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Keine Reise in die Vergangenheit

Studierenden-Verein „Fortis Saxonia“ veranstaltete Partnertreffen im Museum für sächsische Fahrzeuge in Chemnitz

Vergangenheit und Gegenwart verbinden und dazu noch Schritte in die Zukunft gehen. Unter diesem Motto stand das diesjährige Partnertreffen des studentischen Vereins Fortis Saxonia im Museum für sächsische Fahrzeuge in Chemnitz. „Vergangenheit und Gegenwart verbinden“, das bedeutete für die Gäste, anhand der Exponate vor Ort einen Blick in die Fahrzeuggeschichte seit dem späten 19. Jahrhundert werfen zu können. Einen „Schritt in die Zukunft gehen“ wiederum, dass die mit dem studentischen Team entwickelten Fahrzeuge auf Wasserstoff als Antriebskraft bauen. Zudem tüftelt das studentische Team aktuell an der Entwicklung des HydroBikes. Dieses mit Wasserstoff betriebene Motorrad soll eine Geschwindigkeit von bis zu 140 km/h erreichen können, 140 Kilogramm wiegen und benzinbetriebenen Motorrädern in Sachen Reichweite in nicht nachstehen. Die Entwicklung des Projekts begann 2016 und soll für die nächsten drei Jahre bestimmend für das Team sein. Ein großes Ziel ist die Straßenzulassung. Es geht um grüne Antriebe für eine nachhaltige Zukunft.

Zur gemeinsamen Zeitreise begrüßen konnte Fortis Saxonia Vertreterinnen und Vertreter der Professuren Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung, Alternative Fahrzeugantriebe sowie Informatik sowie Gäste vom Bundesexzellenzcluster MERGE. Zudem waren Gäste vom Institut für Maschinen- und Anlagenbau e. V. Chemnitz, der Continental Automotive GmbH, der UST Umweltsensortechnik GmbH und dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht anwesend.

Was für die Besucherinnen und Besucher vielleicht futuristisch wirkt, ist für die Mitglieder von Fortis Saxonia schon fast ein alter Hut. Schließlich ist das vor Ort ausgestellte und „SAX4“ getaufte Fahrzeug die neueste Generation umweltfreundlicher Fahrzeuge, die Studierende der Technischen Universität Chemnitz in den letzten Jahren entwickelt haben. Das Fahrzeug wurde 2012 präsentiert und trat 2013 beim Shell Eco-marathon in Rotterdam an. Damals belegte das Team den 5. Platz in der Gesamtwertung und den 1. Platz unter den deutschen Teams.

Enges Netz an Kooperationspartnern

Das aktuellste und zur Urban-Concept-Klasse gehörende Fahrzeug ist der „UrbanSAX“. Bei dieser Klasse kommt es darauf an, dass die Fahrzeuge straßenverkehrstauglichen Wagen nachempfunden sind. Das heißt: Die Fahrzeuge müssen Spiegel, Scheinwerfer und Blinker haben. Die Entwicklung des UrbanSAX begann 2016 mit besonderer Konzentration auf die Leichtbau-Potentiale und Systemeffizienz. Dadurch ist der UrbanSAX leichter als sein Vorgänger – die EcoBee – und hat eine höhere Leistung als der SAX4.

Doch nicht das Design ist der Fokus dieses studentischen Projektes, sondern der Wasserstoff- Antrieb. Näheres zur Wasserstoffspeicherung wurde beim Partnertreffen durch Oliver Metz vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht erklärt. Das Zentrum für Material- und Küstenforschung ist seit 2005 ein Partner von Fortis Saxonia und stellt den Wasserstofftank für die Brennstoffzellen der entwickelten Fahrzeuge bereit. Dieser Tank nutzt einen Feststoffspeicher, basierend auf sogenannten Leichtmetallhydriden, und ist eine energieeffiziente Methode, um Wasserstoff zu speichern. Keine Reise in die Vergangenheit also, sondern ein großer Schritt Richtung Zukunft.

Autoren (Fortis Saxonia/Matthias Fejes)

Matthias Fejes
14.11.2018

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