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Begeisterung für Biomechanik zur Berufung gemacht

TU-Absolventin Clivia Frommhold vereint als Führungskraft bei der Bauerfeind AG ihre Faszination für Sport und Technik

„Ich war schon immer sportlich aktiv, ob in ersten Versuchen im Leistungssport und Ballett oder einfach aus Freude, gemeinsam mit Freunden Sport zu treiben. Für mich ist es das Beste auf der ganzen Welt“, sagt Clivia Frommhold. Sport und Studium zu vereinen – danach suchte sie. Fündig wurde Clivia Frommhold an der Technischen Universität Chemnitz. Weil sie ihre Leidenschaft im Hörsaal nicht außen vorlassen wollte, entschied sich die gebürtige Räckelwitzerin (Oberlausitz) im Jahr 2005 für den Magister-Studiengang Sportwissenschaften/Sportgerätetechnik an der TU Chemnitz. Hier konnte sie ihr Interesse für technische Sachverhalte und ihre ernährungswissenschaftlichen Kenntnisse aus ihrer Zeit in der Oberstufe mit dem Schwerpunkt Ökotrophologie hervorragend kombinieren. Die Wahl für die TU war daher nur logisch: „Ich habe mich für die TU Chemnitz entschieden, weil es so einen interdisziplinären Studiengang mit der Kombination aus Sport und Technik zu diesem Zeitpunkt in Deutschland kaum gab. Vor allem aufgrund der technischen Komponente sprach mich dieser Studiengang an.“

Sport- und Technikbegeisterung vereinen – Familiäres Umfeld

Während Ihres Studiums erhielt Clivia Frommhold vertiefte Einblicke in verschiedene Themen der Ingenieur- und Humanwissenschaften. Dazu gehörten Grundlagen der Robotik, die Biologie der Bewegungswissenschaft sowie technische Mechanik und Technologie im Fitnesssport. Zu Beginn ihres Studiums sei sie noch unentschlossen gewesen, wohin die spätere berufliche Reise gehen könne, bestätigt die TU-Absolventin. Lange hielt das jedoch nicht an: „Im Laufe der ersten Semester habe ich dann doch schnell erkannt, was mit meinem Studiengang möglich ist. Die Kombination aus Sport und Maschinenbau hat mich immer wieder motiviert und einfach Spaß gemacht.“ Als vorteilhaft beschreibt Clivia Frommhold außerdem das familiäre Umfeld an der TU. Relativ zügig habe sie sich mit den Schwerpunkten der einzelnen Lehrstühle vertraut machen und die jeweiligen internen und externen Kooperationen kennenlernen können. „Dadurch habe ich meine Begeisterung für Biomechanik entdeckt, der ich auch bis heute in meinem Berufsleben treu geblieben bin“, berichtet Clivia Frommhold begeistert.

Fließender Übergang in den Beruf

Den Einstieg in die Arbeitswelt erlebte sie nach ihrem Magister-Abschluss 2010 zunächst als Forscherin. Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin arbeitete sie an der Professur Bewegungswissenschaft der TU Chemnitz. Aus dieser Tätigkeit und dem Studium konnte Clivia Frommhold außerdem die Basis für eine bis heute andauernde Zusammenarbeit mit der Universität legen und den Austausch mit ehemaligen Mitstudierenden auf ein stabiles Fundament stellen. Nach ihrer Chemnitzer Zeit startete Clivia Frommhold bei der Bauerfeind AG, einem Hersteller medizinischer Hilfsmittel wie Bandagen, Orthesen, Kompressionstrümpfen und orthopädischen Einlagen im thüringischen Zeulenroda, eine berufliche Neuausrichtung. Hier war die TU-Absolventin in der Entwicklungsabteilung des Unternehmens tätig: „Von Beginn an konnte ich mein ganzes Fachwissen aus der Uni einsetzen und anwenden. Aber auch das methodische Vorgehen für die Herangehensweise an neue Themen und die Strukturierung von Wissen konnte ich nutzen“, erläutert sie.

Den nächsten Schritt in ihrer Karriere nahm sie mit dem Wechsel in die Abteilung „Medical Affairs – Information & Education“. Hier beschäftigte sie sich schwerpunktmäßig mit Studien über die Wirksamkeitsnachweisen von Medizin. Für die Konzeption von wissenschaftlichen Studien und der Kommunikation habe sie Vieles aus ihrem Studium nutzen können. Seit 2017 leitet sie das globale Produktmanagement im Fachbereich Bandagen. Die Schwerpunkte aus Produktentwicklung und Kooperation mit Wissenschaft und Medizin plus die Erweiterung um eine wirtschaftliche Komponente vereint Frommhold heute in ihrer Führungsposition.

Unvergessene Studienzeit

Ihre Studienzeit in Chemnitz hat sie nie vergessen: „Die vielen Outdoor-Camps – ob Surfen in Südfrankreich, Klettern in Johann-Georgen-Stadt, Kajakfahren und Radfahren in Brandenburg oder die Ski- und Snowboard-Exkursionen – das alles habe das Studium nicht nur abwechslungsreich gestaltet, sondern zu etwas ganz Besonderem gemacht“, blickt Clivia Frommhold zufrieden zurück – und ergänzt: „Mein absolutes Highlight und in Erinnerung mit unvergesslichem Muskelkater ist der dreitägige Telemark-Kurs am Fichtelberg. Ebenfalls ein Highlight war das Wintersportfest in Augustusburg.“

Einen großen Anteil an den schönen Erinnerungen in Chemnitz haben selbstverständlich ihre Mitstudierenden, betont die TU-Alumna. Mit ihnen verbrachte Clivia Frommhold auch abseits des Hörsaals ihre Studienzeit: „Als Sportstudentin natürlich auf dem Campus-Tennisplatz oder beim Beachvolleyball“.

Zudem in Erinnerung geblieben und wahrscheinlich einzigartig für ein Studium in Sachsen: der unverwechselbare Dialekt. „Daran erinnere ich mich immer wieder sehr gerne, vor allem an die Mundart der Lehrenden im Bereich Maschinenbau. Das machte alles so authentisch.“ Authentisch ist auch Clivia Frommhold geblieben – ob auf dem Sportplatz oder in ihrer Begeisterung für Biomechanik.

(Autoren: Nina Schreyer/Lars Meese)

Matthias Fejes
27.06.2018

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