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Regelungs- und Sensortechnik gibt Impulse für die Lebensmittelproduktion und die Medizintechnik

Sächsisches Wissenschaftsministerium fördert an der TU Chemnitz zwei Forschungsprojekte im Bereich Lebenswissenschaften und Biotechnologie - ein weiteres Kooperationsprojekt soll folgen

An der Technischen Universität Chemnitz gingen am 1. Februar 2018 zwei Forschungsprojekte in den Bereichen Biotechnologien und Lebenswissenschaften an den Start. Dafür stellt das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) bis Ende 2020 eine Forschungsprojektförderung aus Landesmitteln in Höhe von etwa 688.000 Euro zur Verfügung. Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Damit setzt das SMWK den Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD, in dem die Fortführung der Biotechnologie-Initiative vorgesehen ist, weiter konsequent um. Biotechnologische Forschung kann und muss sich einer Vielzahl gesellschaftlicher Herausforderungen stellen.“

Das erste der beiden in Chemnitz geförderten Forschungsvorhaben ist das interdisziplinäre Projekt „Patientenorientierte Gesundheitsversorgung des Bewegungsapparates“ (kurz: PAGESU). Mittels sticksensorbasierter Faserverbundsensoren soll dabei ein detaillierter Einblick in die Biomechanik des Fußes während alltäglicher Belastungen gelingen. „Es ist erstaunlich, wie wenig wir über die Belastung unserer Füße unter realitätsnahen Bedingungen wissen“, sagt Dr. Freddy Sichting, Mitarbeiter an der Professur Bewegungswissenschaft und ergänzt: „Mit der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung haben wir einen idealen Kooperationspartner gefunden, um das zu ändern“. Dank der Förderung wird es nun möglich sein, Fragen zur funktionellen Anatomie des Fußes zu beantworten und gleichzeitig die Möglichkeiten und Potentiale der Sticksensortechnik für Entwicklungen und Anwendungen im Bereich der Medizintechnik auszuloten.

Im Mittelpunkt des zweiten Projektes mit dem Kurztitel EiNES steht die „Effizienz- und Nachhaltigkeitssteigerung in der Produktion von Lebensmitteln und von nachwachsenden Rohstoffen mittels einer E-Mobility-basierten Sensortechnologie“. „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fakultäten für Elektrotechnik und Informationstechnik sowie für Mathematik werden das Potenzial von Elektro-Antrieben ausnutzen und eine Sensortechnologie entwickeln, welche die Erkennung der Zustände landwirtschaftlicher Flächen erlaubt. Die gewonnenen Informationen ermöglichen eine Prozessüberwachung und Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion durch zustandsabhängige Regelung der Betriebsparameter von Landmaschinen. Dadurch wird der Boden geschont, die Effizienz in der Produktion von Lebensmitteln und nachwachsenden Rohstoffen steigt und gleichzeitig wird der Kraftstoffverbrauch und die damit verbundene CO2-Emission verringert“, erläutert Projektleiter Prof. Dr. Stefan Streif, Inhaber der Professur Regelungstechnik und Systemdynamik. Unterstützt werden sie dabei vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie sowie vom Sächsischen Agrarverband AgroSax e.V.

Neben diesen beiden bereits bewilligten Projekten soll noch ein weiteres Kooperationsprojekt der TU Chemnitz mit dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU im April beginnen.

Auskünfte zum Projekt PAGESU erteilt Dr. Freddy Sichting von der Professur Bewegungswissenschaft, Telefon 0371 531–38823, E-Mail freddy.sichting@hsw.tu-chemnitz.de. Informationen zum Projekt EiNES gibt Prof. Dr. Stefan Streif, Telefon 0371 531-31899, E-Mail stefan.streif@etit.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
06.02.2018

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