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Spitzenleistung in Abschlussarbeiten ausgezeichnet

Chemnitzer Förderverein für Physik e. V. zeichnete zwei hervorragende Studienergebnisse aus

Der Chemnitzer Förderverein für Physik (CFP) e. V. engagiert sich seit mehr als 20 Jahren in der Förderung physikalisch interessierter Schülerinnen und Schüler und des wissenschaftlichen Nachwuchses im Fach Physik sowie in verwandten Disziplinen. Zum nunmehr 7. Mal wurde am Dienstag, 4. Juni 2019, der 2012 erstmalig ausgelobte Förderpreis des Vereins an zwei Studierende der Technischen Universität Chemnitz vergeben.

„In diesem Jahr zeichnen wir erneut zwei Studierende aus. Beide Preisträger haben exzellente Studienleistungen in ihrem Bachelorstudium gezeigt“, erläuterte der Vorsitzende des Fördervereins, Prof. Dr. Dr. h. c. Dietrich R. T. Zahn. Die Preisträgerin beziehungsweise der Preisträger sind Florian Lorkowski und Annelies Knappe.

Florian Lorkowski verfasste seine Bachelor-Arbeit zum Thema „Implementierung des Drift-Diffusions-Modells zur Berechnung des elektronischen Transports durch Kohlenstoffnanoröhrchen“. Die Arbeit entstand im Rahmen des Bachelorstudiengangs Computational Science.

Alternativen für Silizium-Transistoren erschließen

Der Hintergrund der Arbeit von Lorkowski ist die fortschreitende Miniaturisierung von Halbleiterelementen bei gleichzeitig steigenden Anforderungen an Schaltzeiten und Leitfähigkeit. Diese Dynamik ist seit vielen Jahren eine treibende Kraft in Forschung und Industrie. Das Potential des traditionellen Silizium-Transistors wurde dabei aber weitestgehend ausgereizt, weshalb eine verstärkte Suche nach neuen Materialien begonnen hat. Ein vielversprechender Kandidat hierfür sind Kohlenstoffnanoröhrchen, aus denen Feldeffekttransistoren (CNTFETs) gebaut werden können. Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung und Implementierung einer effizienten Bauteilsimulation zur Berechnung des diffusiven elektronischen Transportes durch CNTFETs. Grundlage dafür bilden die Drift-Diffusions-Gleichungen, welche unter Berücksichtigung der geometrischen und physikalischen Eigenschaften von CNTFETs in eine eindimensionale Formulierung überführt und in Form eines Elektrostatiklösers implementiert wurden. Die geringe Rechenzeit des Transportmodells erlaubt es, große Parameterbereiche zu untersuchen und Gestaltungsräume für CNTFETs effizient zu erforschen.

Internet der Dinge vorantreiben

Annelies Knappe hat eine Bachelorarbeit zum Thema „Beispielhafte Einbindung eines Sensors in das Internet der Dinge“ im Rahmen ihres Bachelorstudiengangs Sensorik und kognitive Psychologie angefertigt. Begriffe wie „Internet of Things“ und „Digitalisierung“ sind heutzutage in aller Munde. Viele Firmen rüsten die eigenen Produkte auf, um bei der Marktentwicklung mithalten zu können.

Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit legte Knappe einen Entwurf vor, um ein beispielhaft alltägliches Gerät mit einem WiFi-fähigen Mikrokontroller auszustatten. Dessen Daten sind dann auch online abrufbar. Annelies Knappe entwickelte dafür das Lösungskonzept anhand eines Prototypen. Zudem implementierte sie Hard- und Softwarelösungen und diskutierte diese in Bezug auf Anwendungsfälle.

Die Preisträgerin und der Preisträger bleiben der TU Chemnitz auch nach dem sehr guten Abschluss ihres Bachelorstudiums treu. Aktuell studieren sie in den konsekutiven Masterstudiengängen Physik sowie Sensorik und kognitive Psychologie.

Matthias Fejes
24.06.2019

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