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Ausgezeichnete Dissertation

Industrieverein Sachsen 1828 e.V. hat Förderpreis „Richard Hartmann“ an Dr. Florian Müller von der TU Chemnitz verliehen - Zwei Studierende der TU werden mit einem Deutschlandstipendium gefördert

Der Industrieverein Sachsen 1828 e.V. hat am 7. Mai 2019 im Rahmen des „Tages der Industrie und Wissenschaft“ bei einer Festveranstaltung den mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis „Richard Hartmann“ vergeben. Der Industrieverein würdigt damit jährlich wissenschaftliche Ergebnisse im Freistaat, die mit einem hohen Neuheitsgrad und Praxisbezug zur Stärkung der sächsischen Wirtschaft beitragen. Der diesjährige Preis ging an Dr. Florian Müller, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Technischen Universität Chemnitz, für seine Dissertation zum Thema „Assistierende virtuelle Kraftfelder bei handgeführten Robotern“.

Die im kooperativen Verfahren zwischen der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig und der TU Chemnitz angefertigte Dissertation beschäftigt sich mit der Frage, wie eine Entlastung am Arbeitsplatz eines Werkers mithilfe handgeführten Schwerlastrobotern technisch effizienter gestaltet werden kann. Prof. Dr. Ulrike Thomas, Inhaberin der Professur Robotik und Mensch-Technik-Interaktion, die die Dissertation an der TU Chemnitz betreute, hob besonders die Praxisnähe der Arbeit hervor. Müller arbeitete während seiner Promotion an der HTWK Leipzig und an der TU Chemnitz in mehreren Forschungsprojekten mit dem BMW-Werk-Leipzig zusammen. Dabei standen die Themen Mensch-Roboter-Interaktion und -Kooperation sowie Industrie 4.0 im Vordergrund des wissenschaftlich-technischen Austausches. In den darauf aufbauenden Projekten kooperierte er eng mit klein- und mittelständischen Unternehmen der sächsischen Wirtschaft. So wurde in dem durch das Bundeswirtschaftsministeriums finanzierte Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Unterstützung von Mensch-Roboter-Interaktion mithilfe von Augmented Reality Brillen“ mit einem Ingenieurbüro in Dresden ein Sicherheitskonzept für die Mensch-Roboter-Kooperationen in Verbindung mit Augmented Reality (Erweiterte Realität) ausgearbeitet. Weiterer Projektpartner war die ibs automation GmbH mit Sitz in Chemnitz, mit der die technische Umsetzung der ausgearbeiteten Algorithmen und ein damit verbundener Wissenstransfer erfolgte. Überregional arbeitete Müller z. B. mit der Trebbin GmbH & Co. KG zusammen, gemeinsam wurden Versuchsstände konzipiert und eine Nutzerstudie durchgeführt. Die erzielten Ergebnisse wurden international vermarktet. „Da die sächsische Wirtschaft stark industriell geprägt ist, haben Technologien wie die Mensch-Roboter-Kooperation, welche die Flexibilität erhöhen und die Werker entlasten, einen bedeutenden Einfluss auf den Wirtschaftsstandort“, so Thomas. Die Dissertation von Herrn Dr. Müller trage somit zu einem zukunftsorientierten Wachstumsmarkt bei.

Die Preisverleihung fand im Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz statt. Den Festvortrag zum Thema „Wissenschaft im Weltall“ hielt Dr. Ulf Merbold. Der gebürtige Thüringer war als einziger Deutscher dreimal im Weltall und hatte dort über 70 Experimente durchgeführt. Die Raumfahrt könne, so Merbold, in Verbindung mit Wissenschaft Fakten liefern, die die Menschen aufrütteln und ihnen ihre ethische Pflicht ins Bewusstsein rufen, alles zu tun, um diesen wunderbaren Planeten Erde zu schützen und ihn der nachfolgenden Generation in einem guten Zustand zu übergeben. Merbold gratulierte auch Müller herzlich zur Verleihung des Förderpreises.

Im Rahmen der Festveranstaltung wurden auch neue Deutschlandstipendien vergeben, darunter zwei an Studierende der TU Chemnitz. Über eine Förderung können sich Nagaraj Priyanka (Automotive Software Engineering) und Clemens Kiebler (Energie- und Automatisierungssysteme) freuen. 

Weitere Informationen zur preisgekrönten Dissertation erteilt Dr. Florian Müller, Telefon 0371 531-35197, E-Mail florian.mueller@etit.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
08.05.2019

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