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Demenz-Forschung vorantreiben

Einblick in aktuelles Demenz-Forschungsprojekt an der TU Chemnitz gewährt

Nach einer knapp zweijährigen Projektphase hatten am Mittwoch, 4. September 2019, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des durch den Europäischen Sozialfond (ESF) und das Land Sachsen geförderten Forschungsprojektes SENDA (Sensorgestützte Systeme zur Früherkennung dementieller Alterserkrankungen – eine Reaktion auf den demographischen Wandel) zu einem Symposium an die Technische Universität Chemnitz eingeladen. Aufgerufen waren Interessierte sowie bisherige Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie. In Kurzvorträgen stellten die Beteiligten vorläufige Ergebnisse des Projektes vor. Insgesamt folgten 120 Personen dieser Einladung.

Vor Ort berichteten Forschungsleiterin Prof. Dr. Claudia Voelcker-Rehage, Professur Sportpsychologie der TU Chemnitz, Projektleiterin Dr. Katrin Müller (Professur Sportpsychologie) sowie Prof. Dr.-Ing. Gangolf Hirtz (Professur Digital- und Schaltungstechnik), Karen Mersiovsky (Professur Sportpsychologie), Dr. Andresa Germano (Professur Bewegungswissenschaft), Stephanie Fröhlich (Professur Sportpsychologie), Jyothsna Kondragunta (Professur Digital- und Schaltungstechnik) und Dr. Maria Fernanda Agoitia (Professur Analysis) in einzelnen Vorträgen über Teilbereiche des Projektes. 

Zu diesen Teilbereichen gehören die Auswirkung dementieller Erkrankungen im Alter auf:

  • einfache, reproduzierbare, feinmotorische Aufgaben mit den Fingern,
  • die Veränderung des Sturz- und Gleichgewichtsverhaltens,
  • die Gehirnaktivität erfasst mittels Elektroenzephalogramm (EEG) während verschiedener Aufgaben und im Ruhezustand,
  • verschiedene Gangparameter.

Außerdem wurde berichtet über:

  • technische Systeme zur Unterstützung von an Demenz erkrankten Menschen und
  • Statistische Verfahren und neuere Methoden des statistischen Lernens bei der Datenauswertung

Claudia Voelcker-Rehage stellte als Besonderheit von SENDA heraus: „SENDA schaut nicht nur auf die kognitiven Veränderungen, sondern SENDA versucht den Menschen in der Gesamtheit seiner Veränderungen zu betrachten. Dazu nutzen wir unter anderem technische Neuerungen aus der Sensortechnik und der optischen Bilderkennung und kombinieren all das, um die frühzeitige Erkennung dementieller Erkrankungen voranzutreiben.“

Anschließend berichtete Katrin Müller über den aktuellen Stand des Forschungsprojektes, welches im Juli 2020 endet. Demnach konnten 198 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem Mindestalter von 80 Jahren aus Chemnitz und Umgebung in das Projekt einbezogen werden. Insgesamt wurden seit Projektbeginn 1.047 Untersuchungstermine in den Laboren der TU Chemnitz von der Nachwuchsforschergruppe durchgeführt. Im Oktober 2019 werden die Erhebungen fortgesetzt, denn es stehen weitere Nachuntersuchungen an. Bis zum Projektabschluss sollen noch ca. 60 neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Studie aufgenommen werden.

Teilnahme noch möglich

Die Akquise von Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Alter von mindestens 80 Jahren für das Forschungsprojekt ist noch nicht abgeschlossen. Interessentinnen und Interessenten können sich sehr gern über die Studienhotline (Telefon 0371 531-19938) oder per E-Mail (senda@hsw.tu-chemnitz.de) für eine mögliche Studienteilnahme im Forschungsprojekt zur Früherkennung von Demenz melden.

Hintergrund: SENDA

Im Projekt SENDA arbeiten seit August 2017 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Arbeitsgruppen Sportpsychologie, Bewegungswissenschaft, Digital- und Schaltungstechnik sowie Analysis der TU Chemnitz an der Entwicklung eines neuen multidimensionalen Instrumentes zur Früherkennung dementieller Erkrankungen.

Kontakt: Dr. Katrin Müller, Institut für Angewandte Bewegungswissenschaften, Professur Sportpsychologie, Telefon 0371 531-19938, E-Mail senda@hsw.tu-chemnitz.de

Matthias Fejes
20.09.2019

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