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Als die längste Diktatur Westeuropas zusammenbrach

Veranstaltungsreihe „Geteilte Geschichten“ beleuchtet die Verflechtungen zwischen der DDR, Portugal und den antikolonialen Befreiungsbewegungen der 1970er-Jahre

  • Porträt einer Frau.
    Prof. Dr. Teresa Pinheiro, Inhaberin der Professur Kultureller und Sozialer Wandel der TU Chemnitz, beschäftigt sich wissenschaftlich auch mit ihrem Heimatland Portugal und organisiert dazu regelmäßig Veranstaltungen an der Universität. Foto: privat

Aktuell widmet sich an der Technischen Universität Chemnitz die Veranstaltungsreihe „Geteilte Geschichten“ den historischen Verflechtungen zwischen der DDR, Portugal und den antikolonialen Befreiungsbewegungen in den 1970er Jahren. Organisiert wird sie von der Professur Kultureller und Sozialer Wandel (Leitung: Prof. Dr. Teresa Pinheiro) der TU Chemnitz gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen und dem Instituto Camões.

Zum Hintergrund: Vor fünfzig Jahren brach in Portugal die längste Diktatur Westeuropas zusammen, und Angola, Mosambik, Guinea-Bissau, Kap Verde und São Tomé und Príncipe erlangten ihre Unabhängigkeit. Diese Umbrüche fanden in der DDR große Aufmerksamkeit: Während sich die Beziehungen zum postdiktatorischen Portugal intensivierten, wurden die neuen entstandenen afrikanischen Staaten als sozialistische »Bruderländer« Teil der Außenpolitik der DDR. Bis heute sind nicht zuletzt in Chemnitz Spuren dieser Begegnungen sichtbar.

Veranstaltungsmarathon: Ausstellung, Filvorführung, Tagung und Podiumsdiskussion

Noch bis zum 12. Dezember 2025 ist in der Universitätsbibliothek, Straße der Nationen 33, die AusstellungDie Nelkenrevolution – Chronik eines Aufbruchs zu Freiheit, Fortschritt & Demokratie“ zu sehen. Gezeigt wird die Arbeit des DDR-Reporters Klaus Steiniger, der für die Zeitung „Neues Deutschland“ direkt aus Lissabon berichtete.

Am 3. Dezember 2025 wird der Film Portugiesischer Frühling „(DDR, Sabine Katins, 1975) gezeigt. Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr im Raum A13.219, Uni-Teil Straße der Nationen 62. Nach der Vorführung schließt sich eine Diskussion an.

„Brückenbau in Mauerzeiten: Die DDR und das Ende des portugiesischen Kolonialreichs“ ist das Thema einer Tagung, die am 4. Dezember 2025 von 9:30 bis 17:00 Uhr im IdeenReich der Universitätsbibliothek, Straße der Nationen 33, stattfindet. Im Mittelpunkt stehen Fachvorträge und Diskussionen zu den Beziehungen der DDR mit Portugal, Angola und Mosambik nach der Nelkenrevolution. Am Abend folgt unmittelbar im Anschluss eine Podiumsdiskussion mit Zeitzeugen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zum Thema „Zwischen Oral History und kulturellem Gedächtnis“.

Veranstaltungsreihe „Geteilte Geschichten“ im Überblick: https://blog.hrz.tu-chemnitz.de/geteilte-geschichten/filmvorfuehrung-gespraech/

Kontakt: Prof. Dr. Teresa Pinheiro, Tel. +49 (0)371 531-35014, E-Mail teresa.pinheiro@phil.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
25.11.2025

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