungen liegt im Verschleißverhalten bei unterschiedlichsten Betriebsbedingungen (Partikel, Mischreibung, Hydrodynamik).
Während konventionelle Mechanismen ihre Verformbarkeit den gleitenden oder rollenden Schnittstellen in den Gelenken verdanken, erfüllen nachgiebige Mechanismen ihre Funktion durch elastische Dehnungen an Stellen, die beim Entwurf bewusst flexibel gestaltet werden. Dieses Funktionsprinzip ermöglicht neuartige, formadaptive Strukturen, welche beispielsweise in der Softrobotik oder bei formvariablen Tragflächen Anwendung finden können. Die Professur setzt hierbei den Forschungsschwerpunkt auf optimierungsbasierte Synthesemethoden.
Die Festigkeitsuntersuchungen fokussieren auf die Zahnfußtragfähigkeit von Schneckenradgetrieben. Die Herausforderung zur numerischen Abbildung liegt in der komplexen Geometrie und im speziellen Werkstoff Bronze.
Der Haftreibwert (auch: Reibbeiwert oder Reibungszahl) ist als eine Systemgröße mit einer Vielzahl beeinflussender Parameter zu verstehen. Um bestehende Potentiale in reibschlüssigen Verbindungen (u. a. Schrauben-, Flansch-, Pressverbindungen) zu nutzen, ist eine experimentelle Untersuchung unerlässlich. Mit Hilfe standardisierter Prüfverfahren an Modellproben werden an der Forschungsstelle verschiedenste tribologische Konfigurationen hinsichtlich ihres Übertragungsverhaltens betrachtet. Ein Hauptforschungsgebiet ist dabei die Synthese neuer Auslegungs-/Auswahlwerkzeuge für reibwerterhöhende Maßnahmen (z. B. Mikro-/Laserstrukturen, Hartpartikel, Beschichtungen) für statische und dynamische Belastungsfälle.
Wie lässt sich Nachhaltigkeit in der Produktentwicklung schon gleich zu Beginn mit Denken? Wie lassen sich Grundprinzipien der Nachhaltigkeit: Menschenrechte, Kreislaufwirtschaft, Natur- und Ressourcenschutz und betriebswirtschaftliche Tragfähigkeit in Produkten verankern? Welche Methoden und Fähigkeiten benötigen Entwickler, Konstrukteure und Manager zur Umsetzung nachhaltiger Produkte in ihrer ganzen Komplexität?