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Forschungs-Gruppe der Informatik bei ETTC 2018

Chemnitzer Informatiker präsentieren auf internationaler Telemetrie-Konferenz Ergebnisse zu echtzeitfähiger Sensordatenverarbeitung

Forscherinnen und Forscher der Professur für Technische Informatik der Technischen Universität Chemnitz präsentieren ihre Ergebnisse zur echtzeitfähigen Sensordatenverarbeitung aus dem Projekt „Open Innovation für RPAS“ (OPIRA) auf der „European Test and Telemetry Conference“ (ETTC). Die ETTC wird von der „European Society of Telemetry“ veranstaltet und findet vom 26. bis zum 28. Juni 2018 in Nürnberg statt. Experten aus Luft- und Raumfahrt, Automotive, Biomedizintechnik und vielen weiteren Branchen treffen sich in Workshops, Vorträgen und Normierungsgremien, um sich über aktuelle Forschungsergebnisse und Technologieentwicklungen in den Bereichen Telemetrie, Test-Instrumentierung und Telecontrol zu informieren.

„OPIRA“ beschäftigt sich mit technologischen Lösungen zur Steigerung der Sicherheit im Luftverkehr und den Betrieb von sogenannten RPAS (Remotely Piloted Aircraft Systems) für zivile Anwendungen. Auf der ETTC stellt die Chemnitzer Forschungsgruppe eine auf rekonfigurierbaren integrierten Schaltkreisen (FPGAs) basierende Hardwarebeschleunigungsplattform zur echtzeitfähigen Sensordatenverarbeitung und -fusion vor. Zum Einsatz kommen solche Lösungen zum Beispiel auf unbemannten Luftfahrzeugen. Das Projekt wurde in Kooperation mit dem Flugzeugbauer Airbus und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) realisiert.

Neben der Präsentation der FPGA-basierten Hardwarebeschleunigungsplattform auf der ETTC werden weitere Ergebnisse des Forschungsschwerpunkts „Unbemannte Luftahrzeuge“ in der ersten Jahresausgabe des e-Journals „Embedded Self-organising Systems“ (ESS) veröffentlicht.

Forschungsschwerpunkt „Unbemannte Luftahrzeuge“ – Zahlreiche Ergebnisse und Veröffentlichungen

Die Professur für Technische Informatik der TU Chemnitz forscht bereits seit mehreren Jahren auf dem Gebiet der unbemannten Luftfahrzeuge. Im Mittelpunkt stehen dabei eingebettete On-Board-Echtzeitdatenauswertung und -fusion, Decision-Making-Verfahren, aktives Perzeptionsmanagement sowie Hardware-Software-Co-Design-Konzepte für eine sichere Flugsteuerung und Sensordatenauswertung. Hinzu kommen Forschungsarbeiten in den  Bereichen Sicherheitsmechanismen und -monitoring für gefahrlosen, hochautomatisierten Flugbetrieb. Die erzielten Forschungsergebnisse werden regelmäßig auf Konferenzen, Fachveranstaltungen und Messen veröffentlicht.

In Kooperation mit der Stiftung des Internationalen Informatik- und Begegnungszentrums Sachsen (IBS) wurde bereits im November 2017 der Workshop „Drohnentechnologie – Konzepte und Anwendungen“ veranstaltet, auf dem hochranginge Forschende, Experten und Expertinnen, sowie Anwender aus verschiedenen Bereichen teilnahmen. Neben Mario Finkbeiner (Referent Multicopter der Deutschen Bahn AG), Dr. Jochen Kaiser (Leiter Visionäre Flugzeugkonzepte der gemeinnützigen Forschungseinrichtung Bauhaus Luftfahrt e. V.) und Dr. Norbert Lohl (Vorstandsvorsitzender UAV DACH e.V.) nahm auch Dr. Karen v. Hünerbein (Vizepräsidentin der European Society of Telemetry) teil. Sie stellte im Anschluss den Kontakt zur ETTC her.

Abseits des intensiven Austauschs auf den Gebieten „Architekturen für autonomes Fliegen“, „Funktionen zum hochautomatisierten Flugbetrieb“ sowie „Sicherheitskonzepte und Anwendungen“ wurden im Rahmen des Workshops auch neue Projektideen entwickelt. Darunter eine koptergestützte Typschild-Prüfung an Oberleitungsmasten der Deutschen Bahn, die nun auf einem geeigneten Testfeld der DB unter Realbedingungen erprobt werden soll.

Der professureigene Flugdemonstrator AREIOM (Adaptive Research Multicopter Platform) bietet in diesem Zusammenhang vielfältige Möglichkeiten, neueste Forschungsergebnisse aus dem Labor zu übertragen und in einem realen Szenario zu erproben.

(Autoren: Stephan Blokzyl/Nina Schreyer)

Matthias Fejes
15.03.2018

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