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Uni aktuell Forschung

Digitaler Co-Therapeut startet in die Praxis

Erste klinische Tests des von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern der TU Chemnitz entwickelten Assistenzsystems zur visuellen Bewegungskontrolle beginnen

Vor dem Hintergrund knapper werdender Personalressourcen im Therapiebereich ist es naheliegend, sowohl Patienten und Patientinnen als auch Therapeuten und Therapeutinnen mit adäquaten technischen Hilfsmitteln in der medizinischen Trainingstherapie zu unterstützen. Betreuungsverhältnisse von Eins zu Zehn bis Eins zu Fünfzehn sind keine Seltenheit, sodass sich für den einzelnen Therapeuten odre die einzelne Therapeutin ein hoher Betreuungsaufwand ergibt. Folglich kann der einzelne Therapieprozess nicht durchgehend überwacht werden. Die individuell korrekte Bewegungsausführung der Übungen in der medizinischen Trainingstherapie beeinflusst jedoch den Genesungsprozess entscheidend.

Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel der Nachwuchsforschergruppe AssiSt an der Technischen Universität Chemnitz, das Auge des Therapeuten "nachzubilden", um die Qualität der von Patienten ausgeführten Übungen auch in den Phasen sicherzustellen, in denen der Therapieprozess therapeutisch nicht begleitet werden kann. Das entwickelte Assistenzsystem kann nun die von Patienten und Patientinnen ausgeführten Bewegungen mit Hilfe einer intelligenten Sensortechnologie erfassen und auswerten und anschließend ein visuelles Echtzeit-Feedback zur Korrektur liefern.

Der entwickelte Demonstrator soll nun erstmals mit Patientinnen und Patienten in klinischen Tests zum Einsatz kommen. Die ambulante Rehabilitationseinrichtung ADMEDIA Reha GmbH ist hierbei Kooperationspartner. Das Ziel besteht darin, erste Erkenntnisse zur Anwendung des Systems in der Praxis zu erhalten. Erste klinische Tests beginnen im April 2018. Für die Nachwuchsforschergruppe ist dies ein wichtiger Meilenstein im Projekt. Es geht auch darum, den Anwendern und Anwenderinnen im persönlichen Kontakt mögliche Barrieren vor der technischen Neuerung zu nehmen.

Darüber hinaus wird am 28. Juni 2018 der Demonstrator im Rahmen eines Workshops an der TU Chemnitz Trainings- und Physiotherapeuten und -therapeutinnen sowie Firmenvertretern und -vertreterinnen vorgestellt, um die Forschungsergebnisse zu präsentieren.

Die Arbeit der interdisziplinären Nachwuchsforschergruppe wird durch den Europäischen Sozialfond (ESF) und das Land Sachsen (SAB) unterstützt.

Weitere Informationen erteilen Martin Weigert (E-Mail martin.weigert@hsw.tu-chemnitz.de) und Christiane Lösch (E-Mail christiane.loesch@hsw.tu-chemnitz.de) von der Professur Sportmedizin / Sportbiologie der TU Chemnitz.

(Autorin: Christiane Lösch)

Mario Steinebach
26.03.2018

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