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Großer InitiativenTag im Rahmen des Campus- und Sportfestes

Präsenz zeigen, werben, motivieren: Viele studentische Initiativen bewiesen am 3. Mai, wie bunt das Studentenleben fernab vom Hörsaal ist

„Mit der diesjährigen Ausrichtung des InitiativenTages parallel zum Campus- und Sportfest wollten wir den vielen verschiedenen studentischen Organisationen, Vereinen und Initiativen die Chance geben, sich zu präsentieren und Mitglieder anzuwerben“, sagt Kevin Kinne von der Ortsgruppe Chemnitz von ArbeiterKind.de, die zum ersten Mal die Organisation der Veranstaltung inne hatte. Für den Promotionsstudenten Kinne ist das Engagement in studentischen Initiativen oder Projekten „eine absolute Herzensangelegenheit“. Seit Oktober 2013 ist ArbeiterKind.de auch in Chemnitz aktiv und agiert mit dem Ziel, Schüler ohne akademisches Elternhaus für ein Studium zu begeistern und dabei Ängste zu nehmen und Informationslücken zu schließen.

Insgesamt haben 22 von Studenten geführte Organisationen den InitiativenTag als Plattform genutzt, um ihre Arbeit und Ziele den Studierenden näher zu bringen. Dass sich um den allgemeinen Unialltag herum viele Möglichkeiten bieten, ehrenamtlich tätig zu werden, zeigt allein das breite Spektrum an bestehenden studentischen Initiativen in Chemnitz. Dazu gehören nicht nur Kultur- und Sportgruppen, sondern auch Vereine, politische und religiöse Hochschulgruppen mit unterschiedlichen Ausrichtungen sowie studentische Forschungsprojekte.

Zwischen Mensa und Sportplatz konnten am 3. Mai 2016 interessierte Studentinnen neben Organisationen wie dem Studentischen Börsenverein Chemnitz, jungblick consulting e.V. oder der Ortsgruppe Chemnitz von Amnesty International, welche zu festen Institutionen am Campus gewachsen sind, auch einige junge Initiativen entdecken. Exemplarisch dafür ist der Verein ROCK YOUR LIFE! Chemnitz. 2015 gestartet, hat es sich die Initiative zur Aufgabe gemacht, über zweijährige Mentoren-Programme Haupt- und Realschüler aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen zu begleiten und für die Arbeitswelt zu rüsten. „Wir erhalten hohen Zuspruch von Schülern, und auch seitens regionaler Unternehmen ist das Interesse groß“, sagt Maximilian Müller und Damaris Trommer ergänzt: „Der Zulauf ist für uns Motivation, um weiter zu wachsen, dafür suchen wir händeringend nach Studenten.“ Zusammen haben Trommer und Müller ROCK YOUR LIFE! Chemnitz ins Leben gerufen.

Ebenfalls erst seit letztem Jahr dabei ist der Verein United Campus Chemnitz. Das Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, geflüchteten Menschen nicht nur bei Weiterführung und Abschluss ihres akademischen Wegs unter die Arme zu greifen, sondern auch bei der Aufnahme eines Studiums zu helfen. „Über eine Gasthörerschaft erhalten die Flüchtlinge zunächst Zugang zur Uni, für die Zukunft streben wir aber definitv ein ordentliches Studium für die Menschen an“, berichtet die Initiatorin Sabrina Schmidt. Um die Bewältigung des Unialltags zu erleichtern, bietet United Campus ein Buddy-Programm für die Geflüchteten an, in dem ihnen immer ein TU-Student zur Seite steht. Schmidt betont, dass „vor allem ein greifbares Endergebnis und praktisch gelebte Integration“ eine ihrer Hauptmotivationen zum Engagement im Verein sind.

Marvin Herzberger vom Studentischen Börsenverein macht deutlich, „dass die ehrenamtliche Teilhabe an studentischen Organisationen oder Vereinen dem Studium nicht als Konkurrenz gegenübersteht. Ganz im Gegenteil, hier bekommt man das praktische Rüstzeug für die berufliche Zukunft“. Ergänzend dazu meint Soziologie-Studentin Anne Schmidt: „Für mich machen sich die Synergieeffekte zwischen Studium und ehrenamtlicher Tätigkeit positiv bemerkbar und sie hilft den Charakter auf verschiedenen Ebenen zu stärken.“ Sie ist seit einem halben Jahr aktives Mitglied bei der studentischen Unternehmensberatung jungblick.

Dass die Vereinbarkeit von Studium und studentischer Initiative kein Problem ist, meint auch Manuel Mehrkens: „Ich sehe das viel mehr als einen Ausgleich zum Studium. Außerdem entscheide ich selbst, wie viel Zeit ich investieren kann und will.“ Der Masterstudent ist Leiter von Hochschul SMD Chemnitz, eine der religösen Hochschulgruppen an der TU. Sebastian Lupke, zuständig für die Pressearbeit von Amnesty International in Chemnitz, führt außerdem an, dass „Zeitmanagement das A und O und die Identifikation mit dem jeweiligen Projekt besonders wichtig sind“.

Egal, wie unterschiedlich die Interessensfelder oder Strukturen der einzelnen studentischen Initiativen auch sein mögen, zwei Faktoren stehen bei der ehrenamtlichen Arbeit unangefochten im Mittelpunkt: „Am Ende zählt doch immer, dass man Spaß bei dem hat, was man tut, und dass man den sozialen Austausch mit anderen wertschätzt“, meinen übereinstimmend Florentine Hertel und Helen Schürmann, Social Media-Verantwortliche vom IAESTE-LC an der TU Chemnitz.

Folgende studentische Initiativen waren am InititivenTag 2016 mit einem Stand vertreten:

Hochschulgruppe VWI e.V.
PEB-Studentenkeller
Chemnitzer Amnesty International Stadt- und Hochschulgruppe
Studentischer Börsenverein Chemnitz e.V.
Chemnitzer StudentenNetz
kulturcampus
Campuszeitung tuchfühlung
United Campus Chemnitz e.V.
Fortis Saxonia
Die jungen Kunstfreunde Chemnitz e.V.
Piraten Hochschulgruppe
SMD Chemnitz
Studenten Initiative Siemens Sachsen e.V.
Netzwerk für Demokratie und Courage
Evangelische Studentengemeinde
Patenprogramm
Ring Christlich Demokratischer Studenten
jungblick consulting e.V.
LC IAESTE
Fachschaftsrat Wirtschaftswissenschaften
ArbeiterKind.de
ROCK YOUR LIFE! Chemnitz e.V.

(Autor: Lars Meese)

Mario Steinebach
04.05.2016

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