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Spielend lernen

5. Tagung des Facharbeitskreises „Spielbasierte Kompetenzentwicklung“ an der TU Chemnitz rückte die Entwicklung der kommunikativen Fähigkeiten in den Fokus

Vom 9. bis 11. September 2019 trafen sich Fachleute aus den Bereichen „Sprech- und Kommunikationspädagogik“ zur 5. Tagung des Facharbeitskreises „Spielbasierte Kompetenzentwicklung“ an der Technischen Universität Chemnitz. Dabei beschäftigten sie sich mit der Frage, wie Kommunikationsfähigkeit durch die Verwendung spielbasierter Methoden in Schule, Hochschule und Erwachsenenbildung weiterentwickelt werden kann. „Lernen durch Spielen ist nicht neu, erlebt aber in den letzten Jahren, auch durch die zahlreichen Qualitätsinitiativen im Lehr-Lernbereich, einen Aufschwung. Unser Fokus liegt auf Methoden der Theaterpädagogik, wir tauschten uns aber auch mit Kolleginnen und Kollegen anderer Fächer aus. Außerdem beobachten wir aktuelle Entwicklungen, zum Beispiel im Bereich des Digital Game-based Learning“, sagt Ronald Herzog, Organisator der diesjährigen Tagung in Chemnitz.

Im Zentrum der Überlegungen stand unter anderem auch das vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) geförderte Projekt „TransFairTheater“, das vom niedersächsischen Landesverband der Volkshochschulen in Kooperation mit der Kreisvolkshochschule Ammerland umgesetzt wird. Das ebenfalls vor Ort vorgestellte Fortbildungskonzept für 140 Lehrkräfte aus den Bereichen Deutsch als Fremd- und Deutsch als Zweitsprache (DaF/DaZ) vermittelte Techniken einer handlungsorientierten, performativ-ästhetischen Vorgehensweise, um im Unterricht eine Auseinandersetzung mit Text, Sprache, Körper und Handlung zu ermöglichen.

In einem weiteren Workshop präsentierte die Würzburger Schauspielerin und künstlerische Leiterin eines Würzburger Theaterensembles, Lena Försch, Übungen und Techniken des Improvisationstheaters. Försch zeigte unter anderem, wie die im Spiel erlernte Fehlertoleranz sowie Mut zum Risiko den Erfolg beim Spracherwerb erhöhen und zur Verbesserung der kommunikativen Fähigkeiten beitragen.

Der Facharbeitskreis findet mittlerweile Beachtung in verschiedenen Fachrichtungen und wurde bundesweit auf Tagungen, unter anderem für den Fremdsprachenunterricht, vorgestellt.

Hintergrund: Facharbeitskreis „Spielbasierte Kompetenzentwicklung“

Der Facharbeitskreis „Spielbasierte Kompetenzentwicklung“ dient vorrangig der Professionalisierung künftiger Lehrerinnen und Lehrer sowie der Weiterentwicklung berufsbezogener kommunikativer Kompetenzen. Die Leitung haben Ronald Herzog (ZLB der TU Chemnitz und Arbeitsstelle für Gestenforschung und Sprechwissenschaft der TU) sowie Susanne Krämer (Zentrum für Lehrerbildung und Schulforschung der Universität Leipzig) inne.

Gefördert wird der Facharbeitskreis „Spielbasierte Kompetenzentwicklung“ vom Projekt Lehrpraxis im Transfer plus, das aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wird.

Weitere Informationen zum Facharbeitskreis Spielbasierte Kompetenzentwicklung: https://www.hd-sachsen.de/web/page.php?id=607

Kontakt: Ronald Herzog, Arbeitsstelle für Gestenforschung und Sprechwissenschaft und Mitarbeiter am ZLB der TU Chemnitz, E-Mail ronald.herzog@phil.tu-chemnitz.de, Tel. +49 (0)371/531-38447 und Susanne Krämer, Zentrum für Lehrerbildung und Schulforschung der Universität Leipzig, Tel. +49(0)341/97-30 483, E-Mail susanne.kraemer@uni-leipzig.de

Matthias Fejes
12.09.2019

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