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Zwangsarbeiter in Chemnitz

Universitätsarchiv setzt am 12. Juni 2018 öffentliche Ringvorlesung mit Vortrag von Dr. Stephan Pfalzer (Stadtarchiv Chemnitz) fort – Auch die Alte Aktienspinnerei war ein Unterbringungsort

Die Zwangsarbeiter in der Zeit des Dritten Reiches innerhalb des Arbeitsamtsbezirkes Chemnitz waren in vielen Industrie- und Handwerksbetrieben, in städtischen und staatlichen Einrichtungen und Betrieben, in Hotels, Gaststätten, Apotheken und privaten Haushalten eingesetzt. Die mit Abstand größte Zahl beschäftigten die industriellen Großunternehmen und mittelgroße Betriebe, aber auch die Deutsche Reichsbahn mit ihren Werken und Einrichtungen. Betrachtet man die Unterbringungsorte, so lässt sich erkennen, dass sie über das gesamte Chemnitzer Stadtgebiet verteilt lagen. Zwangsarbeiter gehörten damit damals zum alltäglichen Straßenbild. Auch in der Alten Aktienspinnerei wohnten beispielsweise Ostarbeiter, aber auch Franzosen und Flamen. Insgesamt sind knapp 100 Zwangsarbeiter belegt, die Ostarbeiter arbeiteten hauptsächlich in den Astra-Werken an der Altchemnitzer Straße.

Dr. Stephan Pfalzer vom Stadtarchiv Chemnitz wird diese und weitere Fakten am 12. Juni 2018 in seinem Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung zur Geschichte der Aktienspinnerei darlegen. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr im Alten Heizhaus der TU Chemnitz, Straße der Nationen 62 (Innenhof). Pfalzer greift auf  erstmals genutzte Archivalien zurück. Zum Beispiel ist quellenmäßig belegt, dass es Planungen für die Unterbringung von mehreren Hundert Zwangsarbeitern in der Alten Aktienspinnerei gab.

Projekt-Homepage: https://www.tu-chemnitz.de/uni-archiv/info/projekte/2018-aktienspinnerei/

Weitere Informationen erteilt das Universitätsarchiv der TU Chemnitz, Telefon 0371 531-13170, E-Mail uni-archiv@tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
05.06.2018

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