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Good vibrations: Mechanische Schwingungen dreidimensional messen

Hochmodernes Messsystem der Professur Adaptronik und Funktionsleichtbau ermöglicht nun Messungen bis in den Nanometerbereich

Seit Ende September 2018 nutzen die Professuren Adaptronik und Funktionsleichtbau, Fahrzeugsystemdesign, Mikrofertigungstechnik sowie Technische Mechanik/Dynamik eines der modernsten Großgeräte der Technischen Universität Chemnitz – ein 3D-Laservibrometer. „Mit diesem System sind wir in der Lage, hochpräzise, dreidimensionale Schwingungsmessungen zu akustischen und strukturdynamischen Fragestellungen auszuführen“, erläutert Simon Kimme, Oberingenieur der Professur Adaptronik und Funktionsleichtbau der TU.

Schwingungen und insbesondere deren Ursachen sind ohne geeignete Messmittel kaum detektierbar. Jeder kennt klappernde Bauteile, beispielsweise im Innenbereich eines PKW. Und jeder weiß vermutlich, wie viel Zeit verloren geht, bevor die Quelle der unschönen Nebengeräusche lokalisiert und beseitigt ist. Denn oft ist die Fragestellung nicht nur, wo etwas schwingt, sondern auch wie. Neben der Reduktion unerwünschter Schwingungen kann das Forschungsziel aber auch sein, gezielt definierte Schwingungen zu erzeugen. Die Professur Mikrofertigungstechnik nutzt Ultraschallschwingungen beispielsweise zur Mikrostrukturierung von Oberflächen, um ausgezeichnete tribologische Eigenschaften für Gleitlager zu erzeugen.

„Der herausragende Vorteil dieses Messsystems liegt in  der dreidimensionalen Schwingungsmessung über eine große Fläche und dies mit einer Auflösung im unteren Nanometerbereich. Da bleiben kaum Wünsche offen“, findet auch Dr. Andreas Nestler, Gruppenleiter für spanende und kraftgebundene Verfahren. Das neue Messsystem im Gesamtwert von mehr als 500.000 Euro wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie aus Landesmitteln des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst finanziert.

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter, die das neue Messystem für aktuelle Forschungsthemen nutzen möchten, können sich gern an Simon Kimme wenden. „Bei uns bekommen junge Forscherinnen und Forscher den Freiraum, die eigene wissenschaftliche Neugier unter Nutzung unserer hochmodernen Ausstattung auszuleben“, sagt er. „Und wir sind ein super Team“. Good vibrations eben.

Kontakt: Simon Kimme, Telefon 0371 531-30556, E-Mail simon.kimme@mb.tu-chemnitz.de

(Autorin: Mandy Polster)

Mario Steinebach
04.10.2018

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